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Wieviel kann ich ihm bis zu seiner Volljährigkeit im Dezember durch seinen Nebenjob auf den Kindesun

29.10.2008 12:06 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Mein Sohn aus erster Ehe wird im Dezember 18 Jahre alt und wohnt bei seiner Mutter (selbständig, fester Lebensgefährte, mit ihm gemeinsames Haus). Er hat einen Hauptschulabschluss gemacht, das Jahr danach den Realschulabschluss versucht und nicht geschafft. Kaum Bewerbungen geschrieben - keine Lehrstelle gefunden. Ein Jahr ein bezahltes durch das Arbeitsamt gefördertes Praktikum gemacht, nicht übernommen worden. Wieder kaum Bewerbungen geschrieben, lieber noch mal ein Jahr Schule (Berufsgrundschuljahr). Nebenbei jobt er, Einkommen zwischen 100 und 250 € pro Monat. Nun meine Frage: Wieviel kann ich ihm bis zu seiner Volljährigkeit im Dezember durch seinen Nebenjob auf den Kindesunterhalt anrechnen bzw. abziehen? Bin ich auch nach der Volljährigkeit noch unterhaltspflichtig?

Sehr geehrter Ratsuchender,

das durchschnittliche monatliche Einkommen des Sohnes ist zur Hälfte auf den Bedarf anzurechnen. Um diesen Betrag reduziert sich somit die Zahlungsverpflichtung. Der relevante Einkommensbetrag ist an Hand genauer Nachweise zu ermitteln, da das Einkommen schwankt und nur so der durchschnittliche Betrag errechnet werden kann.

Sollte ein Titel über die Unterzahlungszahlungen an den Sohn bestehen, können Sie ohne Einvernehmen mit der Mutter aber nicht ohne weiteres den Zahlbetrag reduzieren. Bei Vorliegen eines Titels besteht die Möglichkeit daraus im Wege der Zwangsvollstreckung die festgesetzten Beträge durchzusetzen. Besteht kein Einvernhemn mit der Kindesmutter, müssen Sie in diesem Fall den Titel abändern lassen.

Nach Eintritt der Volljährigkeit besteht die Unterhaltsverpflichtigung zumindest bis zum Abschluss des Berufsgrundschuljahres weiter. Im Anschluss daran wird dem Sohn noch eine kurze Übergangszeit von ca.drei Monaten zugebilligt, in welcher er einen Ausbildungsplatz suchen kann.


Gelingt es Ihrem Sohn nicht, einen Ausbildungsplatz zu finden, weil er sich nicht ausreichend bemüht hat, ist er gehalten, eine andere Erwerbstätigkeit ( Aushilfsjob etc. ) anzunehmen. In diesem Fall wird die Unterhaltspflicht voraussichtlich entfallen, weil Ihr Sohn sich nicht ausreichend um einen Ausbildungsplatz bemüht hat.

Findet Ihr Sohn einen Ausbildungsplatz, besteht nach wie vor die Unterhaltspflicht. Der Unterhalt ist dann unter Berücksichtigung des Einkommens des Sohnes , dem Einkommen der Mutter und Ihrem Einkommen wegen der Barunterhaltspflicht beider Elternteile neu zu berechnen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle




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