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Wieder zurück ins Grundbuch

| 15.03.2017 11:22 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Winkler


Zusammenfassung: Bei einer gemischten Schenkung kann bei dem selben Erwerbsvorgang auf den geschenkten Anteil Schenkungssteuer anfallen, auf den verkauften Anteil an der Immobilie dagegen Grunderwerbsteuer.

Ich möchte wieder zurück ins Grundbuch der DHH meiner EX,
bin seit 15 Jahren geschieden.

Wert der DHH zur Zeit 500.000,00 €
Möchte mit 1/2 Anteil wieder in das Grundbuch.
Zahle ihr 150.000,00 €.
Sie hat noch Bankschulden von 175.000,00 €, Bindung bis 2025.

Wie hoch sind die Notargebühren?
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer, Bayern 3,5%?
Wie hoch ist die Gebühr für das Grundbuchamt?
Fällt etwa eine Schenkungssteuer an, trotz Gegenleistung( 1/2 Anteil an mich)?

Ich ziehe dann in die erste abgetrennte Etage.

Freundl. Grüße
F.S.

Sehr geehrter Fragesteller,

Lassen Sie mich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Wie hoch sind die Notargebühren?

Bei einem einfachen Grundstückskaufvertrag (bzw. einer gemischten Schenkung, mehr dazu unten) ohne Besonderheiten und ohne Nutzung des Notaranderkontos werden die Notargebühren knapp über 1.900 € betragen, unter Umständen geringfügig mehr. Das hängt vor allem an den Auslagen, die nicht genau vorherzusehen sind.


Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer, Bayern 3,5%?

Die Grunderwerbsteuer beträgt in Bayern 3,5 %. Normalerweise ist dabei der Grundstückswert Berechnungsgrundlage soweit dieser den Wert der Gegenleistung übersteigt. Hier haben wir allerdings nach Ihren Angaben einen Grundstückswert von 250.000 € sowie eine Gegenleistung in Höhe von 150.000 €. In dem Falle würde das Finanzamt wohl von einer sogenannten gemischten Schenkung ausgehen, also sinngemäß 150.000 € gekauft und weitere 100.000 € verschenkt. Grunderwerbsteuer würde also in Höhe von 3,5 % auf die 150.000 € anfallen, das ergibt 5.250 €. Zusätzlich entsteht aber in der Variante noch Schenkungssteuer.


Wie hoch ist die Gebühr für das Grundbuchamt?

Bei einem Wert von 250.000 € entstehen für Auflassungsvormerkung und Grundbucheintrag Gebühren in Höhe von 802,50 €.


Fällt etwa eine Schenkungssteuer an, trotz Gegenleistung( 1/2 Anteil an mich)?

Bei einer Immobilienschenkung im Wert von 100.000 € fällt für Sie als geschiedener Ehegatte grundsätzlich eine Schenkungssteuer in Höhe von 13.750 € an. Zu vermeiden wäre dies zum Beispiel, indem Sie sich im Verhältnis zu Ihrer Ex zur anteiligen Rückzahlung des Kredits verpflichten.

Unabhängig davon ist die Vermögensauseinandersetzung bei einer Scheidung Grunderwerbsteuer frei. Allerdings dürfte Ihr Fall nicht mehr darunter fallen, zum einen wegen der langen Zeitdauer seit der Schenkung, zum Anderen wollen Sie ja wieder zurück ins Grundbuch. Es wird also schon einmal eine steuerfreie Auseinandersetzung gegeben haben.


Vor allem wegen des Einsparpotenzials bei der Schenkungssteuer würde ich an Ihrer Stelle mit dem Vertragsentwurf vorab noch einmal zum Steuerberater gehen. Der kann Ihnen abgestimmt auf Ihre konkrete Situation sehr wahrscheinlich Einsparpotenziale zeigen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 18.03.2017 | 01:32

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt, vielen Dank für die Feststellung,

wenn ich z. B. nach 17 Jahren meine Exfrau wieder heirate, ist dann die
Schenkungssteuer durch den hohen Freibetrag steuerlich nicht mehr
relevant, oder gibt es da auch wieder steuergesetzliche Feinheiten.

Angenommen Wiederverehelichung Febr. 2018, wieder Zu 50% ins Grundbuch 06.2018.

Mit freundlichen Grüßen
F.S.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.03.2017 | 10:51

Sehr geehrter Fragesteller,

Zu Ihrer Nachfrage Folgendes:

Wenn Sie Ihre Exfrau wieder heiraten, dann haben Sie einen Freibetrag von 500.000 € bei der Schenkungssteuer. Deswegen wäre dann die Schenkungssteuer nicht mehr relevant, da haben Sie Recht. Das würde also funktionieren.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende,

Lars Winkler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 18.03.2017 | 00:33

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 18.03.2017 4,8/5,0
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