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Wieviel Unterhalt muss mein Mann: für mich zahlen?


29.09.2005 11:41 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich lebe von meinem Mann getrennt. Den Grund für die Trennung setzte mein Mann. Jeder lebt mit einem neuen Lebensgefährten zusammen, allerdings erhalte ich keinen finanzielle Unterstützung von meinem Lebensgefährten.
Das gemeinsame Kind lebt die Woche über bei mir, geht auch hier zur Schule.
Wir sind beide berufstätig, er verdient wesentlich mehr wie ich.
Um einen Überblick über die finanzielle Lage im Falle einer Scheidung zu bekommen, habe ich folgende Fragen:
Wieviel Unterhalt muss mein Mann:
a) für mich zahlen?
b) für das Kind zahlen? Jeweils wie lange?
c) wer bekommt das Kindergeld und fließt es in die Berechnung mit ein?
Vielen Dank im voraus für die Beantwortung
29.09.2005 | 12:06

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

für Ihre Online-Anfrage bedanke ich mich zunächst und beantworte sie unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt:

Da Sie keinerlei Angaben zu den Einkommensverhältnissen getätigt haben, kann ich leider nur allgemeine Grundsätze aufzeigen. Eine genaue Angabe setzt dezidierte Angaben zum Einkommen und den genaueren Umständen (s.u.) voraus, was Sie gerne im Rahmen der kostenlosen Nachfrage ergänzen können.

1.
Generell muss Ihr ehemaliger Partner den Tabellenunterhalt nach Düsseldorfer Tabelle zahlen. Wenn Ihr Kind beispielsweise 0-5 Jahre alt ist, der Mann ein bereinigtes Nettoeinkommen (inkl. Abzug von 5 % berufsbedingter Mehraufwendungen und abzugswürdiger Verbindlichkeiten) von 1900-2100 € hat (es erfolgt, da nur 2 Unterhaltsberechtigte, eine Höhergruppierung in die nächste Einkommensgruppe), schuldet er 276,-- Kindesunterhalt. Davon würde dann das hälftige Kindergeld in Höhe von 77,-- abgezogen. Bei niedrigeren Einkünften müsste er entsprechend weniger zahlen, dann würde das Kindergeld aber nicht mehr hälftig abgezogen, sodass dann im Ergebnis derselbe Anspruch entstünde. Erst ab Einkünften oberhalb von 2100 € würde der Unterhaltsanspruch im Ergebnis steigen. Der Unterhaltsanspruch (in seiner jeweiligen Form) verbleibt bis zum Beenden einer Erstausbildung des Kindes bestehen.

2.
Grundsätzlich schuldet Ihr Ehemann Trennungsunterhalt bzw. nachehelichen Unterhalt. Grundsätzlich sind dabei 3/7 seines eheprägenden Einkommens zu leisten. Soweit Ihr Kind noch nicht ca. 15 Jahre alt ist, haben Sie überhaupt keine Erwerbsobliegenheit (müssten sich lediglich Einsparungen wegen Ersparnis bei gemeinsamer Haushaltsführung mit dem neuen Partner anrechnen lassen). Von daher würde Ihr überobligatorisches Einkommen nicht berücksichtigt. Allerdings greift bei beiden Unterhaltsansprüchen ggf. eine Verwirkung ein, wenn sie dauerhaft (so im Schnitt bei 2 Jahren) mit einem neuen Partner eheähnlich zusammenleben. Sofort verwirkt sein können die Ansprüche zudem, wenn Sie wegen des neuen Mannes aus der Beziehung ausgebrochen wären, wofür ihr Ex aber beweispflichtig wäre.

3.
Für alle Unterhaltsansprüche stehen korrespondierende Auskunftsansprüche des Unterhaltsschuldners zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine hilfreiche, erste Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

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<A href="mailto:mail@anwaltskanzlei-hellmann.de">E-Mail an Rechtsanwalt Hellmann</A>


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 29.09.2005 | 19:28

Vielen Dank für die umgehende Antwort ! Betreffend der genaueren Einkünfte: Der Bruttoverdienst meines Mannes liegt bei ca. 2700,-€,(so dass ich denke, 1900-2100€ sind treffend) meiner bei 1300,-€. Das Kind ist 10 Jahre alt. Es ist richtig, dass mein Verdienst nicht vom Trennungsunterhalt abgezogen wird?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.09.2005 | 11:15

Sehr geehrte Fragestellerin,

leider kann ich Ihre Nachfrage erst jetzt beantworten.

1.
Kindesunterhalt

Bei einem bereinigten Netto von 2565 € (Abzug von 5 % berufsbedingten Mehraufwendungen) wird Ihr Mann nach Gruppe 8 der DT beurteilt, ferner wird dort eine Hochstufung um eine Gruppe vorgenommen (da die DT grds. von 3 Unterhaltsberechtigten ausgeht). Damit fällt Ihr Ehemann unter die Gruppe 9 der DT.

Damit ergibt sich ein Anspruch auf Kindesunterhalt in Höhe 396,-- abzüglich Kindergeld (hälftig) von 77,--. Daraus ergibt sich ein Unterhaltsanspruch für das Kind in Höhe von 319 €.

2.
Trennungsunterhalt bzw. nachehelichen Unterhalt

Bereinigtes Netto abzüglich zu leistendem KU (319,--) ergibt 2246,--. davon 3/7 ergeben 962,57 €. Der angemessene Selbstbehalt bleibt gewahrt, sodass tatsächlich dieser Betrag geschuldet ist.


Abschließend erlaube ich mir den Hinweis, dass eine Unterhaltsberechnung immer eine einzellfallabhängige Angelegenheit ist. Ferner ist vieles auch durch das OLG Celle detailliert entschieden worden. Aufgrund der sich dadurch ergebenden Komplexität (hier konnten nur die grundsätzlichen Wertungen aufgezeigt werden), ist stets eine ausführliche Beratung bei einem Kollegen Ihres Vertrauens und vor Ort angezeigt. Spätestens im Streitfall kann ich Ihnen Ihnen dies nur unbedingt nahe legen. Gerne stehe ich auch dafür zur Verfügung, zumal Burgwedel ganz in Ihrer Nähe (ca. 15-20 km) ist.

Hochachtungsvoll

Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

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