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Wiederholter Ladendiebstahl - Ermittlungsverfahren Vorladung


08.02.2005 16:54 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Hallo!
Ich (18 Jahre alt) habe im Dezember letzten Jahres dummerweise zum zweiten male einen Ladendiebstahl begangen. Der Wert betrug etwa 95 Euro. Ich habe etwa 2 Wochen später einen Anhörungsbogen von der Polizei erhalten mit der Aufforderung, mich innerhalb der nächsten 14 Tage bei der örtlichen Polizeidienststelle vernehmen zu lassen. Hatte riesengroße Angst und bin dort deshalb nicht hingegeangen.
Nun habe ich heute einen Brief von der Staatsanwaltschaft erhalten mit der Vorladung zu einer Vernehmung, bei der erörtert werden soll, ob unter Umständen von einer Anklageerhebung abgesehen werden kann.
Meine Fragen:

1. Unter welchen Umständen kann von einer Anklageerhebung abgesehen werden?

2. Ist es, wenn es zu einer Hauptverhandlung kommt zwingend notwendig, dass die Jugendgerichtshilfe meine Familie und mein soziales Umfeld befragt? Das heißt, müssten beispielsweise meine Eltern von meiner Straftat/meinem Vergehen erfahren auch wenn ich das nicht will?

3. Was kann ich tun, damit das Strafmaß möglichst milde ausfällt? Es tut mir schrecklich leid was ich getan habe...

4. Wird mein Vergehen im polizeilichen Führungszeugnis vermerkt?

Vielen vielen Dank im vorraus und freundliche Grüße!

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Sehr geehrter Ratsuchender,

von der Anklageerhebung kann abgesehen werden, wenn die Schuld als gering angesehen werden kann und kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht oder wenn die Schuld nicht schwer wiegt und das öffentliche Interesse durch die Erfüllung von Auflagen entfällt.

Ob die Jugendgerichtshilfe eingebunden wird, hängt davon ab, ob bei Ihnen noch Jugendstrafrecht oder bereits das allgemeine Strafrecht angewendet wird. Findet das Jugendstrafrecht Anwendung, so ist nach § 38 JGG die Jugendgerichtshilfe zwingend einzubinden. Die Jugendgerichtshilfe ist als das Gericht beratendes Organ zu Nachforschungen verpflichtet; anders könnte sie Ihren Zweck nicht erfüllen.

Um ein mildes Strafmaß zu erreichen, sollten Sie vor allem kooperativ und geständig sein sowie Ihr Bedauern glaubwürdig bekunden. Wenn es denn zu einer Strafe kommt. Sofern Jugendstrafrecht Anwendung findet, wird nur in Ausnahmefällen eine Strafe verhängt. Grundsätzlich bleibt es bei Erziehungsmitteln.

Im Führungszeugnis tauchen grundsätzlich nur Geldstrafen von mehr als 90 Tagessätzen und Freiheitsstrafen von mehr als drei Monaten auf. Zwar steht die Sache im Bundeszentralregister oder im Erziehungsregister, bleibt aber wie gesagt aus dem Führungszeugnis heraus.

Für die Zukunft sollten Sie Ihr jetziges Bedauern und das, was auf Sie zukommt beherzigen. Mit jeder weiteren Straftaten schwinden Ihre Chancen auf ein glimpfliches Davonkommen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 08.02.2005 | 19:08

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Ich möchte aber bezüglich der Jugendgerichtshilfe noch eine Nachfrage stellen: Ist es zwingend notwendig, dass meine Familie befragt wird und somit von der Anklage erfährt oder wird auch oft nur der Angeklagte selbst befragt?
Und in welchem Falle könnte meine Schuld als gering eingestuft werden?


Nochmals vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.02.2005 | 12:32

Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst bitte ich um Entschuldigung für die abwesenheitsbedingte späte Beantwortung.

Wegen der Aufgabe der Jugendgerichtshilfe, das soziale und familiäre Umfeld zu ermitteln, reicht es natürlich nicht aus, dan Angeklagten zu befragen.

Eine geringe Schuld kann bei nicht zu schwer wiegenden Eigentumsdelikten angenommen werden. Das ist jeweils Einzelfallfrage und könnte wegen des Wertes des von Ihnen gestohlenen Gegenstandes durchaus angenommen werden könnte.

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