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Wieviele Jahre Rüchwirkend darf ich die Nebenkostenabrechnung prüfen lassen?

04.06.2008 15:14 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Wir sind im Juli 2007 ausgezogen.Unser Abrechnungszeitraum lief vom 1.4.-31.3 des Folgejahres. Jedes Jahr gab es mit dem zur Abrechnung gelieferten Heizöl Schwierigkeiten,weil es immer nach dem eigentlichen Abrechnungszeitraumes gekauft wurde. Bsp.Abrechnungszeitraum 1.4.04-31.3.05 Heizöl wurde am 16.4.05 gekauft und dann für das zurückliegenden Abrechnungsjahr genommen.Nachdem wir jetzt unsere Abrechnung für 1.4.07 -31.7.07 erhalten haben wieder das gleiche Problem. Heizöl für diesen Abrechnungszeitraum wurde erst am 16.4.08 gekauft Müssen wir das akzeptieren? Ein Breif an unseren ehemaligen Vermieter war erfolglos. Ebenso wurde immer der gesamte Stromverbrauch also Treppenhaus, Keller,-und Wegebeleuchtung im Außenbereich auf die Heizkostenrechnung umgelegt. Darf er das? Wieviele Jahre Rüchwirkend darf ich die Nebenkostenabrechnung prüfen lassen?Mein Vermieter schrieb mir statt einer richtigen Antwort nur, dass er sich die letzten 3 Jahre zu unseren Gunsten verrechnet hat und es zu unseren Lasten richtig stellen will.
04.06.2008 | 15:40

Antwort

von


(243)
Wilhelmsstr. 3
55128 Mainz
Tel: 0 61 31 / 333 16 70
Web: http://www.ra-freisler.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragesteller,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Die Abrechnung des Heizöls richtet sich nach dem Verbrauch. Dieser berechnet sich durch die Subtraktion des Anfangsbestandes von dem Endbestand. Dabei richtet sich der Wert des Endbestandes nach der letzten Öllieferung. Daher sehe ich keine Bedenken an dem Vorgehen des Vermieters.

Die Umlage der Kosten für die Beleuchtung richtet sich nach der konkreten mietvertraglichen Vereinbarung. Sehen Sie daher in Ihren Vertrag. Nimmt diese z.B. auf § 2 der BetrKV Bezug, bestehen hinsichtlich der Umlage der Außenbeleuchtung sowie der von den Bewohnern gemeinsam genutzten Räume keine Bedenken. Gleiches gilt für die Umlage von Beleuchtungskosten für nur von Ihnen genutzte Räume.

Die Überprüfung der NK-Abrechnung durch den Mieter regelt § 556 III S. 5 und S. 6 BGB , die da lauten:

„Einwendungen gegen die Abrechnung hat der Mieter dem Vermieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Zugang der Abrechnung mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist kann der Mieter Einwendungen nicht mehr geltend machen, es sei denn, der Mieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten.“

Allerdings kann auch der Vermieter nicht beliebig Nachforderungen stellen. Insoweit gilt § 556 III S. 2 und S. 3, die da lauten:

„Die Abrechnung ist dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist ist die Geltendmachung einer Nachforderung durch den Vermieter ausgeschlossen, es sei denn, der Vermieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten.“

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -

www.ra-freisler.de
www.kanzlei-medizinrecht.net
Tel.: 06131 / 333 16 70
mail@ra-freisler.de


Rechtsanwalt Martin P. Freisler
Fachanwalt für Medizinrecht, Fachanwalt für Versicherungsrecht

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