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Wiederholung 12. Klasse (Q1 - Gymnasium) in Niedersachsen möglich?

| 7. Juni 2022 20:59 |
Preis: 120,00 € |

Schule, Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Es geht um Rechtsfragen nach dem Schulgesetz Niedersachsen; hier die Qualifikationsphase 2 und einen potentiell freiwilligen Rücktritt wg. der Besorgnis bestimmter Defizite.

Unser volljähriger Sohn besucht aktuell die 12. Gymnasialklasse (Q 1) in Niedersachsen. Aufgrund vieler Fehltage (Unterrichtsversäumnis / Gefahr der Nichtbeurteilung) besteht die Gefahr, dass er in mehreren Fächern nicht bewertet werden kann und daher die Belegungspflicht nicht erfüllt.

Fragen:

1. Besteht die Möglichkeit die 12. Klasse in Niedersachsen zu wiederholen?
2. Reicht ein formloser Antrag hierfür aus?
3. Welche Voraussetzungen müsssen ggfs. zusätzlich erfüllt werden?
3. Was sollte noch bedacht werden oder unbedingt vermieden werden, um Rechtsnachteile zu vermeiden?




Einsatz editiert am 07.06.2022 21:08:20

7. Juni 2022 | 23:07

Antwort

von


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Gerne zu Ihren Fragen:

1. Besteht die Möglichkeit die 12. Klasse in Niedersachsen zu wiederholen?
Antwort: Grundsätzlich können Schüler oder Schülerinnen innerhalb der Qualifikationsphasen freiwillig zurücktreten, wenn wegen zu vieler Defizite (etwa auch wegen der Pandemie)

vgl. Verordnung zur Änderung schulrechtlicher Verordnungen aus Anlass der
COVID-19-Pandemie vom 25. Januar 2022


oder sog. Unterkursen (= d.h. Kursen mit weniger als 5 Punkten) oder auch Fehlkursen (= 0 Punkte) eine Zulassung zum Abitur gefährdet wäre. Im NsSchulG sind die Qualifikationsphasen wie folgt geregelt:

§ 11 Gymnasium
Absatz (3) Der 11. Schuljahrgang ist die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe. Satz 2 Die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe umfasst die Schuljahrgänge 12 und 13. 3Das Gymnasium setzt für die Qualifikationsphase Schwerpunkte im sprachlichen, naturwissenschaftlichen oder gesellschaftswissenschaftlichen Bereich; es kann weitere Schwerpunkte im musisch-künstlerischen und im sportlichen Bereich setzen.
...
Absatz (9) Das Kultusministerium wird ermächtigt, durch Verordnung das Nähere zur Ausführung der Absätze 3 bis 8 zu regeln.


2. Reicht ein formloser Antrag hierfür aus?
Antwort: Schriftlich per Einwurfeinschreiben (ggf. auch FAX) an die Schulleitung oder zu Protokoll der Geschäftsstelle der Schulleitung. Unterschrift des volljährigen Schülers.

3. Welche Voraussetzungen müssen ggfs. zusätzlich erfüllt werden?
Antwort: Begründung des Antrags mit Glaubhaftmachung der oben unter Frage 1 genannten Voraussetzungen. Siehe aber mein Antwort zur Frage (4).

4. Was sollte noch bedacht werden oder unbedingt vermieden werden, um Rechtsnachteile zu vermeiden?

Antwort:
Es sollte für den Fall der Ablehnung um einen "zeitnahen und begründeten Bescheid" nebst "Rechtsbehelfsbelehrung" gebeten werden. (Bescheide der Schulleitung sind regelmäßig widerspruchsfähige Verwaltungsakte und damit voll justiziabel (Rechtsweg zum Verwaltungsgericht).

Vorsorglich ist es dem Schüler - gemeinsam mit den Eltern - unbenommen, ein Gespräch mit der Schulleitung (a.d.D.) zu suchen um das tatsächliche Erfordernis eines freiwilligen Zurücktretens zu sondieren. Denn naturgemäß handelt es sich dabei ja teils auch um eine subjektive Einschätzung des Schülers. Ferner handelt es sich vorliegend eben auch um eine erste Einschätzung der Rechtslage aus der Ferne ohne Aktenkenntnis und der Verhältnisse vor Ort.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer

Bewertung des Fragestellers 7. Juni 2022 | 23:42

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Stellungnahme vom Anwalt:

Besten Dank für das in mich gesetzte Vertrauen.

Ich versuche noch, Ihnen die entsprechende Durchführungsverordnung im Original hoch zu laden. Die ist allerdings etwa schwierig zu lesen ob er vielen Änderungen im Lauf der Zeit, was ja im Schulwesen - wegen der Länderzuständigkeit - eh zu beklagen ist.
Lesen Sie dazu den § 13 der Verordnung. Wenn der upload nicht klappt, schreiben Sie mir bitte eine Email an ra-w.burgmer@online.de (pers.)
MfG
Ihr
Willy Burgmer
- Rechtsanwalt


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