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Wie viel Trennungsunterhalt?

06.06.2009 14:31 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Ehe ist nach nur 3 Monaten gescheitert. Ich möchte mich von meiner Frau
trennen und nach einem Jahr dann scheiden lassen. Wie hoch wird der Trennungsunter-
halt gegenüber meiner Frau sein. Ich verdiene ca. 1600 € netto(davon gehen Verbindlichkeiten in Höhe von ca. 600 € weg) und meine Frau ca.
800 € netto.
Meine Frau ist 42 Jahre alt und ich 44 Jahre. Meine Frau muss noch einem Kind aus erster Ehe Unterhalt bezahlen(295 €).
Ehegattenunterhalt nach einem Jahr werde ich aufgrund der kurzen Dauer der Ehe wohl nicht bezahlen müssen ?
Besten Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Sollten die genannten Verbindlichkeiten Schulden (Kredite usw.) sein und waren diese in der Ehe bereits vorhanden, so müssen Sie keinen Unterhalte an Ihre Frau zahlen. Denn der Selbstbehalt beträgt 1.000,00 € und wäre sonst nicht gewahrt.

Sollte dies nicht der Fall sein, so ist das Nettoeinkommen zu bereinigen gem. den Unterhaltsleitlinien (http://www.olg-stuttgart.de/servlet/PB/show/1215802/SuedL_2008.pdf) , d.h. es muss bei beiden Ehegatten das Einkommen bereinigt werden. Bei Ihrer Frau muss der Kindesunterhalte abgesetzt werden, evtl. berufsbedingte Aufwendungen (Fahrtkosten usw.), Schulden etc. und von Ihrem Einkommen ebenso. Danach erfolgt die Berechnung

Bedarfsberechnung:
½ (6/7 x bereinigtes Nettoeinkommen Mann + 6/7 x bereinigtes Nettoeinkommen Frau)

Bedürftigkeit/Unterhaltszahlung:
Ermittelter Bedarf – 6/7 x bereinigtes Nettoeinkommen Frau

Nach Abzug der Unterhaltszahlung muss Ihnen aber in jedem Fall der Betrag von 1.000,00 € bleiben, ansonsten ist der Unterhalt entsprechend zu kürzen.

Nach ehelicher Unterhalt ist vorliegend gem. § 1579 Ziff. 1 BGB ausgeschlossen, es sei denn Sie haben gemeinsam mit Ihrer Frau minderjährige Kinder.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel. für Rechtsberatung: 0 90 01277 59 1 (2,59 €/Min., Mobilfunk kann abweichen)
Tel.: 0351 2699394
Fax: 0351 2699395
E-Mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de
www.scheidung-deutschlandweit.de






Nachfrage vom Fragesteller 06.06.2009 | 15:21

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,
der von meiner Frau zu zahlende Kindesunterhalt wird erst noch zu stande kommen.Es beteht noch kein Urteil und kein Titel. Somit wäre dieser erst in der Ehezeit dazugekommen. Zählt das dann genauso wie bei Schulden ? Der Kindesunterhalt wird erst dazukommen während der Ehe. Besten Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.06.2009 | 15:27

Es zählt nur das, was während des Zusammenlebens bereits gezahlt wurde.Was nach der Trennung erfolgt ist unbeachtliche.

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