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Wieviel Unterhalt müssen wir (mittelhohes Einkommen) unserer 21 jährigen Adoptivtochter zahlen, die

26.01.2008 10:40 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Wieviel Unterhalt müssen wir (mittelhohes Einkommen) unserer 21 jährigen Adoptivtochter zahlen, die nicht arbeitet, psychische- und Alkoholprobleme hat? Wird der Unterhalt grundsätzlich nach der Regelsatzverordnung für Sozialhilfe berechnet? Ist es richtig, dass sie Anspruch hat auf 80% des Eckregelsatzes von 345,00 € (Hamburg). Das wären 276,00€ im Monat plus oder inklusive Kindergeld? Hat sie irgendeinen Anspruch auf zusätzliche Zahlungen für außerhäusiges Wohnen?

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Grundsätzlich ist ein volljähriges Kind, soweit es sich nicht in der Berufsausbildung befindet, für sich selbst verantwortlich und deshalb auch verpflichtet, seine Arbeitskraft zur Sicherstellung seines notwendigen Lebensbedarfs zu nutzen.

Wenn Ihre Tochter über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt, kommt ein Unterhaltsanspruch Ihrer Tochter gegen Sie daher nur in Betracht, wenn sie auf Grund Erkrankung oder Behinderung arbeitsunfähig ist. Ob die psychischen Probleme und die Alkoholerkrankung Ihrer Tochter bereits ein derartiges Ausmaß erreicht haben, kann an dieser Stelle nicht beurteilt werden.

Die Höhe des zu gewährenden Unterhalts bestimmt sich nach der Lebensstellung des/der Bedürftigen (§ 1610 BGB). Dabei ist unter anderem entscheidend, ob Ihre Tochter einen eigenen Haushalt führt oder nicht. Dies geht aus Ihrer Sachverhaltsschilderung leider nicht hervor. Ein eigener Haushalt erhöht den Bedarf.

Laut Unterhaltsleitlinie des Hanseatischen Oberlandesgerichts beträgt der angemessene Bedarf eines volljährigen Kindes mit eigenem Hausstand
in der Regel monatlich 640 € (darin sind enthalten Kosten für
Unterkunft und Heizung (Warmmiete) bis zu 270 €), ohne Beiträge zur Kranken‐ und
Pflegeversicherung.

Das Kindergeld mindert im Umfang des § 1612 b BGB den Bedarf des minderjährigen
und volljährigen Kindes.

Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen eine Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 26.01.2008 | 15:18

Unsere Tochter hat keine keine Berufsausbildung und führt keinen eigenen Haushalt. Sie hat eine gesetzliche Betreuerin aufgrund ihrer "seelischen Behinderung". Müssen wir ihr Unterhalt bis zum 25. Lebensjahr zahlen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.01.2008 | 16:50

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage, wenn auch etwas verspätet, wie folgt:

Solange Ihre Tochter auf Grund Ihrer Krankheit nicht in der Lage ist, sich selbst zu versorgen, sind Sie unterhaltspflichtig. Sollte es sich um eine anerkannte Behinderung handeln, wäre eine Unterhaltspflicht über das 25. Lebensjahr hinaus denkbar.

Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

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