Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wiedereinsetzung v. Steuererklärungen 1991-2001


30.05.2006 13:49 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
vor einiger Zeit wandte ich mich bereits wegen diesem Thema an Sie und bekam auch einige hilfreiche Informationen.
Möchte mich aber noch einmal an Sie wenden, da sich die Probleme zum g. Thema weiterhin zuspitzen und ich verunsichert bin.
Schilderung: Mein Lebensgefährte und ich waren im Jahr 2004 Mandanten eines Steuerberaters. Auf Grund einer Aufforderung durch das Finanzamt, da sich im Jahr 2003 eine Änderung der Steuerklasse meines Lebensgefährten von LSK 1 auf 2 ergab, wollten wir dessen Hilfe in Anspruch nehmen. Somit gaben wir die Lohnsteuererklärung 2003 in Auftrag. Da wir bis zum damaligen Zeitpunkt noch nie veranlagt wurden, waren auch noch die Lohnsteuerkarten der betreffenden Jahre in unserem Besitz. In diesem Zusammenhang und zu diesem Zeitpunkt berief sich der Steuerberater auf ein Urteil des Finanzgerichts Niedersachsen vom 10.12.2003, Az: 4 K 508/1, so daß wir, ganz besonders durch sein optimistisches Zureden und gewinnversprechende Aussichten, unsere Zustimmung für eine Wiedereinsetzung der Jahre 1991-2001, gaben. Natürlich wurden alle Anträge vom Finanzamt zurückgewiesen, da die Fristen abgelaufen waren, der Steuerberater Gründe zur Wiedereinsetzung nicht geltend gemacht hat und der bloße Verweis auf das Urteil in unserem Fall überhaupt nicht zutreffend ist und nicht ausreicht.
Wir sind beide LSK 1, sahen uns nie veranlaßt eine Steuererklärung abzugeben, da wir keinerlei Pauschalbeträge überschreiten, keine absetzbaren Kosten und ein Durchschnittseinkommen haben.
Da ein Mandatsverhältnis doch auch ein Vertrauensverhältnis ist, sehen wir uns in diesem Fall unzulänglich beraten und betrogen. Der Steuerberater muß über den Sachverhalt Bescheid gewußt habe, auch ob sich eine Wiedereinsetzung in unserem Fall lohnt oder nicht. Er hätte uns auch über das Risiko, daß die Anträge abgelehnt werden könnten, informieren müssen. In diesem Fall hätten wir nie unsere Zustimmung gegeben.
Wir sind deshalb nicht bereit die Forderungen von pro Jahr ca. 150 EUR zu zahlen. Gegen die Rechnungen, die wir erst in diesem Monat erhalten haben, legten wir Widerspruch ein.
Auch wenn der Steuerberater der Meinung ist eine Leistung erbracht zu haben, ist es doch prüfenswert auf welcher Grundlage dies geschehen ist. Somit habe ich mich an die Steuerberaterkammer gewandt, die die Angelegenheit steuerrechtlich prüft.
Einen Beratervertrag haben wir nie unterschrieben, lediglich die Vollmachten für die Anträge. Auch haben wir nie Berechnungsgrundlagen ect. für die betreffenden Jahre gesehen.
Da wir nun Mahnbescheide vom Amtsgericht erhalten haben, wogegen wir auch Widerspruch einlegen möchten, bin ich jedoch verunsichert, weil ich nicht wirklich über die Rechtslage Bescheid weiß und der Steuerberater ein streitiges Verfahren beantragt hat. Lohnt sich der Widerspruch oder sollten wir erst das Ergebnis der Prüfung durch die Steuerberaterkammer abwarten? Werde ich darüber überhaupt informiert, wie ist die Verfahrensweise der Kammer bei Streitigkeiten?
Vielen Dank für Ihre Hilfe.
MfG
Sehr geehrter Fragesteller,

Wie Sie schreiben, wurden Ihnen zwischenzeitlich bereits gerichtliche Mahnbescheide zugestellt. Wenn Sie daher Gegenansprüche gegen den Steuerberater geltend machen wollen - und nach Ihrer Sachverhaltsschilderung sind zumindest die nicht auszuschließen - sollten Sie gegen die Mahnbescheide Widerspruch einlegen. Wird gegen einen Mahnbescheid keinen Widerspruch eingelegt, kann sonst nach zwei Wochen ein Vollstreckungsbescheid erlassen werden, aus dem dann die Zwangsvollstreckung gegen Sie betrieben werden kann, und zwar unabhängig von dem Verfahren vor der Steuerberaterkammer.

Gleichzeitig sollten Sie die Steuerberaterkammer über diese Mahnbescheide in Kenntnis setzen und um eine beschleunigte Prüfung bitten, damit auf diesem Wege vielleicht doch noch ein streitiges Gerichtsverfahren vermieden werden kann.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben. Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER