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Wie viel müssen meine Eltern an mich zahlen (oder müssen Sie überhaupt)?


13.05.2006 17:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe 2005 das Abitur gemacht,bin 20 Jahre alt und derzeit noch Zivi (bis Ende Mai) und habe danach kein eigenes Einkommen mehr.Ich habe noch eine Schwester, sie studiert und wohnt kostenfrei zuhause. Ich wohne seit 11 Monaten bei meiner Freundin, im Haus ihrer Eltern (kostenlos, sprich ich muss keine Miete zahlen), da ich mit meinen Eltern einen großen Konflikt habe. Meine Eltern zahlen mir seit Dezember 05 nichteinmal mehr das Taschengeld (80Euro) (d.h. ich bekomme keinerlei finanzielle Unterstützung meiner Eltern, ich zahle mein Essen, Klamotten etc. alles selbst von meinem Zivi-Lohn).
Ich bin momentan intensiv auf der Suche nach einem geeigneten Studiengang oder Ausbildung und absolviere Praktika. Deshalb habe ich keine Zeit für einen 400 Euro Job o.Ä.
Ich möchte auf keinen Fall wieder nach Hause ziehen.
Mein Vater ist Beamter, Besoldungsstufe A13, d.h. Nettogehalt ca. 4500 Euro. Meine Mutter verdient ca. 400 Euro monatlich. Ich habe meine Eltern das letzte Jahr keinen Cent gekostet! Ich habe die letzten Monate auf deren finanzielle Unterstützung verzichtet (bzw. ich habe keine erhalten), aber das geht nun nicht mehr. Ab Juni bekommen meine Eltern wieder Kindergeld.

Meine Fragen:
1. Wie viel müssen meine Eltern an mich zahlen (oder müssen Sie überhaupt)?
Wie wird das Zahlungsverhältnis arrangiert, wie gehe ich jetzt vor?
2. Muss ich mir eine eigene Wohnung nehmen, um Anspruch auf Unterhalt zu haben? Bekomme ich weniger Geld, wenn ich mietfrei bei meiner Freundin wohne?
3. Angenommen ich hätte einen Nebenjob, würde das mit den Unterhaltszahlungen meiner Eltern verrechnet?
4. Muss ich mich in der Zeit nach dem Zivi Arbeitslosmelden? Was hätte dies für Vor-/Nachteile?
5. Muss ich mich ummelden, sodass ich bei meiner Freundin registriert bin?

Vielen Dank für ihre Hilfe

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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Fragen möchte ich Ihnen folgende Übersicht über die Rechtslage geben:

Ihre Eltern sind Ihnen auch über den 18. Geburtstag hinaus unterhaltspflichtig. Insbesondere sind Ihre Eltern verpflichtet, Ihren Lebensunterhalt während eines Studiums oder einer Ausbildung sicherzustellen. Sollten Sie nach Abschluss Ihres Zivildienstes und einigen Monaten der Orientierung weder ein Studium noch eine Ausbildung aufnehmen, dann können Ihre Eltern allerdings eventuell Unterhaltszahlungen verweigern, wenn Sie die Nichtaufnahme des Studiums oder der Ausbildung zu vertreten haben.

Nach der Düsseldorfer Tabelle ist Ihr monatlicher Bedarf, den Sie gegenüber den Eltern geltend machen können, in der Regel mit 640 EUR anzusetzen. Da Ihre Eltern offensichtlich in sehr guten finanziellen Verhältnissen leben, dürfte dieser Betrag in Ihrem Fall eher höher ausfallen. Der Umstand, dass Sie mietfrei bei Ihrer Freundin wohnen, wird aber ebenfalls zu berücksichtigen sein. Letztlich ist die Höhe eines Unterhaltsanspruchs immer von den genauen Umständen des Einzelfalles und nicht zuletzt auch vom Verhandlungsgeschick abhängig. Sie sollten daher dringend einen Rechtsanwalt vor Ort beiziehen, der gegenüber Ihren Eltern in Ihrem Namen Unterhaltsansprüche geltend machen soll. Ohne Rechtsanwalt werden Sie in Ihrer Fallkonstellation nicht weit kommen.

Einkommen, das Sie selbst erzielen, ist grundsätzlich immer auf Ihren Unterhaltsanspruch anzurechnen. Nur wenn Sie Student sind, dürfen Sie erwarten, dass Einkünfte aus einem Nebenjob anrechnungsfrei bleiben, da Sie als Student nicht verpflichtet sind, in irgendeiner Form Geld zu verdienen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen ausreichend Hintergrundinformationen liefern. Eine Arbeitslosmeldung und die Anmeldung Ihres Wohnsitzes bei Ihrer Freundin sollten Sie auf jeden Fall vornehmen, um klare Verhältnisse zu schaffen. Im Grundsatz würde sich jedoch hinsichtlich des Unterhaltsanspruchs nichts ändern.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
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