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Wieviel Kindesunterhalt müssen meine Exfrau und ich an unseren Sohn, der auswärts studiert, zahlen?


30.10.2005 15:50 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht




Guten Tag,

mein Sohn ist 21 J. alt. Er hat im Oktober ein Studium begonnen.
Er wohnt nicht zu Hause, sondern auswärts am Studienort.
Bafög hat er beantragt.
Ich bin geschieden, seit einigen Jahren wieder verheiratet, das
gleiche gilt für meine Ex-Frau.
Ich bin berufstätig, ebenso meine geschiedene Frau.
Wir sind beide unserem Sohn gegenüber zum Unterhalt verpflichtet.
Mein bereinigtes Nettoeinkommen beträgt 1820,00 €.
Das Einkommen meiner Ex-Frau beträgt 1710,00 €.
Ich bitte Sie um Berechnung des Unterhaltes, mit der Frage, was
habe ich an meinen Sohn an Unterhalt zu leisten und wieviel hat
meine Ex-Frau zu leisten.
Ich bitte Sie bei mir das hälftige Kindergeld in Höhe von 77,00 €
in Abzug zu bringen.

Mit freundlichen Grüssen

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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage.

Vorab möchte ich darauf hinweisen, dass eine definitive Berechnung des von Ihnen zu zahlenden Unterhalts an dieser Stelle nicht möglich ist. Ich kann Ihnen nur ungefähre Werte angeben. Bei der Berechnung lege ich die Düsseldorfer Tabelle in ihrer aktuellen Fassung zugrunde und gehe davon aus, dass sowohl Ihre zweite Ehefrau als auch der jetzige Ehemann Ihrer geschiedenen Frau eigenes Einkommen haben und somit nicht auf finanzielle Unterstützung durch Sie und Ihre geschiedene Frau angewiesen sind. Außerdem nehme ich an, dass Sie bei der Berechnung der bereinigten Nettoeinkünfte keinen Abzug einer Pauschale von fünf Prozent für berufsbedingte Aufwendungen vorgenommen haben.

Diese Pauschale wird also zunächst in Abzug gebracht mit der Folge, dass die Unterhaltsberechnung auf der Grundlage eines Einkommens von 1.729,00 EUR für Sie und vom 1.624,50 EUR für Ihre geschiedene Frau erfolgen muss. Das Gesamteinkommen von Ihnen und Ihrer geschiedenen Frau beträgt demnach 3.353,50 EUR. Aufgrund der Düsseldorfer Tabelle hätte Ihr Sohn demnach einen Unterhaltsanspruch gegen Sie und Ihre Ex-Frau von insgesamt 570,00 EUR. Da das Einkommen Ihrer Ex-Frau fast genauso hoch ist wie Ihres, müssten Sie die Hälfte dieser Summe zahlen, also 285,00 EUR, wovon noch das hälftige Kindergeld abgezogen werden müsste.

Dieses Ergebnis kann so jedoch nicht richtig sein. Nach der Düsseldorfer Tabelle ist der Bedarf eines Studenten in der Regel mit 640,00 EUR anzusetzen. Der angemessene Eigenbedarf der Eltern soll bei je 1.100,00 EUR liegen. Wenn Sie und Ihre Ex-Frau nur je 285,00 EUR Kindesunterhalt zahlen müssten, lägen Sie beide noch deutlich über dem angemessenen Eigenbedarf von 1.100,00 EUR. Daher ist das soeben rein schematisch berechnete Ergebnis dahingehend zu korrigieren, dass Ihr Sohn von Ihnen und seiner Mutter nicht lediglich 570,00 EUR, sondern tatsächlich 640,00 EUR an monatlichem Unterhalt fordern kann. Sie müssten davon,wie oben bereits gesagt, die Hälfte, also 320,00 EUR zahlen. Hiervon dürfen Sie den Betrag von 77,00 EUR an Kindergeld absetzen, so dass Sie Ihrem Sohn monatlich ungefähr 243,00 EUR zahlen müssen. Ihre geschiedene Frau muss Ihrem Sohn hingegen ungefähr 397,00 EUR monatlich zahlen, da sie das Kindergeld komplett an Ihren Sohn auskehren muss.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Berechnung weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 31.10.2005 | 09:28

Sehr geehrte Rechtsanwältin Fr. Laurentius,

Vielen Dank für ihre Beantwortung. Ich möchte nur ergänzen,
daß bei meinen bereinigtem Nettoeinkommen, die berufsbedingten
Aufwendungen bereits abgezogen sind.
Somit müßte sich mein Unterhaltsbetrag geringfügig ändern.

Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.10.2005 | 16:04

Nein, nach der Düsseldorfer Tabelle müssen Sie nicht mehr zahlen. Sie und Ihre geschiedene Frau sind auch dann, wenn Sie die berufsbedingten Aufwendungen bereits abgezogen haben, in derselben Einkommensgruppe wie von mir bereits berechnet. Die Folge ist, dass Sie und Ihre Ex-Frau Ihrem Sohn insgesamt 640,00 EUR schulden und jeder hiervon die Hälfte zu tragen hat.
Sie dürfen Ihrem Sohn natürlich mehr zahlen.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

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