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Wiederholungstäter: Nach Verurteilung wegen Diebstahls erneut beim Stehlen erwischt worden.


24.05.2007 12:37 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Tanja Stiller



Ich wurde vom Amtsgericht wegen Diebstahl von 2 Kleidungsstücken (Gesamtwert ca. 95 EUR) zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen von je 20 EUR verurteilt. Der Prozess ist ca. 2 Wochen her. In einem Supermarkt ist mir eine Dummheit passiert. Ich habe eine Augencreme auspackt, eingesteckt und später aber wieder im selben Laden an einen anderen Platz zurückgelegt. Ein Ladendedektiv hat das gesehen und mich angezeigt. Ich konnte dummerweise, da ich ja Hausverbot bekam, ihm nicht zeigen, wo ich die Creme hingelegt hatte. Nach telefonischen Nachfragen am selben Tag konnte die Creme (angeblich) nicht gefunden werden. Nun habe ich eine Befragungsbogen vom Polizeirevier und einen vom Anwalt (mit Zahlungsaufforderung) bekommen.
Meine größte Sorge und Frage ist nun. Wenn diese Creme nicht wieder auftaucht (vielleicht hat sich ja ein anderer Kunde mitgenommen), was kann mir drohen, wenn ich den Diebstahl zur Last gelegt bekomme (Wert der Creme: 8,50 EUR)? Ich habe so Angst. Muss ich wieder vor Gericht ?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Fragen.
Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Kollegen/ eine Kollegin vor Ort ersetzen kann.
Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben und dem eingesetzten Betrag, wie folgt:

Da Sie bereits wegen Diebstahl verurteilt wurden und seit der Verurteilung erst 2 Wochen vergangen sind, sollten Sie einen Anwalt/ eine Anwältin vor Ort mit der Sache beauftragen!
Sie sollten vorerst keine Stellungnahme abgeben.
Der Anwalt/ die Anwältin vor Ort wird erst einmal Akteneinsicht beantragen.
Erst dann kann entschieden werden, wie weiter zu verfahren ist.
Ihr Verteidiger kann dann schon im frühen Stadium versuchen, dass die Angelegenheit OHNE GERICHTSVERHANDLUNG eingestellt wird.
Auch im Hinblick darauf, dass Sie keine „Ersttäterin“ sind, sollten Sie einen Anwalt beauftragen.

Bei der Creme in Höhe von 8,50€ handelt es sich um eine geringwertige Sache.
Daher kommt allenfalls eine Bestrafung wegen Diebstahls einer geringwertigen Sache gemäß §§ 242, 248a StGB in Betracht.
Durch das Auspacken, Einstecken und Wiederhinlegen könnte man noch an einen versuchten Diebstahl an einer geringwertigen Sache denken.

Das Strafmaß ist bei § 242 StGB Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe.
Ich denke, dass es bei Ihnen wieder zu einer Geldstrafe kommen wird, die jedoch höher sein wird als 30 Tagessätze.

Nach § 248a StGB wird der Diebstahl einer geringwertigen Sache nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, dass die Strafverfolgungsbehörde(= Staatsanwaltschaft) wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.
Prozessvoraussetzung ist also entweder ein Strafantrag des Verletzten (=Eigentümer) oder das Vorliegen des besonderen öffentlichen Interesses. Rechtsfolge ist also eine relative Antragsabhängigkeit.
Ob die Staatsanwaltschaft das besondere Interesse bejaht oder nicht, ist eine gerichtlich nicht überprüfbare ERMESSENSENTSCHEIDUNG.
Das besondere Interesse wird vor allem bei Rückfall in Betracht kommen.

Gehen Sie daher zu einem Anwalt, er wird dann alles Weitere veranlassen.
Vielleicht lässt sich die Sache auch ohne Verhandlung aus der Welt schaffen

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin Tanja Stiller

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