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Wieviel Kindesunterhalt muss ich monatlich zahlen?

| 14.08.2008 11:27 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Bitte errechnen Sie mir wie viel Kindesunterhalt ich meiner ehem. Frau zu zahlen habe. Ich möchte wissen ob ich auch in den Schulferienzeiten zu zahlen habe während mein Sohn bei mir ist.
Mein Sohn ist 12 Jahre alt, lebt im Haushalt (unbelastete Eigentumswohnung aus Erbschaft) meiner ehem. Frau. Das Sorgerecht haben wir Beide.
Ich bin 50 Jahre, lebe im Raum Düsseldorf und bin Selbstständig (Kiosk). Ich hatte lt. Steuerbescheid vom letzten Monat im Jahr 2007 ein Einkommen von 9.667€. Aus einer Erbschaft habe ich 53.000€, daraus ca. 2.000€ Zinserträge jährlich. Es besteht eine Lebensversicherung deren heutiger Wert sich auf ca 67.000€ beläuft. Ich besitze ein 4.000 qm großes Landwirtschaftliches Grundstück als Miteigentumsanteil auf dem ich in einem Bauwagen wohne und somit keine Miete zahlen muß.
WIE VIEL KINDESUNTERHALT MUß ICH MONATLICH ZAHLEN ???
Im voraus VIELEN DANK für die Antwort !

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Da Sie selbständig tätig sind, müssen für die Unterhaltsberechnung die Einkünfte der letzten 3 Jahre herangezogen werden. D.h., man muß wissen, was Sie in den Jahren 2005, 2006 und 2007 verdient haben (Nettoeinkünfte).


2.

Aufgrund Ihrer Angaben ergibt sich folgende Rechnung:

Das Einkommen lt. Steuerbescheid für 2007 beläuft sich auf jährlich 9.697,00 EUR. Dies entspricht einem Monatseinkommen von 805,58 EUR.

Ferner haben Sie Zinserträge in der Größenordnung von etwa 2.000,00 EUR jährlich, entsprechend einem Betrag von 166,67 EUR monatlich.

Vor diesem Hintergrund errechnen sich monatliche Einkünfte von 972,25 EUR.


3.

Nach der Düsseldorfer Tabelle, Stand: 01.01.2008, sind Sie in die Einkommensgruppe bis monatlich 1.500,00 EUR netto einzustufen. Der Unterhaltsbetrag für den 12-jährigen Sohn beliefe sich nach der Tabelle auf monatlich 365,00 EUR. Zu bedenken ist aber, daß Ihnen ein Selbstbehalt von 900,00 EUR verbleibt, so daß Sie Kindesunterhalt von 72,25 EUR pro Monat zu Händen der Kindesmutter zu zahlen haben.


4.

Die Erbschaft zählt nicht zu den Einkünften, die zur Unterhaltsberechnung herangezogen werden müssen. Maßgebend sind ausschließlich die laufenden Einkünfte.

Dies sind in Ihrem Fall die erwähnten Zinserträge.


5.

Diese summarische Unterhaltsberechnung ist aber, wie ich bereits oben erwähnt hatte, insoweit nicht vollständig, als Ihre Einkünfte aus den Jahren 2005 und 2006 nicht genannt worden sind.

Mit freundlichen Grüßen



Gerhard Raab
(Rechtsanwalt)

Nachfrage vom Fragesteller 14.08.2008 | 11:58

Vielen Dank für Ihre exakte "Blitzantwort"
Meine Einkünfte lt Steuerbescheid waren jährlich wie folgt:
Im Jahr 2003 10.1o1€
2004 5.049€
2005 7.664€
2006 5.930€
2007 9.667€
In den Jahren 2004 bis 2006 mußte ich wegen geringer Einnahmen Anteile meiner Lebensversicherung verkaufen. Die Bargelderbschaft erfolgte erst 2006.
Ich hoffe es hilft Ihnen bei der Berechnung.
Vielen Dank für Ihre nochmalige Bemühung. GRUß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.08.2008 | 15:51

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:

In den Jahren 2005, 2006 und 2007 haben Sie insgesamt Einkünfte in Höhe von 23.261,00 EUR erzielt. Dies entspricht einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 7.753,67 EUR. Monatlich errechnet sich daraus ein Betrag von 646,14 EUR.

Rechnet man die Zinserträge von 166,67 EUR hinzu, haben Sie ein durchschnittliches monatliches Einkommen in Höhe von 812,81 EUR aus Erwerbstätigkeit. Damit liegen Sie unter dem Selbstbehalt von 900,00 EUR, so daß sich eine Unterhaltsverpflichtung nicht errechnet.

Zu beachten ist allerdings folgendes:

Vielfach wird die Auffassung vertreten, daß der Unterhaltspflichtige, selbst wenn seine Einkünfte nicht ausreichen, den Mindestunterhalt sicherstellen müßte. Der Mindestunterhalt beliefe sich auf 279,00 EUR. Im Fall eines Rechtsstreits könnten Sie also nicht ausschließen, verurteilt zu werden, Kindesunterhalt von 279,00 EUR zu zahlen.

Auch wenn dann der Selbstbehalt für Erwerbstätige von 900,00 EUR unterschritten wird, steht das der Auffassung mancher Familiengerichte, daß eine Unterhaltsverpflichtung bestehe, nicht entgegen. Zur Begründung wird ausgeführt, daß der Unterhaltsschuldner ggfls. hinzuverdienen müsse, und sei es durch das Austragen von Zeitungen.

Mit freundlichen Grüßen



Gerhard Raab
(Rechtsanwalt)

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