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Wie viel Unterhalt muss ich meiner Exfrau zahlen?


17.09.2007 16:34 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich bin geschieden und habe eine 13 jährige Tochter die bei meiner Ex Frau im Haushalt lebt. Ich bin seit einem Jahr wieder verheiratet. Mein Nettoeinkommen beträgt 2880 Euro im Monat und ich habe keine Abzugsfähigen Schulden für die Unterhaltsberechnung.
Bitte berechnen sie mir den Unterhaltsanspruch meiner Frau abzüglich des hälftigen Kindergeldes das meine Frau für meine Tochter bekommt.

im Vorraus schon vielen Dank

-- Einsatz geändert am 18.09.2007 10:19:02

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, wie folgt:

Bei der Berechnung lege ich zugrunde, dass es sich bei dem Einkommen um das bereinigte Nettoeinkommen handelt und Ihre Exfrau selbst kein Einkommen hat.

Hiernach beläuft sich der zu zahlende Kindesunterhalt nach Abzug des anteiligen Unterhalts auf 384 €. Dies ergibt sich aus der Düsseldorfer Tabelle, die für ein 13 Jahre altes Kind einen Unterhaltsanspruch in Höhe von 461 € vorsieht. Die erforderliche Hochstufung wird aufgrund der späteren Unterschreitung des Bedarfkontrollbetrages zurückgenommen, sodass es bei Stufe 9 bleibt. Von dem ermittelten Betrag ist dann noch das hälftige Kindergeld in Abzug zu bringen. Somit ergibt sich ein Anspruch auf 384 €.

Der nacheheliche Unterhaltsanspruch Ihrer Ehefrau beträgt 1037 €. Hier ist das eheprägende Einkommen mit 2880 € anzusetzen, abzüglich des prägenden Kindesunterhalts von 461 € verbleiben noch 2419 €. Nach Abzug des so genannten Erwerbstätigenbonus von 1/7 verbleibt ein zu teilenden Einkommen von 2073 €. Diese sind gleichmäßig auf die Ehegatten zu verteilen, sodass sich ein Unterhaltsanspruch Ihrer Exfrau von 1037 € ergibt.

Bitte beachten Sie, dass eine abschließende Berechnung im Rahmen dieses Forums nicht geleistet werden kann. Hierzu müsste das unterhaltsrelevante bereinigte Nettoeinkommen exakt berechnet werden. Dieses entspricht in den meisten Fällen nicht dem Nettogehalt, das auf der Lohnabrechnung ausgewiesen wird. Daher sollten Sie unbedingt einen Anwalt aufsuchen und eine konkrete Unterhaltsberechnung durchführen lassen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

Nachfrage vom Fragesteller 18.09.2007 | 11:17

Sehr geehrter Herr Tuillier,

vielen Dank für Ihre Ausführungen. Meine Ex-Frau hat ein eigenes Einkommen, das so ca. in meinem Bereich liegt (3000 Euro). Hat diese Tatsache Auswirkung auf den von Ihnen ungefähr brechneten Unterhaltsanspruch.

Vielen Dank für Ihre Mühe

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.09.2007 | 11:45

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Für den Fall, dass Ihre Exfrau selbst Einkommen in Höhe von 3000 € hat, kann sie grundsätzlich Ihren Bedarf selbst decken. Daher bestünde hier kein Anspruch auf Unterhalt. Allerdings wäre zu prüfen, ob das Einkommen auch tatsächlich in vollem Umfang anzurechnen ist. Anzurechnen ist grundsätzlich nur Einkommen, das aus einer zumutbaren Beschäftigung erzielt wird. Darüber hinaus erzieltes Einkommen wird regelmäßig nicht angerechnet. Ob hier solches Einkommen vorliegt ist vom jeweiligen Einzelfall abhängig und nicht aus der Ferne abschließend zu beurteilen. Jedoch spricht hier vieles dafür, dass kein Unterhalt zu zahlen ist.

Anders liegt der Fall auch im Rahmen des Kindesunterhalts. Durch den Wegfall der Unterhaltspflicht Ihrer Exfrau gegenüber wird der Bedarfskontrollbetrag nicht unterschritten. Somit bleibt es bei der Hochstufung von Stufe 9 in Stufe 10. Somit beläuft sich der Tabellenbetrag auf 490 €. Nach Abzug des anteiligen Kindergeldes verbleibt ein zu zahlender Betrag von 413 €.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

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