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Wie viel Anspruch auf Urlaub habe ich nach Kündigung in der Probezeit?

15.08.2012 18:24 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Hallo,

mein unbefristeter Arbeitsvertrag (5 Tage die Woche) läuft seit dem 15.03.2012 und mir wurde zum 30.09.12 innerhalb der Probezeit fristgemäß gekündigt.

In meinem AV steht zu Urlaub folgendes:
der Urlaubsanspruch richtet sich nach dem Manteltarifvertrag für die chemische Industrie. Er beträgt z. Zt. 30 AT im Kalenderjahr.

Unter dem Punkt Kündigung steht im AV über Urlaub nur, dass der AG berechtigt ist, mich widerruflich oder unwiderruflich freizustellen. Bei einer unwiderruflichen Freistellung sind offene Urlaubsansprüche und Freizeitansprüche erfüllt. Im Falle der widerruflichen Freistellung ist der AN verpflichtet, offene Urlaubs,- oder Freizeitansprüche rechtzeitig vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Natur zu nehmen.

Über eine widerrufliche oder unwiderrufliche Freistellung steht in der Kündigung nichts.
Ich gehe daher davon aus, dass ich bis zum 30.09.12 dort erscheinen muss.

Am 15.09.12 (Sa.) habe ich die Wartezeit erfüllt, wie viele Urlaubstage muss mir mein AG noch gewähren ? 11 UT habe ich schon nehmen dürfen.

Wenn es 30 Tage sein sollten, da ich in der 2.Kalenderhälfte gekündigt wurde, wären es noch 19 UT. Ist das richtig oder habe ich andere Antworten hier auf dem Portal falsch interpretiert ?

Ich kann dann aber rechnerisch ab Mo. den 17.09.12 nur noch 10 Tage nehmen.

Muss der Arbeitgeber mir die restlichen 9 Tage auszahlen oder kann ich schon ab dem 4. September in den Urlaub gehen ?

Vielen Dank im Voraus.



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Zutreffend ist, dass Sie gem. § 4 BUrlG und somit zum 15.09.2012 den gesamten Jahresurlaubsanspruch erworben haben und somit Anspruch auf den noch nicht n Anspruch genommen Anteil, nach Ihren Angaben 19 Tage. Jedoch können Sie den Urlaub nicht ohne Zustimmung des Arbeitgebers in Anspruch nehmen bzw. von der Arbeit fernbleiben. Daher sollten Sie den Urlaub beim Arbeitgeber beantragen und bei Ablehnung (z.b. betriebliche Gründe) entsteht dann der Urlaubsabgeltungsanspruch gem. § 7 Abs. 4 BUrlG, wenn der Urlaub nicht genommen wurde. Sie können den Urlaub bereits ab 04.09.12 beantragen.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Betriebswirtin (HWK)
_____________________________

E-Mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de
www.scheidung-deutschlandweit.de
www.vorsorgeverfuegungen.info

Nachfrage vom Fragesteller 17.08.2012 | 13:36

Hallo Frau Sperling,

vielen Dank für Ihre Antwort. Mein AG hat mir gestern schriftlich mitgeteilt, dass mir nur 7 Tage Resturlaub + 2 Tage Plusstunden zustehen und er mich ab dem 17.09.12 unwiderruflich freistellt.

Das wären somit insgesamt 10 Tage. Mein AG hat mir also nur einen Teilanspruch vom Jahresurlaub gewährt, 7 x 2,5 Tage = 17,5, aufgerundet 18 und einen Tag wg Freistellung geschenkt.

Zwischen Ihrer Antwort und der Antwort meines AG gibt es jetzt 12 Tage Differenz. Eine Menge finde ich. Meinen AG habe ich heute schriftlich mit Ihrer Antwort konfrontiert und um eine Stellungnahme gebeten.

Angenommen er besteht auf seine Regelung. Dann bleibt mir nur übrig, meinen berechtigten Rechtsanspruch von 12 weiteren Urlaubstagen einzuklagen, die er mir dann abgelten müsste, wenn er mir meinen Urlaub nicht genehmigt bzw. einer anderen Rechtsauffassung ist, oder ?

Bei 12 Tage x meinen Durchschnittsverdienst kommt eine 4-stellige Bruttosumme heraus, für die sich eine Klage lohnen würde.

Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.08.2012 | 13:40

Dies ist korrekt, es müsste bei Ablehnung der Abgeltungsanspruch eingeklagt werden. Bitte achten Sie für den Fall einer beabsichtigtenn Klage auf evtl. Ausschlussfristen im Arbeisvertrag oder Tarifvertrag.

FRAGESTELLER 21.08.2012 2,6/5,0
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