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Wie wird der Unterhalt für die Kinder berechnet?

| 25.08.2009 11:47 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Zu den Fakten:
1. Das Paar lebt seit 6 Jahren zusammen, sprich: bezieht eine Mietwohnung, ist nicht verheiratet und hat ein gemeinsames Kind .
2. Das gemeinsame Kind wurde im November 2007 geboren. Die Mutter ist aktuell mit dem zweiten Kind schwanger, welches im Oktober 2009 geboren wird.
3. Beide sind erwerbstätig: 1. Der Mann in Vollzeit. Verdienst: ~4.000 € netto. 2. Die Frau in Teilzeit. Verdienst: ~1.700 € netto. Vor der Geburt des ersten Kindes war die Mutter in Vollzeit tätig. Verdienst: ~1.900 €.
4. Die Mutter beabsichtigt nach der Geburt des zweiten Kindes für zwei Jahre in Elternzeit zu gehen. Dies wurde gemeinschaftlich als Paar entschieden. Die Mutter wird in dieser Zeit voraussichtlich ~500 € Elterngeld pro Monat erhalten.
5. Im Anschluss an die Elternzeit wird die Mutter voraussichtlich wieder in Teilzeit ihren Beruf aufnehmen. Verdienst: ~1.700 € netto.
6. Das Paar hat sich vor Kurzem getrennt, lebt aber noch zusammen in der gemeinsamen Wohnung. Demnächst wird die Wohnung aufgelöst und jeder bezieht eine eigene Wohnung

Zu den Fragen:
1. Mit welchem Unterhalt für die zwei Kinder kann die Mutter vom Vater rechnen?
2. Wie wird der Unterhalt für die Kinder berechnet? Aus verschiedenen Quellen ergeben sich unterschiedliche Werte, die verwirrend sind.
3. Welchen Unterhaltsanspruch hat die Mutter gegenüber dem Vater der Kinder?
3.1. während der Elternzeit
3.2. beim Wiedereinstieg in den Beruf nach den zwei Jahren Elternzeit. Einstieg in Teilzeit – Verdienst: 1.700 € netto.
4. Wo kann der Unterhaltsanspruch offiziell festgestellt und beurkundet werden?
25.08.2009 | 12:43

Antwort

von


(416)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
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Sehr geehrte Ratsuchende!

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung des von Ihnen gewählten Einsatzes in der gebotenen Kürze wie folgt beantworten möchte.

1. Mit welchem Kindesunterhalt vom Vater kann die Mutter rechnen?
Nach der Düsseldorfer Tabelle wäre hier zunächst anhand des von Ihnen genannten Nettoeinkommens des Vaters von einem Unterhalt von ca. 405 € pro Kind auszugehen.
Dies müßte aber anhand weiterer Unterlagen bzgl. etwaiger Abzugsposten noch genauer berechnet werden.

2. Wie wird der Kindesunterhalt berechnet?
Grds. wird der Kindesunterhalt von demjenigen zu zahlen sein, bei dem das Kind nicht lebt.
Derjenige Unterhaltsverpflichtete, bei dem das Kind lebt, kommt seinen Unterhaltspflichten schon durch Betreuung des Kindes nach.

Hier ist der Vater als Unterhaltsschuldner gegenüber minderjährigen unverheirateten Kindern erweitert unterhaltspflichtig.
Das bedeutet, dass sich der Selbstbehalt für den erwerbstätigen Unterhaltsschuldner gegenüber den minderjährigen Kindern auf 900 € beläuft und der Unterhaltsschuldner dazu verpflichtet ist, alle geeigneten Mittel einzusetzen, um zumindest den Mindestunterhalt, etwa auch durch Nebenverdienst, zu sichern.
Der Kindesunterhalt orientiert sich an den Beträgen der Düsseldorfer Tabelle, die vom bereinigten Nettoeinkommen des Pflichtigen ausgeht.
Auf den danach zu zahlenden Untrhalt ist das hälftige Kindergeld anzurechnen.
Hinzu kommen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Diese sind in den Beträgen der Düsseldorfer Tabelle nicht enthalten.

3. Unterhaltsanspruch der Mutter gegenüber dem Vater der Kinder bei Nichtverheirateten?
Während der Elternzeit hat die Mutter zunächst einen Anspruch auf Zahlung von Betreuungsunterhalt gem. § 1615 l Abs. 1 S. 2 BGB gegenüber dem Vater der Kinder.
Dieser Anspruch beginnt frühestens vier Monate vor der Geburt und endet grds. drei Jahre nach der Geburt des nichtehelichen Kindes.
Die Höhe des Betreuungsunterhalts richtet sich nach dem Lebensstandard des Unterhaltsberechtigten, maßgeblich hierfür ist das letzte Erwerbseinkommen.

Die Voraussetzungen für den Betreuungsunterhalt ist die Bedürftigkeit des betreuenden Elternteils und die Leistungsfähigkeit des anderen Elternteils.

Bei Wiedereinstieg in den Beruf vor Ablauf der Elternzeit wird das von der Mutter erzielte Einkommen als überobligatorisch bewertet, d. h. die Mutter müßte noch nicht wieder arbeiten.
Die Berechnung des dann zu zahlenden Unterhaltes hängt vom Einzelfall ab. Jedenfalls wird in der Regel nicht das komplette Erwerbseinkommen der Mutter auf den Unterhaltsanspruch angerechnet.

4. Die Unterhaltsansprüche können z. B. vom Jugendamt in einer Urkunde beurkundet werden.
Wird keine Einigung erzielt, bliebe der Weg über das Verfahren beim Familiengericht.

Ich möchte Ihnen empfehlen, einen Kollegen nochmals mit der ausführlichen Beratung zu betrauen. Hier kann dann anhand von weiteren vorzulegenden Unterlagen sicher eine noch genauere Berechnung der einzelnen Ansprüche erfolgen.


Rechtsanwältin Wibke Türk

Bewertung des Fragestellers 21.09.2009 | 10:23

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