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Wildschadenbescheinigung

16.05.2017 12:31 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich warte seit 14 Tagen auf die Ausfertigung einer Wildschadenbescheinigung.
Unglücklicherweise habe ich keine Namen oder Dienstnummern der Beamten, die den Schaden am 02.05. aufgenommen haben. Ich habe leider auch kein Unfallprotokoll o.ä. von den Beamten erhalten. Nach wiederholter Nachfrage bei der zuständigen Polizeibehörde wurde ich immer wieder vertröstet. Beamter muss ermittelt werden, aufgrund Schichtzeiten kam er vermutlich nicht dazu etc..
Ich gehe nach heutiger telefonischer Nachfrage nicht davon aus, dass die Bescheinigung zeitnah zugestellt wird.
Das Problem ist, dass sich ohne Bescheinigung die Versicherung weigert, eine Reparaturfreigabe zu erteilen.
Welche Möglichkeiten habe ich?

Beste Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Üblicherweise wird den Beteiligten schon am Unfallort eine Kopie des Unfallprotokolls, aus dem das Datum, die Schäden und die aufnehmenden Beamten ersichtlich sind, ausgehändigt. Geschieht dies nicht, sollte es spätestens auf Nachfrage eines Beteiligten bei der zuständigen Polizeibehörde möglich sein, anhand des Unfallzeitpunkts das Protokoll und den zuständigen Bearbeiter herauszufinden und die notwendigen Daten dem Beteiligten mitzuteilen.

Sie sollten daher das Unfallprotokoll als Beteiligter anfordern, um die Daten zu erfahren und auch um feststellen zu können, ob die Sache überhaupt bearbeitet wurde.

Das Problem bei telefonischen Nachfragen ist, dass man u. U. jedes Mal einen anderen Gesprächspartner hat und Telefonnotizen evtl. abhandenkommen oder aus sonstigen Gründen nicht bei dem zuständigen Bearbeiter ankommen. Dadurch verzögert sich die Bearbeitung zusätzlich und Sie werden immer wieder vertröstet, weil sich keiner zuständig fühlt oder niemand weiß, worum es geht.

Aus diesem Grunde bevorzuge ich grds. schriftliche Anfragen und Aufforderungen, damit man ggf. nachweisen kann, wann die Nachfrage gestellt wurde. Da der konkrete Sachbearbeiter nicht bekannt ist, wäre es ratsam die Anfrage bzw. die Aufforderung zur Übersendung des Unfallprotokolls und der Bescheinigung an den Behördenleiter zu adressieren. Zudem sollten Sie eine Frist von ca. 1 Woche für die Übersendung setzen.

Die Wildunfallbescheinigung kann grds. auch von dem zuständigen Förster oder Jagdpächter ausgestellt werden. Das Problem dürfte jetzt aber sein, dass der Wildunfall nicht mehr eindeutig am Fahrzeug nachweisbar ist. Die Option die Bescheinigung von anderer Stelle ausstellen zu lassen, dürfte für Sie daher wohl ausscheiden.

Sollte die Polizei auch auf eine schriftliche Nachfrage und Übersendungsaufforderung nicht reagieren, können Sie beim Behördenleiter eine Dienstaufsichtsbeschwerde einlegen. Auch wenn eine Dienstaufsichtsbeschwerde in der Regel wenig ausrichtet, kann man damit wenigstens erreichen, dass die Sache in Erinnerung gebracht wird und von höherer Stelle geklärt wird, warum die Bescheinigung noch nicht ausgestellt wurde.

Schließlich bleibt auch noch die Möglichkeit, dass Sie einen Anwalt vor Ort beauftragen, der eine entsprechende Anfrage an die Polizei richtet. Auf Anwaltsschreiben reagiert die Polizei dann meist relativ schnell.

Der Versicherung sollten Sie auf jeden Fall mitteilen, dass Sie sich um die Bescheinigung bemühen. Auch in dieser Hinsicht wäre es von Vorteil, wenn Sie ein Schreiben an die Polizei vorlegen können, damit die Versicherung Ihnen nicht vorwirft, Ihre Mitwirkungspflichten zu verletzen.

Sollte es für den Unfall Zeugen geben, sollten Sie diese der Versicherung benennen. Haben Sie Fotos von dem Unfallschaden angefertigt, auf denen eindeutige Wildspuren erkennbar sind, sollten Sie auch diese der Versicherung vorlegen.

Die Polizei ist grds. verpflichtet, eine Wildunfallbescheinigung auszustellen. Allerdings ist in der Praxis leider immer wieder festzustellen, dass sich die Beamten damit Zeit lassen. In diesen Fällen hilft es meist, hartnäckig zu bleiben und immer wieder schriftlich und ggf. zusätzlich auch telefonisch nachzufragen. Sie sollten sich also nicht abwimmeln lassen sondern darauf bestehen, das Unfallprotokoll und die Wildunfallbescheinigung so schnell wie möglich zu erhalten.

Ich hoffe, Ihre Frage damit verständlich beantwortet zu haben. Bei Verständnisfragen nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin



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