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Wiederbeschaffungswert KfZ nach Totalentwendung

04.12.2012 20:42 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Am 13.09.2012 wurde mein Fahrzeug gestohlen. Nach 2 Monaten habe ich nun den Bescheid der Versicherung erhalten. Der Wiederbeschaffungswert lt Gutachten wurde auf 17.647,- Euro + 3352,94 Euro Mwst festgelegt. ( Zahlung der Mwst nur wenn diese beim Kauf anfällt )

Die Ermittlung erfolgt nach DAT und der Prüfung der örtlichen Marktlage.

Nach Auskunft der BMW Niederlassung Dreieich wurde jedoch alleine schon der Händlereinkaufspreis auf 17.500,- festgelegt. Die örtliche Marktlage ( Frankfurt/Main ) würde ich als gehoben einstufen.

Wie sehen hier meine rechtlichen Möglichkeiten aus von der Versicherung eine neue Ermittlung des Wiederbeschaffungswertes zu erwirken ? Muss ich eventuelle Fristen beachten ? Können Sie ein Vorgehen empfehlen ?

Gegebenenfalls haben Sie Erfahrung für die Erfolgsaussichten eines Rechtsstreites oder einer außergerichtlichen Einigung ?

Vielen Dank

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Anfrage. Vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum dafür gedacht ist, einen ersten Eindruck zu der Rechtslage zu vermitteln. Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Teilen des Sachverhalts kann es durchaus zu einer anderen rechtlichen Beurteilung kommen.

Zunächst gelten für die Regulierung des Schadens Ihre Versicherungsbedingungen. Diese dürften sich jedoch an den Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung (AKB) orientieren, die zwar nur eine unverbindliche Empfehlung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. sind, aber in der Regel von den Versicherungen so verwendet werden.

Nach § 13 Abs. 1 AKB ersetzt der Versicherer einen Schaden bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswertes
des Fahrzeugs oder seiner Teile am Tage des
Schadens, soweit in den folgenden Absätzen nichts anderes bestimmt ist. Wiederbeschaffungswert ist der Kaufpreis, den der
Versicherungsnehmer aufwenden muss, um ein gleichwertiges gebrauchtes Fahrzeug oder gleichwertige Teile zu erwerben. Leistungsgrenze ist nach § 13 Abs. 2 AKB in allen Fällen der vom Hersteller unverbindlich empfohlene Preis am Tage des Schadens. Bei Zerstörung oder Verlust des Fahrzeugs gewährt der Versicherer gemäß § 13 Abs. 4 AKB die nach den Absätzen 1 bis 3 zu berechnende Höchstentschädigung. Bei Zerstörung oder Verlust des Fahrzeuges durch Diebstahl vermindert sich die Höchstentschädigung jedoch
um einen vereinbarten prozentualen Abschlag.

Sie müssten daher im Bescheid der Versicherung oder in Ihren Versicherungsbedingungen nachschauen, ob ein solcher prozentualer Abschlag bei Diebstahl vereinbart und dieser somit abgezogen wurde.

Sollte ein prozentualer Abschlag bei Diebstahl nicht vereinbart worden sein, sollten Sie bei Ihrem Versicherer unverzüglich Einspruch gegen den Bescheid einlegen mit dem Hinweis darauf, dass Sie ein gleichwertiges Auto nicht zu dem ermittelten Wiederbeschaffungswert erwerben können. Zudem sollten Sie auf den vom Hersteller unverbindlich empfohlenen Preis am Tage des Schadens hinweisen. Denn nach § 13 Abs. 4 AKB wäre, sofern kein prozentualer Abschlag vereinbart ist, die Höchstentschädigung zu gewähren.

Erfahrungsgemäß sind die Versicherungen in den seltensten Fällen bereit, von Ihren Berechnungen abzuweichen.

Ob ein Rechtsstreit Aussicht auf Erfolg haben könnte, kann jedoch ohne Durchsicht der Unterlagen so nicht beurteilt werden. Sie sollten sich daher zur weiteren Prüfung an einen auf Versicherungsrecht spezialisierten Anwalt vor Ort wenden.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen dennoch einen ersten Überblick über die Rechtslage geben. Sollte Ihnen noch etwas unklar sein, dürfen Sie gerne die Nachfragemöglichkeit nutzen. Wenn Sie zufrieden sind, würde ich mich über eine positive Bewertung freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Yvonne Bellmann
Rechtsanwältin


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