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Wiederaufleben von Witwenrente


| 19.04.2006 18:16 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexandros Kakridas



Mein erster Ehemann ist durch einen Arbeitsunfall ums Leben gekommen und ich bezog eine Witwenrente von der Berufsgenossenschaft und der LVA.
Ich habe wieder geheiratet. Voriges Jahr habe ich habe mich von meinem Ehemann getrennt und werde voraussichtlich dieses Jahr
geschieden.

Lebt jetzt meine Witwenrente wieder auf, wenn ich sie neu beantrage? Ich habe bei meiner Heirat eine Abfindung von 24 Monatsrenten bekommen.

Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage
des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt
beantworten will:

Die Hinterbliebenenrente soll den Unterhaltsverlust bei Tod des Ehegatten / des Lebenspartners (auch eines früheren) oder eines Elternteils ausgleichen und die wirtschaftliche Existenz sichern helfen, § 46 SGB VI

Ein einmaliges Wiederaufleben ihrer Witwenrente ist möglich, sofern sie die gleichen Voraussetzungen erfüllen, wie zu Beginn des erstmaligen Witwenrentenbezuges ( von dem Vorliegen ist auszugehen).

Hierzu müssen Sie erneut einen Antrag stellen.

Sobald Ihre neue Ehe endet (z. B. durch Scheidung), kann die Rente Ihnen wieder gezahlt werden, s.a § 46 III SGB VI. Allerdings sind Renten- und Versorgungsansprüche, die aus der letzten Ehe entstanden sind, auf diese "Wiederauflebensrente" anzurechnen.

Sollten Sie aber nochmalig heiraten entfällt diese Rente endgültig. Sie kann dann auch nicht mehr wieder aufleben.

Kein Wiederaufleben besteht bei betrieblichen Hinterbliebenversorgungen

Bezüglich Ihrer Abfindung und der Witwenrente gilt § 80 III SGB VII wie folgt :

Wurde bei der Wiederheirat eine Rentenabfindung gezahlt und besteht nach Auflösung oder Nichtigerklärung der erneuten Ehe Anspruch auf Witwenrente oder Witwerrente nach dem vorletzten Ehegatten, wird für jeden Kalendermonat, der auf die Zeit nach Auflösung oder Nichtigerklärung der erneuten Ehe bis zum Ablauf des 24. Kalendermonats nach Ablauf des Monats der Wiederheirat entfällt, von dieser Rente ein Vierundzwanzigstel der Rentenabfindung in angemessenen Teilbeträgen einbehalten. Bei verspäteter Antragstellung mindert sich die einzubehaltende Rentenabfindung um den Betrag, der den Berechtigten bei frühestmöglicher Antragstellung an Witwenrente oder Witwerrente nach dem vorletzten Ehegatten zugestanden hätte.


Das heißt Sie haben Anspruch auf die Witwenrente bei rechtzeitiger Antragstellung allerdings wird ein entsprechender Teilbetrag ( vierundzwanzigstel der Rentenabfindung) hiervon abgezogen.

Ich hoffe Ihnen mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben.
Im Rahmen der Nachfragefunktion und der weiteren Vertretung
stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.


Alexander Kakridas
- Rechtsanwalt -

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