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Wiederaufnahme in PKV als Selbständige

28.09.2012 14:58 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Meine Mutter ist 53 und seit 4 Jahren nicht mehr Krankenversichert! Sie war vorher bei meinem Vater in der Familienvesicherung mitversichert und seit der Scheidung hat sie nun keine Krankenversicherung mehr! Meine Mutter ist selbständig und hat eine kleine Kneipe. Der Verdienst ist allerdings gering, so dass sie 600 € für eine private Krankenversicherung nicht zahlen kann. Sie wollte zurück in die Krankenversicherung doch man sagte ihr sie müsste die ganzen Beiträge nachzahlen und selbst das kann sie nicht da das insgesamt ne Summe von ca. 10000 € ist. Meine Frage ist nun ob man um die Nachzahlung irgendwie drum rum kommt und sie wieder in eine Krankenkasse aufgenommen werden kann? Mir macht das ganz schöne Sorgen, da sie immer wieder Probleme mit Ihrem Arm hat und sie in 2 Fingern ein taubes Gefühl hat! Ich möchte unbedingt das sie wieder krankenversichert ist! Ich hoffe sie können mir helfen! Danke

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer Erstberatung auf dieser Plattform gern beantworte.

Als Selbständige, die aus der Familienversicherung ausgeschieden ist, könnte Ihre Mutter grundsätzlich als freiwillig Versicherte in eine gesetzliche Krankenkasse zurückkehren.

Allerdings sind dann nach § 186 Abs. 1 SGB V die nicht gezahlten Beiträge rückwirkend seit Ausscheiden aus der Krankversicherung nachzuzahlen. Dazu kommen ggf. nach Strafgelder die zusätzlich zu der Beitragsnachzahlung zu zahlen wären.

Eine Ermäßigung oder ein Erlass der Nachzahlung dürfte hier wohl ausscheiden, da Ihre Mutter grundsätzlich die Möglichkeit hatte, sich nach dem Ausscheiden aus der Familienversicherung umgehend freiwillig krankenversichern zu lassen. Allerdings könnte Ihre Mutter nach § 76 Abs. 2 Nr. Nr. 1 SGB IV versuchen, eine Stundung der Nachzahlung zu erreichen.

Damit die Krankenkasse evtl. einer Stundung der Nachzahlung zustimmt, muss Ihre Mutter einen Stundungsantrag bei der Krankenkasse stellen und darlegen und nachweisen, dass Ihr die Nachzahlung in einer Summe nicht möglich ist. Darüber hinaus sollte gleich mit dem Stundungsantrag ein angemessenes Ratenzahlungsangebot unterbreitet werden. Die Raten wären allerdings zusätzlich zu den aktuellen Krankenkassenbeiträgen zu zahlen.

Die Krankenkasse wird den Stundungsantrag prüfen. Falls der Stundung zugestimmt wird, wird in der Regel eine Sicherheitsleistung erhoben, für den Fall, dass die Raten später doch nicht gezahlt werden sollten. Bei Bewilligung der Stundung kann sich Ihre Mutter als freiwillig Versicherte in der Krankenversicherung versichern lassen.

Alternativ besteht auch die Möglichkeit einer privaten Krankenversicherung im Basistarif. Allerdings würde auch bei einer Versicherung in der privaten Krankenversicherung eine Geldbuße für die Zeit zu zahlen, in der Ihre Mutter nicht krankenversichert war.

Im Basistarif der privaten Krankenversicherung besteht die Möglichkeit, dass die Beiträge verringert werden, sofern Ihre Mutter nachweisen kann, dass Sie die Beiträge nicht zahlen kann ohne bedürftig zu werden.

Ihre Mutter wird daher nicht verhindern können, die Beiträge nachzuzahlen.

Sofern Ihre Mutter nur sehr geringe Einnahmen hat, besteht ggf. die Möglichkeit, sogenanntes Ergänzungs-Hartz IV zu beantragen. Eventuell könnte dadurch


Ergänzung vom Anwalt 28.09.2012 | 16:09

Sofern Ihre Mutter nur sehr geringe Einnahmen hat, besteht ggf. die Möglichkeit, sogenanntes Ergänzungs-Hartz IV zu beantragen. Unter Umständen könnten damit ein Teil der laufenden Krankenkassenbeiträge abgedeckt werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierungshilfe geben.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin

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