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Wiederholter Ladendiebstahl aufgrund von Depressionen

15.10.2012 19:09 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


20:29

Hallo,

Meine Mutter ist krankhaft depressiv. Eine Folge die Depression ( laut Therapeutin ) ist das sie wenn sie in so einen depressiven Schub verfällt , in irgendeinen Laden läuft und irgend einen unnützen Kram mitgehen lässt. Unsere Familie steht sich finanziell nicht so schlecht das man Beschaffungskriminalität ausgehen kann.
Meine Mutter hat diese Depressionen seid mehreren Jahrzehnten, so das es im laufe der Jahre auch schon zu mehreren Verurteilungen wegen Ladendiebstahl gekommen ist.
Die Verurteilungen sind bis vor ein paar Jahren immer zur Bewährung verhängt worden ( denke mal weil wir Kinder noch klein waren) . Vor drei Jahren ist sie dann zu 9 Monaten im offenen Vollzug verurteilt worden und über die 2/3 Regelung früher frei gekommen.
In dieser 2/3 Zeit ist sie dann erneut beim Ladendiebstahl erwischt worden und wieder zu 9 Monaten offenem Vollzug plus dem Rest der 2/3 Regelung verurteilt worden. Jetzt ist sie während der Zeit des offenen Vollzugs wieder straffällig geworden und direkt in den geschlossen Vollzug gewandet.

Da sitzt die jetzt!
Kann mit irgendjemand sagen auf was wir uns jetzt einstellen können?
Ich denke mal das der offene Vollzug jetzt wohl für sie gestorben ist und sie ihre Reststrafe plus die neue Verurteilung in dem geschlossene Vollzug verbringen wird.
Aber auf was für einen Zeitraum von Strafe müssen wir uns für die neue Verurteilung einstellen?

Bin um jede Antwort dankbar .

15.10.2012 | 19:41

Antwort

von


(143)
Mühltorstr. 9/1
71364 Winnenden
Tel: 07195/589260
Web: http://www.rems-murr-kanzlei.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst möchte ich darauf hinweisen, daß dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung kann durch Ihre Anfrage nicht ersetzt werden.

Der Tatbestand des Diebstahls gemäß § 242 StGB: Diebstahl sieht eine bestrafende Rechtsfolge von Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe vor.

Ihren Ausführungen lässt sich entnehmen dass Ihre Mutter einschlägig vorbestraft ist, und während der letzten Taten zudem unter ,,Bewährung' stand bzw. diese Taten während des Strafvollzugs (offener)beging. Hier ist demnach davon auszugehen, dass eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe -die gemäß § 56 StGB: Strafaussetzung dann zur Bewährung ausgesetzt werden könnte- nicht mehr in Betracht kommt.

Wie hoch die zu erwartende Verurteilung ausfallen wird lässt sich aus dieser Sicht jedoch leider nicht vorhersagen. Diese setzt sich aus den Umständen des Einzelfalles zusammen (Wert der gestohlenen Ware(n)? Vorstrafe(n)? gesamte Persönlichkeit? soziales Umfeld? etc.). Hier ist es unmöglich dem Gericht vorzugreifen.

Ich rate Ihnen dringend sich an einen Rechtsanwalt zu wenden. Dieser wird nach erfolgter Akteneinsicht eventuell mit Hilfe eines psychologischen Gutachtens versuchen, bei Ihrer Mutter gemäß § 21 StGB: Verminderte Schuldfähigkeit verminderte Schuldfähigkeit (wenn nich sogar gemäß § 20 StGB: Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen Schuldunfähigkeit) feststellen zu lassen.

Wie Ihrern Ausführungen zu entnehmen ist, steht hinter den Taten Ihrer Mutter eine seelische (psychische) Störung, die unter Umständen eine Schlussfolgerung auf den § 21 StGB: Verminderte Schuldfähigkeit oder § 20 StGB: Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen zulassen, was auf eine Reduzierung (oder gar Ausschluß) der Strafe hoffen lässt.

Aber wie bereits ausgeführt, mit Sicherheit lassen sich solche Aussagen erst nach erfolgter Akteneinsicht und eingehender Prüfung des gesamten Falles treffen.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen. Bei Unklarheiten oder Verständnisschwierigkeiten nutzen Sie bitte die Nachfrage-Option.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Philipp Wendel


Rückfrage vom Fragesteller 15.10.2012 | 20:18

Hallo,

Vielen dank für ihre schnelle Antwort!
Also der Warenwert des letzten Diebstahls betrag 11,26€
In diesem Rahmen waren alle Vorfälle .
Wir wissen nicht mehr ob ein(ihr bisheriger) Anwalt ihr noch helfen kann bzw. Ob es noch etwas nutzt
In Allen vorherigen Prozesse ist , trotz diverser Gutachten immer zu voller Strafe gekommen.
Meinen sie ein Anwaltswechsel könnte uns helfen?

Vielen Dank in vor raus!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.10.2012 | 20:29

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Bei einem Diebstahl einer Ware im Wert von 11,26 € handet es sich um den Diebstahl einer geringwertigen Sachen im Sinne des § 248a StGB: Diebstahl und Unterschlagung geringwertiger Sachen . Diese werden nur auf Antrag oder wenn die Staatsanwaltschaft das besondere öffentliche Interesse im Sinne der Strafprozessordnung bejaht.

Dieses seht im Ermessen der Staatsanwaltschaft und wird im Fall Ihrer Mutter meiner Meinung nach mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ejaht werden.

-Meinen sie ein Anwaltswechsel könnte uns helfen?-

Sie werden verstehen, dass ich diesbezüglich keinen Rat erteilen kann. Ich weiss weder was für Gutachten mit welchem Inhalt in den bisherigen Verhandlungen gegenständlich waren noch in welcher Form der bisherige Verteidiger diese Gutachten argumentativ in seiner Verteidigungsstruktur mit eingebaut hat.

Es tut mir leid dass ich Ihnen hier nicht genauer helfen kann.

Sollten weitere Fragen wenden Sie sich vertrauensvoll an unsere Kanzlei. Die Kontaktdaten finden Sie in meinem Profil.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen ABend.

ANTWORT VON

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