Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wiederauflebenlassen eines früheren Bewilligungsbescheides


04.03.2005 17:44 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Sehr geehrte Frau Anwältin,
sehr geehrter Herr Anwalt,

ich war vom 29. Mai 2003 bis 14. Okt. 2003 arbeitslos.
Vom 15.Oktober 2003 bis zum 14. Okt. 2005 habe ich einen befristeten Arbeitsvertrag.

Ich hatte laut Bewilligungsbescheid einen Anspruch auf Arbeitslosengeld von 660 Kalendertagen.

Mich würde nun folgendes interessieren:

Wenn mein Arbeitsvertrag nicht zu einem unbefristeten Arbeitsvertrag geändert wird und ich wieder arbeitslos werde, habe ich dann noch Anspruch auf die nicht „verbrauchten“ Kalendertage gemäß dem Bewilligungsbescheid von 2003 und bleibt mir auch die Höhe des Arbeitslosengeldes nach diesem Bewilligungsbescheid erhalten?

Für Ihre Antwort im Voraus besten Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Eine Ratsuchende

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Im Fall einer erneuten Arbeitslosigkeit würden Sie einen vollkommen neuen Arbeitslosengeldbescheid bekommen.

Ein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht u.a. nach beitragspflichtiger Beschäftigung von mindestens 360 Kalendertagen innerhalb von 3 Jahren vor der Arbeitslosmeldung.

Die Länge des Anspruchs Zeit, für die Sie Arbeitslosengeld erhalten können, ist abhängig von Ihrem Lebensalter und davon, wie lange Sie in den letzten 7 Jahren bei der Bundesagentur für Arbeit versicherungspflichtig waren.

Noch bestehende "Rest" - Ansprüche können ggf. berücksichtigt werden.

Ab dem 1. Februar 2006 erfüllen Sie die Anwartschaftszeit nur noch dann, wenn Sie innerhalb der Rahmenfrist von zwei Jahren (statt bisher drei) mindestens ein Jahr versicherungspflichtig waren. Die Sonderregelungen für Saisonarbeitnehmer und Wehr- und Zivildienstleistende entfallen.

Restansprüche können also mit berücksichtigt werden.
Die Entscheidung liegt bei der Arbeitsagentur.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

Nachfrage vom Fragesteller 04.03.2005 | 18:38

Sehr geehrter Herr Kah,

erstmal vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Was mich immer noch interessieren würde, ist die Höhe des zukünftigen Arbeitslosengeldes.

Ich war in den letzten 23 Jahren "nur" die 4,5 Monate arbeitslos.
Ich bin 49 Jahre.

Diesen befristeten Arbeitsvertrag habe ich nur unter Druck des Arbeitsamtes und außerdem noch mit erheblichen Gehaltseinbußen unterschrieben. Wird das "neue" Arbeitslosengeld nach diesem neuen "verminderten" Gehalt der letzten 2 Jahre berechnet?

Vielen Dank nochmals.

Mit freundlichen Grüßen
Eine - immer noch - Ratsuchende

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.03.2005 | 11:13

Für Ansprüche, die ab dem 1. Januar 2005 entstehen, wird zur Bemessung nur auf Arbeitsentgelt aus versicherungspflichtigen Beschäftigungen im Bemessungszeitraum zurückgegriffen. Andere Versicherungspflichtzeiten (zum Beispiel Krankengeldbezug) wirken sich nicht mehr auf die Höhe des Arbeitslosengeldes aus. Grundsätzlich umfasst der Bemessungszeitraum die beim Ausscheiden abgerechneten Entgeltabrechnungszeiträume innerhalb eines Jahres vor Ende des letzten Versicherungspflichtverhältnisses vor Entstehung des Anspruchs. Sollten im Bemessungszeitraum weniger als 150 Tage mit Anspruch auf Arbeitsentgelt liegen, wird auf das innerhalb der letzten zwei Jahre erzielte Arbeitsentgelt zurückgegriffen. Können auch hier keine 150 Tage mit Anspruch auf Arbeitsentgelt festgestellt werden, wird das Arbeitslosengeld nach einer von vier Qualifikationsstufen fiktiv bemessen. Aus dem maßgebenden Arbeitsentgelt wird ein kalendertägliches Bemessungsentgelt ermittelt. Das verminderte Gehalt wird also leider in die Berechnung einfließen und die Arbeitsagentur hat in Ihrem Fall ihr Ziel erreicht, sie spart eine Menge Geld.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER