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Wiederheirat - Unterhalt


26.10.2005 22:33 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



In Kürze habe ich Gerichtstermin im Rahmen der Abänderungsklage meiner Ex-Frau. Im Termin verzichte ich auf einen Anwalt.
Inzwischen habe ich wieder geheiratet. Meine Frau ist Ausländerin. Ihre 16 jährige Tochter geht im Heimatland in ein Internat.Meine Frau besucht zur Zeit eine Sprachschule und geht nicht zur Arbeit.

Frage: Sollte ich die Heirat dem Gericht anzeigen und dabei Punkte für die Unterhaltsberechnung eingeben ?

Frage: Wie würde sich eine Adoption der Tochter meiner zweiten Frau auf den Unterhalt auswirken ?

Frage: Welche besonders kritischen ZPO Regeln habe ich im Termin selbst zu beachten ? Kann ich Beweisanträge stellen ?

Mit freundlichen Grüssen

Joachim Peuthert

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Sehr geehrter Fragesteller,


danke für Ihre Anfrage, welche ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung gerne wie folgt beantworte:

Ob Sie sich in einem Prozeß mit doch sehr langwierigen wirtschaftlichen Folgen selbst vertreten, können nur Sie selbst entscheiden – im Zweifel würde ich davon abraten. Dies war aber nicht Ihre Frage, deshalb zu diesen:

1)

Die Neuheirat an sich ist für den Unterhaltsanspruch grundsätzlich irrelevant - soweit aus dieser nicht im Rahmen der Unterhaltsberechnung abzugsfähige Posten folgen, was ich aus Ihrem Bericht aber nicht entnehmen kann.

2)

Wenn die Tochter Ihrer zweiten Frau tatsächlich gem. den §§ 1741 ff. BGB als an Kindes statt angenommen (also nicht nur umgangssprachlich Stiefkind!) ist, dann ist dies natürlich bei Ihrer Einstufung nach der Düsseldorfer (resp. Berliner, ich sehe Ihren Wohnort aus vernünftigen Gründen des Datenschutzes erst nach der Beantwortung) Tabelle zu berücksichtigen. Denn bei einer größeren Anzahl Unterhaltsberechtigter sind Abschläge durch Einstufung in eine niedrigere Gruppe angemessen (siehe Anm.1 Abs.2 DDT).

Allerdings handelt es sich hier um eine nicht von Heute auf Morgen zu handhabendes Verfahren. Sie werden also wahrscheinlich erst NACH dem Urteil über die Abänderungsklage Ihrer Ex-Frau nach Vollzug der Adoption selbst eine solche einreichen müssen.

3)

Eine pauschales Kompendium, was hier in Sachen ZPO zu beachten ist, kann dieses Forum nicht leisten – schon weil Sie hier recht allgemein anfragen. Selbstverständlich können Sie aber Beweisanträge stellen. Im übrigen gehen die Amtsgerichte im Rahmen Ihrer gebotenen Neutralität mit sich selbst vertretenden Parteien eher „hilfreich“ um, lassen Sie also trotz Ermangelung anwaltlicher Erfahrung „nicht ins offene Messer laufen“.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung.


Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 05.11.2005 | 18:18

Vielen Dank,
ok, der Hinweis auf die Bedeutung der Sache ist ja richtig. Ich verzichte auf anwaltliche Vertretung weil man schlechter als meine Anwältin im Scheidungstermin war. gar nicht sein kann ( nur am Rande gesagt).Bin inzwischen selbst Experte für Familienrecht, allerdings wenig bewandert in der ZPO.

Also nach Ihrer Auskunft sind Adoptivkinder oder dann auch Kinder aus der neuen Ehe voll unterhaltsberechtigt !!?
Gibt es denn direkt als Folge einer Heirat überhaupt unterhaltsrelevante Tatbestände ? Welche könnten das sein ? Fallen z.B. erhöhte Krankenkassenbeiträge darunter ? Wie ist es mit Erstattungsanteilen einer Einkommenssteuererstattung die auf speziellen Ehebezogenen Aufwendungen (z.B. Ausbildungsaufwendungen ) beruhen ?

Mit freundlichen Grüssen
M.R.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.11.2005 | 18:38

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für Ihre Nachfrage:

Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich mich im Rahmen der einmaligen Nachfragefunktion (siehe Hilfe-Button) auf die Antwort beschränkte, dass ein Kind Ihrer zukünftigen Ehefrau im Falle der Adoption durch Sie genauso unterhaltsberechtigt ist wie es auch Ihre Einstufung nach der Düsseldorfer Tabelle ändern kann (siehe meine Ausgangsantwort Nr.2). Gleiches gilt erst recht, falls Sie zukünftig leibliche Kinder haben sollten.

Ihre neuen Fragen hinsichtlich der Krankenkassenbeiträge und der Steuerrechtsproblematik bitte ich, ggfsl. als neue Fragen bei den Kolleginnen und Kollegen von FEA einzureichen.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de

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