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Wie viel Unterhalt kann meine Frau verlangen bei mit einzurechnenden Kreditschulden?


20.12.2004 18:38 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Mann seit 8 Jahren verheiratet, 1Kind(7Jahre)
Frau möchte nun die Trennung aufgrund eines neuen Partners der Frau,wieviel Unterhalt kann Sie insgesamt verlangen bei einer dann von Ihr angemieteten Wohnung?
Gehalt des Mannes netto 1700,-
Gehalt der Frau netto 550,-
Noch verbleibende Kreditschulden aus der Ehe mtl. 700,-Euro
von beiden Ehepartnern beantragten Kredit
Weiterhin gibt es ein in die Ehe von der Frau mitgebrachtes Kind(9Jahre) Muss hier der Ehemann auch Unterhalt bezahlen?
Wie sieht es mit Hypothekenabzahlungen für von beiden erworbenen Hauses aus,wenn der Ehemann in diesem Haus weiter die Abzahlung leisten muss?

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Sehr geehrter Rechtssuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihre Ehefrau hat Anspruch auf Trennungsunterhalt. Die ist der Unterhalt, der vom Zeitpunkt der Trennung bis zur Rechtskraft der Scheidung gezahlt wird. Danach wird der sog. nacheheliche Unterhalt gezahlt. Der laufende Unterhalt ist durch Zahlung einer Geldrente zu gewähren, vgl. § 1361 BGB.

Voraussetzung für die Zahlung von Unterhalt ist, dass die Eheleute tatsächlich getrennt leben und die Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen besteht. Hierzu ist eine genaue Berechnung des berücksichtigungsfähigen Einklommes unter Herausrechnung aller abzugsfähigen Ausgaben erforderlich. Hierzu empfehle ich Ihnen schon jetzt einen Anwalt aufzusuchen, damit dieser prüfen kann, ob sie überhaupt zu Unterhaltszahlungen herangezogen werden können. Allein durch die mit der Trennung verbundene Änderung der Steuerklasse kann sich die Höhe der

Wenn Sie zur Zahlung von Trennungsunterhalt herangezogen werden können, beträgt die Höhe des Trennungsunterhalts 3/7 des berücksichtigungsfähigen Einkommens. Für die Berechnung ist dabei von Ihrem derzeitigen Einkommen auszugehen.

Ihre Schulden durch den noch in der Ehezeit aufgenommen Kredit sind ebenfall auf die Höhe des Unterhalts anrechenbar und können die Höhe des Unterhaltes erheblich reduzieren.

Wenn das Haus im Alleineigentum eines der Ehegatten steht, können bis zur Scheidung die Kreditraten ebenfalls vom Einkommen abgezogen werden, wenn es sich um ihre frühere Ehewohnung handelt.

Nach der Scheidung können keine Kreditzahlungen mehr geltend gemacht werden.

Wenn Sie und Ihre Frau Miteigentümer sind, ändert das grundsätzlich nichts an der soeben dargestellten Regelung. Hatte während der Ehe der alleinverdienende Ehegatte die Belastungen allein getragen, so gilt dies nach der Trennung weiterhin bis zur Scheidung. Wohnt nach der Trennung ein Ehegatte allein in dem Haus, so muss er dem anderen Ehegatten grundsätzlich eine angemessene Miete bzgl. dessen Hälfte bezahlen.

Wenn Sie zur Zahlung von Trennungsunterhalt herangezogen werden können, beträgt die Höhe des Trennungsunterhalts 3/7 des berücksichtigungsfähigen Einkommens. Für die Berechnung ist dabei von Ihrem derzeitigen Einkommen auszugehen.

Ihre Inanspruchnahme auf Trennungsunterhalt kann in entsprechender Anwendung des § 1579 Nr. 7 BGB jedoch u.U. unzumutbar sein, wenn ihre unterhaltsberechtigte Frau eine länger dauernde Beziehung zu dem anderen Partner eingeht und diese sich in einem solchen Maße verfestigt, daß sie als eheähnlich anzusehen ist, vgl. BGH, Urt. v. vom 20.03.2002, Az.: XII ZR 159/00.

Ihre Schulden durch den noch in der Ehezeit aufgenommen Kredit sind selbstverständlich auf die Höhe des Unterhalts anrechenbar.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver R. Klein
Rechtsanwalt
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