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Wie wird der Nachlass beim Tod des ersten Ehegatten berechnet?

| 09.10.2010 21:10 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Guten Tag,

folgendes Problem:

Frau A ist ohne Testament gestorben, so dass die gesetzliche Erbfolge greift. Sie hinterlässt ihren Mann und zwei Töchter. Der Mann erbt 1/2, die Kinder jeweils 1/4.

Bei der Ehe kann von einer Zugewinngemeinschaft ausgegangen werden. Frau A hat sich um Haus und Kinder gekümmert, ihr Mann war der Ernährer. Es hat das gemeinsame Vermögen verwaltet und Teile des Geldes auf ihren Namen angelegt:
1. Das Haus in dem beide leb(t)en ist auf Frau A eingetragen
2. Es existieren mehrere Konten und Depots, zum Teil im Ausland, die ebenfalls auf Frau A laufen

Frage: wie wird nun der Nachlass von Frau A berechnet? Ist es einfach die Hälfte des gemeinsamen Vermögens oder spielt es eine Rolle, wer Kontoinhaber bzw. im Grundbuch eingetragen ist?

Vielen Dank....

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in)

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes wie folgt:

Hinsichtlich der Berechnung des Nachlasses ist nur das eigene Vermögen der Verstorbenen zugrunde zu legen. Das Vermögen des überlebenden Ehegatten ist hiervon auszuklammern, so dass eine pauschalisierte hälftige Teilung des Vermögens ausscheidet. Im Hinblick auf den Nachlassinhalt kommt es demnach auf die genauen Eigentumsverhältnisse an.
Sofern die Ehegatten im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben, kommt es nicht zu einer Zusammenziehung der Vermögensmassen. Jeder Ehegatte verfügt auch nach der Heirat selbständig über sein eigenes Vermögen. Im Falles des ehelichen Erwerbes von Gegenständen, erlangen nicht generell beide Ehegatten Eigentum daran, vielmehr kommt auf den konkreten Erwerbsvorgang an.
Für den von Ihnen geschilderten Fall von bestehenden Bankkonten ist entscheidend darauf abzustellen wer Kontoinhaber ist. War die Verstorbene alleiniger Kontoinhaberin, so ist das Kontoguthaben vollständiger Bestandteil des Nachlasses.
Im Rahmen von Immobilien und Grundstücken die Eigentumsverhältnisse anhand des Grundbuchauszuges erkennbar. War die Verstorbene Alleineigentümerin, dann fällt die Immobilie vollständig in den Nachlass. Hatten die Ehegatten jeweils hälftiges Miteigentum an der Immobilie, so fällt in den Nachlass des Verstorbenen nur dessen Miteigentumsanteil in Höhe von 1/2.
Zusammenfassend bedeutet dies für den von Ihnen geschilderten Fall, dass sowohl die Immobilie, in dessen Grundbuch die Verstorbene als Eigentümerin eingetragen ist, als auch die Depots und Konten, die die Verstorbene als Inhaberin ausweisen vollständig in den Nachlass fallen. Im Rahmen der gesetzlichen Erbfolge erbt nun der Ehegatte ½ und die Abkömmlinge je ¼, § 1931 Abs. 1, 3 iVm § 1371 Abs. 1 BGB.


Ich darf Sie abschließend darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es wird ausschließlich das Ziel verfolgt, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres geschilderten Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen im Rahmen Ihrer Sachverhaltsschilderung kann eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und meine Ausführungen helfen Ihnen weiter. Sie können sich gern im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir in Verbindung setzen. Ferner möchte ich Sie höflichst bitten das Bewertungsportal in Anspruch zu nehmen.

mit freundlichen Grüßen




Dirk Dreger
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 09.10.2010 | 21:52

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