Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wiedereinstieg nach Elternzeit, was sind meine Rechte?

| 19.01.2011 21:02 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Ich habe mit meinem Arbeitgeber gesprochen um ihm zu mitzuteilen, dass ich gerne im September nach 14-monatiger Elternzeit (ich bin alleinerziehen und habe 2 Monate zusätzlich Elterngeld beantragt) wieder arbeiten möchte, allerdings nur für 30 Std. statt wie zuvor 38,5 Std.
Ich hatte noch in der Schwangerschaft mit ihm gesprochen, doch da konnte er mir keine konkrete Auskunft geben, außer, dass er nicht länger als 3 Monate im Voraus planen könne.
Ich arbeite in einem Betrieb mit nicht mehr als 8 Vollzeitkräften und ca. 4 Teilzeitkräften. Mein Arbeitgeber hat allerdings 3 Geschäfte, wobei jedes eigenständig ist, also nicht zusammen gehört, aber vorausgesetzt wird das jeder Arbeitnehmer flexibel in jedem Geschäft nach Bedarf arbeitet/aushilft.

Nun brauchte ich von ihm die Zusage, um Krippenplatz und Tagesmutter fest zu machen. Er sagte mir nun, das z.Zt. ein Arbeitnehmerüberschuß bestünde und er nicht wisse, ob und wie er mich wieder einsetzen könne.

Nun zu meiner Frage:

1.)Stimmt es, dass er mich zu den gegebenen Bedingungen nicht wieder einstellen muss?

2.)Habe ich irgendwelche Rechte, denn ich bin finanziell darauf angewiesen?

3.)Kann ich eigentlich die Elternzeit um 2 Monate verlängern (von 12 auf 14 Monate)?

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne nehme ich zu Ihrer Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt Stellung:

1.)Stimmt es, dass er mich zu den gegebenen Bedingungen nicht wieder einstellen muss?

Zunächst besteht keine Notwendigkeit, Sie wieder einzustellen, denn während des Zeitraums der Elternzeit sind Sie lediglich von der Arbeit freigestellt, d. h., das Arbeitsverhältnis besteht in dieser Zeit fort; Sie sind für diesen Zeitraum nur vorübergehend von Ihrer Arbeitspflicht entbunden, der Arbeitgeber von seiner Entgeltpflicht.

Ihr bisheriger Arbeitsvertrag gilt also auch nach der Elternzeit unverändert fort. Damit sind Sie auch nach der Elternzeit vollzeitbeschäftigt. Wenn Sie nach der Elternzeit in Teilzeit arbeiten wollen, müssen Sie den Arbeitsvertrag ändern. Das geht nur im Einvernehmen mit Ihrem Arbeitgeber.

Während der Elternzeit besteht jedenfalls grundsätzlich ein Kündigungsverbot.

2.)Habe ich irgendwelche Rechte, denn ich bin finanziell darauf angewiesen?

Einen gesetzlichen Anspruch auf Verringerung Ihrer Arbeitszeit nach der Elternzeit haben Sie nicht. Ein solcher Anspruch auf Teilzeit könnte sich nur aus § 8 TzBfG (Teilzeit- und Befristungsgesetz) ergeben. Danach hat grundsätzlich jeder Arbeitnehmer Anspruch auf eine Verringerung der Arbeitszeit, wenn er länger als 6 Monate in einem Betrieb beschäftigt ist, das Unternehmen mehr als 15 Beschäftigte hat und keine betrieblichen Gründe entgegenstehen. Ihr Arbeitgeber hat aber weniger als 15 beschäftigte Arbeitnehmer (Auszubildende werden nicht mitgezählt). Damit muss Ihnen Ihr Arbeitgeber keine Teilzeitbeschäftigung anbieten.

3.)Kann ich eigentlich die Elternzeit um 2 Monate verlängern (von 12 auf 14 Monate)?

Sie meinen sicherlich das ElternGELD, nicht die ElternZEIT. Denn der Anspruch auf Elternzeit besteht bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres des Kindes. Der Bezugszeitraum des Elterngeldes ist hingegen auf die ersten 14 Lebensmonate des Kindes begrenzt, wobei ein Elternteil mindestens für 2 Lebensmonate und höchstens für 12 Lebensmonate Elterngeld in Anspruch nehmen kann. Wenn Sie insgesamt 14 Monate in Anspruch nehmen wollen, muss der andere Elternteil also auch von der Möglichkeit des Elterngeldes für mindestens 2 Monate Gebrauch machen.

Ich hoffe, Ihnen hiermit einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben, und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Felix M. Safadi
Rechtsanwalt

_________
Allgemeine Hinweise:

Bitte erlauben Sie mir noch den obligatorischen Hinweis, dass es sich bei dieser Antwort lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des allein auf Ihren Angaben basierenden Sachverhalts handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Angaben kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Bewertung des Fragestellers 19.01.2011 | 22:53

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Sehr schnelle Antwort, danke!

"