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Wiederholte Baumangelrüge - Gutachten?


| 28.11.2016 08:32 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Guten Morgen!

Wir haben eine Frage zum grundsätzlichen Vorgehen bei einer wiederholten Mängelrüge.

Im Herbst 2014 beauftragten wir zwei Meisterbetriebe mit der Ausführung eines Baugewerkes an unserem Haus, Baujahr 2006.
Ca. ein Vierteljahr nach Fertigstellung, im frühen Frühjahr 2015, offenbarte sich ein Mangel. Beide Handwerker besahen sich den Schaden, konnten die Ursache nicht festmachen, versuchten aber beide, nachzubessern.
Ein Jahr später, im Frühjahr 2016, trat der gleiche Mangel erneut auf. Wieder informierten wir beide Betriebe, wieder konnten beide keine Ursache feststellen – waren aber beide davon überzeugt, dass der jeweils andere schuld war. Erneut wurde nachgebessert – wobei nun ein Geselle des einen Betriebes glaubte, die Ursache in einer fehlerhaften Ausführung durch seinen Betrieb festgestellt zu haben. Dies wurde behoben. Der Meister dieses Betriebes war erbost über dieses Eingeständnis seines Mitarbeiters und behauptete nun, der ständig wieder auftretende Mangel läge an einer bereits mangelhaften Bauausführung bei der Errichtung unseres Hauses im Jahr 2006, die ihm direkt aufgefallen sei.
Beide Handwerksbetriebe verabschiedeten sich mit den Worten, wenn der Mangel erneut auftreten sollte, fühlten sie sich beide nicht mehr verantwortlich – wir müssten dann gutachterlich feststellen lassen, woher der Mangel rühre.

Nun ist der Mangel erneut aufgetreten, und wir wissen nicht, wie wir richtig vorgehen müssen.

Sollen wir

selber einen Gutachter beauftragen, um die Ursache des Mangels festzustellen, dann ggf.
den verantwortlichen Betrieb verklagen bzw.
falls die Ursache tatsächlich auf einen Mangel schon beim Bau unseres Hauses zurückzuführen ist, den Betrieb verklagen, der dies zwar festgestellt, uns aber nicht etwa vor Ausführung seines Auftrags, sondern erst nach zweimaliger Reklamation über die angeblich voraussehbaren Konsequenzen dieses alten Mangels informiert hat?
unsere Rechtschutzversicherung informieren – wird diese dann zunächst einen Gutachter beauftragen?
Uns an einen Anwalt wenden und zunächst den Betrieb verklagen, von dem wir vermuten, dass er für den Schaden verantwortlich ist? Und das dann erforderliche Gutachten abwarten?

Wie sollten wir vorgehen, was ist sinnvoll?

Danke für Ihre Hilfe.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

nach Mitteilung des Plattformbetreibers haben Sie den empfohlenen Richtpreis deutlich unterschritten und dadurch bei der Beantwortung der Frage bewusst eine sehr niedrige Variante gewählt.

Der Hinweis zur Preisfindung lautet u.a.: Wie ausführlich soll die Antwort sein? Je mehr der Anwalt ins Detail gehen soll, desto höher sollte Ihr Angebot ausfallen.

Ich darf um Beachtung beim Lesen der Antwort und Ihrer Bewertung bitten. Nun zur Antwort Ihrer Frage:



Setzen Sie sich mit der Rechtsschutzversicherung in Verbindung, schildern Sie Ihr Problem und bitten um Kostenzusage.


Mit dieser Zusage und der dann erteilten Schadennummer suchen Sie dann einen Rechtsanwalt auf, der nach Prüfung aller Unterlagen und der Gesamtumstände dann die weiteren notwendigen Schritte einleiten wird.

Hier wird es nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung auf ein selbständiges Beweisverfahren von dem Amts-/oder Landgericht (abhängig von der Schadenhöhe) hinauslaufen und ein vom Gericht beauftragter Sachverständiger wird dann Mangel, Mangelursache, Beseitigungsmaßnahmen und Kosten der Maßnahmen feststellen.


So ein Gutachten wäre dann für die Beteiligten auch in der Regel bindend, so dass sich ein Privatgutachten ansich verbietet.


Das Verfahren würde gegen den vermutlichen Hauptverantwortlichen wohl zu führen sein, wenn eine gemeinsame Schadenverursachung ausscheiden sollte. Gleichwohl wird man der anderen Firma dann den Streit verkünden müssen, falls der Sachverständige doch eine andere Schadenursache feststellen sollte.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 28.11.2016 | 09:48

Sehr geehrter Herr RA Bohle,

wir bedanken uns herzlich für Ihre Auskunft, die uns weitergeholfen hat.

Wir hatten einen niedrigeren Betrag als vorgeschlagen angesetzt, weil es uns bei unserer Anfrage ja nicht um eine tatsächliche Rechtsauskunft zum Gegenstand des eventuellen Verfahrens ging, sondern um eine einfache Auskunft zur richtigen Vorgehensweise. Diese haben wir durch Ihre Antwort auch erhalten.

Danke nochmals und freundliche Grüße!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.11.2016 | 09:52

Sehr geehrte Ratsuchende,


viel Erfolg bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Bewertung des Fragestellers 28.11.2016 | 09:52


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"Eine Frage zur richtigen Vorgehensweise wurde sehr schnell und zufriedenstellend beantwortet."
Stellungnahme vom Anwalt:
Warum Sie dann aber die Ausführlichkeit monieren, ist ein Rätsel
FRAGESTELLER 28.11.2016 4,6/5.0
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