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Wieviel bleibt mir nach Abzug des Unterhalts zum leben?

01.02.2009 18:10 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Doreen Bastian


Guten Tag,

ich beziehe in Kürze 1.317,-€ (brutto) Erwerbsminderungsrente + 298,-€ (brutto) Zusatzrente.

Hiervon bleiben auf Grund meiner Behinerung (Blind, 100%, H, G, BN) ca 1.450,--€ (netto).

Kann mir jemand sagen, wieviel mir davon verbleiben, wenn ich Unterhalt an meine Freundin (wir waren nicht verheiratet, waren nicht verlobt und haben nicht zusammengewohnt) und für das Kind zahlen muß.

Wird mein nicht bezahltes Haus in die Berechnung mit einbezogen? Meine Freundin hat sich NICHT an der Finanzierung des Hauses beteiligt und ist nicht im Grundbuch o. ä. mit eingetragen.

MFG

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Bei Zahlung von Unterhalt hat dem Unterhaltsverpflichteten stets ein Selbstbehalt zu verbleiben. Dessen Höhe richtet sich danach, wem der Unterhalt geschuldet wird, mithin einem unterhaltsberechtigten Kind, einem Ehepartner oder der nichtehelichen Mutter eines Kindes.

Zunächst ist der Unterhaltsanspruch Ihres Kindes zu bedienen. Nach Zahlung dieses Unterhaltes hat Ihnen als dauerhaft Nichterwerbstätiger EUR 770,00, als Erwerbstätiger EUR 900,00 zu verbleiben.

Der zu zahlende Kindesunterhalt wird von Ihrem Nettoeinkommen in Höhe von EUR 1.450,00 abgezogen. Die Höhe kann hier mangels Kenntnis des Alters Ihres Kindes nicht ermittelt werden.
Von dem verbleibenden Einkommen ist ein evtl. bestehender Unterhalt für die Mutter Ihres Kindes zu zahlen. Bei Zahlung dieses Unterhaltes muss Ihnen jedenfalls ein Betrag von EUR 1.000,00 verbleiben.

Ihr Haus könnte insofern in die Unterhaltsberechnung miteinbezogen werden, als dass Sie mietfrei wohnen. Dieser Wohnvorteil könnte sich einkommenserhöhend auswirken. Ein Wohnvorteil besteht jedoch nur, sofern der Wohnwert den Schuldendienst, erforderliche Instandhaltungskosten und die verbrauchsunabhängigen Kosten übersteigt. Sollte dies nicht der Fall sein, kommt eine fiktive Erhöhung Ihres Einkommens auch nicht in Betracht.


Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Doreen Krüger
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 01.02.2009 | 20:11

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Da ich mir nicht sicher bin, ob ich Sie richtig verstanden habe, möchte ich 2 Kontrollfragen stellen:

1. Nach Düsseldorfer Tabelle beträgt der Unterhalt für ein Kind 0-5 Jahre 281,-€. Dieses würden bedeuten, daß mir 1.450,-€ - 281,-€ = 1.169,-€ verbleiben? Von dieser Summe müßte ich evtl. ca 169,,-€ Unterhalt an die Mutter des Kindes zahlen. Es würden mir also ca 1.000,-€ verbleiben?

2. Da das Haus noch nicht bezahlt ist, fallen noch erhebliche Kosten (Zinsen, Heizung, Strom usw.) an.

Wie wird festgelegt, daß mein Nettogehalt fiktiv erhöht wird?

MFG



dann (1.450,-€ - 281,-€ = 1.169,-€)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.02.2009 | 20:38

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

zutreffend ist, dass Sie nach der Düsseldorfer Tabelle EUR 281,00 für ein Kind bis 5 Jahre zu zahlen haben. Es wird jedoch das Kindergeld zur Hälfte, mithin in Höhe von EUR 82,00 abgezogen, so dass Sie tstsächlich nur EUR 199,00 zur Anweisung bringen müssen.

Ihr Rechenweg ist ansonsten zutreffend. Es verbleibt nach Abzug des Kindesunterhaltes EUR 1.251,00. Insofern haben Sie maximal EUR 251,00 an die Kindesmutter zu zahlen.

Ihr Nettogehalt wird fiktiv erhöht, wenn der objektive Mietwert Ihres Hauses dessen Kosten übersteigt. Es müsste somit zunächst der Wohnwert/Mietwert des Hauses festgestellt werden. Liegt dieser zum Beispiel bei EUR 1.000,00, die monatlichen Kosten jedoch nur bei EUR 900,00, dann besteht Ihr Wohnvorteil und damit die fiktive Erhöhung bei EUR 100,00.

Mit freundlichen Grüßen

Doreen Krüger
Rechtsanwältin

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