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Wiedereinsatz nach längerer Krankheit am gleichen Arbeitsplatz?


11.10.2005 10:55 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ich bin als ex. Altenpflegerin seit 2002 bei meinem Arbeitgeber beschäftigt. Nun bin ich seit Nov. 2004 aufgrund einer Hüftoperation krankgeschrieben und soll Mitte November wieder zum Einsatz kommen. Vor meiner Krankheit war ich nur im Nachtdienst tätig, sprich ich hatte 8 halbe und 7 ganze Nächte. Nun hat mein Arbeitgeber vor, mich nicht mehr an meinen alten Arbeitsplatz zurückzulassen, sondern mich im Tagdienst einzusetzen. Sie begründen das, mit der Problematik, die ich mit meinem Bewegungsapparat hätte und das ich damit unkollegial gegenüber meinen anderen Kollegen wäre, da diese meine Arbeit übernehmen müßten. Jetzt muß ich dazu sagen, das mein Arzt nichts gegen den Nachtdienst einzuwenden hat. Um dem Ganzen noch eine Spitze aufzusetzen, möchte mein Arbeitgeber mich nur in Teildiensten einsetzen, da ich ja mit meinen 105 Stunden im Monat auch nur eine Teilzeitkraft wäre. Die Problematik, dies habe ich meinem AG auch erklärt, liegt daran, das ich kein Auto habe. Wir haben unser 2. Auto abgestoßen, als ich komplett in den Nachtdienst gegangen bin. Das würde jetzt für mich heißen, das ich morgens 3,5 und abends 3,5 Stunden arbeiten soll. Ich wäre auf den Bus angewiesen und somit 1,5 Stunden pro Strecke unterwegs. Zu meinen Einwänden wurde nur gesagt, wenn mir das nicht passen würde, soll te ich mich doch in meinem Einzugsgebiet eine Stelle suchen, die ich mit dem Fahrrad erreichen könnte.
Nun ist für mich die Frage, ob ich nicht ein Recht darauf habe, an meinem alten Arbeitsplatz, sprich den Nachtdienst, eingesetzt zu werden und ob diese lange Fahrzeit überhaupt angemessen ist.
Was ich noch dazu sagen muß, mein Arbeitgeber ist ein kirchöliches Altenheim mit über 140 Mitarbeitern.
Vielen Dank für Ihre Hilfe.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

nach Ihrer Darstellung haben Sie das Recht, wieder in der Nachtschicht eingesetzt zu werden.

Das sogenannte Direktionsrecht des Arbeitgebers, wonach eine Versetzung durchaus möglich wäre, kann nur dann eingreifen, wenn der Arbeitsplatz entweder gänzlich entfallen wäre (ist hier nicht der Fall) oder im Arbeitsvertrag eine entsprechende Klausel zur Versetzungsmöglichkeit ausdrücklich aufgenommen wäre. Letzteres wäre hier ggfs. noch zu prüfen.

Ohne eine solche Klausel, was ich zunächst unterstelle, hätten Sie einen Anspruch darauf, wieder im Nachtdienst eingesetzt zu werden (so auch ArG Frankfurt/Main, Urteil v. 06.03.01 Az.: 4 Ga 16/01 und LAG Frankfurt/Main, Urteil v. 28.08.03 AZ: 5 Sa Ga 1623/02).

Hier sollten Sie also nicht nachgeben. Lenkt der Arbeitgeber nicht ein, sollten Sie auf jeden Fall einen Kollegen vor Ort aufsuchen, da dann eine individuelle Beratung und Vertretung notwendig wird, die dieses Forum so nicht bieten kann (siehe Button "Hilfe").



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylivia True-Bohle
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