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Wieviel Unterhalt bekommt meine Tochter mit 18?? Und mein Sohn...

| 30.06.2009 19:10 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger


Hallo,
habe da mal ein Problem mit der Unterhaltsberechnung...und bevor mir die Kosten davonlaufen, versuche ich es auf diesem Wege.
Bin der Barunterhaltspflichtige Vater zweier Kinder. Sohn ist 14 und Tochter wurde jetzt 18. Sie geht noch zur Schule. Beide wohnen bei der Mutter.
Geschieden sind wir nun seit gut 5 Jahren und seit dieser Zeit zahle ich regelmäßig.
Anfangs wurde ich sogar gut abgezockt, bevor ich mich von einem Anwalt hab aufklären lassen, was ich überhaupt zahlen muß.
Der Unterhalt wurde dann per Jugendamtsurkunden festgelegt.

Beruflich verdiente ich zu dieser Zeit gerade mal 1400 Euro netto.

Nun ist es so, das ich mich bedingt durch Kündigung seitens des Arbeitgebers im Jahr 2007 selbständig gemacht habe.

Hatte Reserven aufgespart um den Unterhalt zu gewährleisten und lebte UNTER meinem Selbstbehalt. Die Firma trägt sich nun, komme aber noch nicht ganz oder nur knapp über den Selbstbehalt von 900 Euro.

Frage: Was muß ich denn nun für meine volljährige Tochter zahlen?
Da ist mein Selbstbehalt doch höher, oder?

Meine Ex-Frau besitzt eine eigene Firma, leitet diese und verdient netto ca. 2000 - 2200 Euro. Wenn man mir nun ein "fiktives Einkommen" von 1500 Euro zurechnet, was kommt dann raus? Für meine Tochter und meinen Sohn?

Da meine Ex-Frau unserer Tochter gegenüber nun auch barunterhaltspflichtig ist, würde sich ja an den bisherigen Zahlungen einiges ändern, oder?

Und was müßte ich wirklich zahlen, wenn man von meinen z.Zt. gerade mal 1000 bis 1200 Euro ausgeht, welche mir im Moment bleiben...

Danke für die Hilfe...

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

Bei einem angenommenen fiktiven Nettoeinkommen von mtl. EUR 1500,- beträgt der Barunterhalt für den 14 jährigen Sohn unter Anrechnung des hälftigen Kindergeldes nach der Düsseldorfer Tabelle, 3. Einkommensgruppe, 3. Altersstufe, EUR 333,-.

Für den Unterhalt Ihrer 18 jährigen Tochter, die im Haushalt der Mutter lebt und sich noch in der Schulausbildung befindet, haften beide Elternteile nach dem Verhältnis ihrer den jeweiligen Selbstbehalt übersteigenden Einkommen. Bei einem anrechenbaren Gesamteinkommen von EUR 3.600,- (EUR 2.100,- Mutter, EUR 1.500,- Vater) beträgt der Bedarf Ihrer Tochter nach Einkommensgruppe 7 der Düsseldorfer Tabelle abzüglich des Kindergeldes EUR 268,-. Aus dem Gesamteinkommen abzüglich des Selbstbehaltes für jeden Elternteil errechnet sich Ihr Haftungsanteil mit EUR 33,33 % , was einem zu zahlenden Unterhalt von EUR 89,- entspricht. Die Kindesmutter schuldet der Tochter bei einem Haftungsanteil von 66,67 % Unterhalt in Höhe von EUR 179,-. Bei Annahme eines fiktiven Einkommens von EUR 1.500,- beträgt Ihre Unterhaltsverpflichtung gegenüber Ihren Kindern insgesamt EUR 416,-, so dass Ihr Selbstbehalt gewahrt ist. Insofern weise ich darauf hin, dass der Selbstbehalt gegenüber Ihrer volljährigen Tochter nach Anmerkung 5 der geltenden Düsseldorfer Tabelle EUR 900,- beträgt, nachdem diese noch im Haushalt der Mutter lebt und sich in der allgemeinen Schulausbildung befindet und daher minderjährigen Kindern gleichgestellt ist .

Würde der Unterhaltsberechnung lediglich ein Nettoeinkommen des Kindesvaters von EUR 1.200,- zugrunde gelegt werden, errechnet sich für den minderjährigen Sohn eine Unterhaltsverpflichtung von EUR 333,- und für die volljährige Tochter nach dem dann geltenden Haftungsanteil von 20 % ein Betrag von EUR 54,-. Nachdem bei der Erfüllung beider Unterhaltsverpflichtungen Ihr Selbstbehalt nicht mehr gewahrt ist, hat eine Mangelfallberechnung zu erfolgen, so dass gegenüber beiden Kindern lediglich eine Unterhaltsverpflichtung in Höhe von insgesamt EUR 300,- besteht.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
J. Petry-Berger
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 01.07.2009 | 08:52

Danke für Ihre ausführliche Antwort.

Jetzt habe ich nur noch vergessen, meine private Krankenversicherung von mtl. 200,-- Euro plus die LV von mtl. 100,-- anzugeben.....sorry.

Meine Auswertung für das erste Halbjahr 2009 bekomme ich erst noch vom Steuerberater. Dann habe ich genaue Zahlen.

Die LV werde ich aussetzen, da ich mir es nicht mehr leisten kann.
D.h. es kommt lediglich die private KV zum tragen.

D.h. bei den fiktiven 1500,-- € im Monat kämen dann die 5% Pauschale zum Abzug und die 200,--€ KV.

Bei den 1200,-- das gleiche....

Wie sieht es dann aus?

Schöne Grüße und vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.07.2009 | 08:46

Sehr geehrter Fragesteller,

bei einem Nettoeinkommen von EUR 1.235,- (= EUR 1.500,-, abzüglich EUR 200,- Krankenversicherung, abzüglich 5 % für berufsbedingte Aufwendungen) beträgt der Unterhalt für den 14 jährigen Sohn nach Höherstufung in die Einkommensgruppe 2 unter Anrechnung des hälftigen Kindergeldes EUR 314,-. Der Bedarf der Tochter errechnet sich bei dem anrechenbaren Gesamteinkommen von Vater und Mutter (=EUR 3.335,-) nach der Einkommensgruppe 6 abzüglich des Kindergeldesmit EUR 389,-., wobei Ihr Haftungsanteil 21,82 % ( = EUR 85,-) und der Haftungsanteil der Mutter 71,18 % (= EUR 304,-) beträgt. Da ein Mangelfall vorliegt, sind Ihre Unterhaltsverpflichtungen gegenüber dem Sohn und der Tochter entsprechend der vorhandenen Verteilungsmasse von EUR 335,- wie folgt zu korrigieren: Sohn: EUR 263,60 , Tochter: EUR 71,36.

In meiner Antwort vom 30.06.2009 habe ich den Bedarf der Tochter bei einem Gesamteinkommen von EUR 3.600,- versehentlich nach der 1. Einkommensgruppe mit nur EUR 268,- beziffert, richtig wäre der Betrag von EUR 424,- (7. Einkommensgruppe) gewesen, wobei die Haftungsanteile dann 33,33 % und 66,67 % betragen. Ich bitte Sie, diesen Fehler zu entschuldigen, obwohl er aufgrund der Neuberechnung nicht mehr zum Tragen kommt.

Würde von Ihrem derzeitigen Gewinn aus Ihrer selbstständigen Tätigkeit in Höhe von EUR 1.200,- noch der Krankenversicherungsbeitrag abgezogen werden, bliebe als Verteilungsmasse für den Kindesunterhalt insgesamt die Summe von EUR 100,- (= EUR 1.000,- abzgl. EUR 900,- Selbstbehalt), der zwischen den Sohn und der Tochter quotenmäßig aufzuteilen ist.

Mit freundlichen Grüßen
RA Petry-Berger

Ergänzung vom Anwalt 05.07.2009 | 15:45

Ich darf Sie bitten, die Hinweise in meiner Stellungnahme zu Ihrer Bewertung zu beachten. MfG RA Petry-Berger

Bewertung des Fragestellers 03.07.2009 | 08:06

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Danke für die Mühe, jedoch gab es in der ersten Antwort schon Fehler und die zweite ist auch fehlerhaft. Ich verstehe nicht, weshalb nach Abzug der KV der Unterhalt meines Sohnes in die 2. Gehaltsgruppe rutscht....das zu Grunde gelegte Einkommen liegt unter 1500 Euro. Also müßte von einem Betrag von 377,-- € abzüglich hälftiges Kindergeld ausgegangen werden. Der richtige Betrag wäre demnach 295,-- Euro. Demnach ist die komplette Berechnung leider etwas zweifelhaft. Jetzt muß ich doch zu einem Fachanwalt gehen und mir das nochmal genau ausrechnen lassen. Diese Kosten wollte ich mit der Fragestellung hier im Forum eigentlich vermeiden."
Stellungnahme vom Anwalt:
Sehr geehrter Fragesteller, Ihrer Bewertung widerspreche ich im Hinblick darauf, dass bei der Einstufung in eine Einkommensgruppe zu beachten ist, dass die Düsseldorfer Tabelle Richtsätze ausweist, die sich auf einen Unterhaltspflichtigen mit insgesamt drei unterhaltsberechtigten Angehörigen beziehen. Sind weniger Unterhaltsberechtigte Personen vorhanden, erfolgt nach Anmerkungen 1 zur DT in der Regel eine Höherstufung. Aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung zahlen Sie nur zwei Kindern Unterhalt, so dass trotz des angenommenen Nettoeinkommens von nur EUR 1.235,- eine Höherstufung in die EKG 2 in Betracht kam. Selbst unter Zugrundelegung der EKG 1 würden Sie Ihren Kindern im Ergebnis insgesamt nur EUR 335,- schulden, wobei auf den Sohn nach einer Mangelfallberechnung dann der Betrag von EUR 260,- und auf die Tochter die Summe von EUR 75,- entfällt. Mit freundlichen Grüßen RA Petry-Berger
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