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Wie verhält sich das Urheberrecht im Bereich 'Digital Art'?

| 27.07.2013 07:42 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Ein Foto-Collage, die ein selbständiges Werk farstellt, dessen Bildidee sich von den verwendeten Fotografien völlig losgelöst hat, stellt ein selbständiges Werk dar, auf die sich der Urheberrechtsschutz der verwendeten Fotografien nicht erstreckt (§ 24 Abs. 1 UrhRG).

Wie verhält sich das Urheberrecht, wenn ein neues künstlerisches Digitales Kunstwerk geschaffen wird, dass sich aus Bildelementen verschiedener Fotografen aus Micro-Stockagenturen bedient?

a) Muss ich die Urheber bzw. Stockfotografen der Bildelemente in meinem neu geschaffenen Kunstwerk namentlich benennen?
b) oder kann ausschließlich ich als Urheber namentlich in Erscheinung treten, da es sich um neues künstlerisches eigenständiges Werk handelt?

Zum Beispiel:

Ich komponiere ein neues Bild C mit einem hohen künstlerischen Anspruch, indem ich einen "Schirm" aus Bild A entnehme und eine "Person" aus Bild B und ggf. noch weitere Stock-Elemente und diese künstlerisch miteinander kombiniere.



27.07.2013 | 08:49

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ein selbständiges Werk, das in freier Benutzung des Werkes eines anderen geschaffen worden ist, darf ohne Zustimmung des Urhebers des benutzten Werkes veröffentlicht und verwertet werden (§ 24 Abs. 1 UrhRG). In diesem Fall braucht der Name des Urhebers des benutzten Werkes nicht genannt zu werden.

Diese gesetzliche Bestimmung bezieht sich auch auf Foto-Collagen, Montagen oder digitale Bearbeitungen von Fotografien.

Ob ein selbständiges Werk vorliegt, das "in freier Benutzung eines anderen Werkes geschaffen" worden ist, hängt davon ab, wie weit sich der Bearbeiter vom zugrundeliegenden Werk gelöst hat. Bei dem neuen selbständigen Werk muß eine völlige Lösung von der Vorlage erfolgt sein und ein neues eigenständiges Werk mit einem eigenen Wesenskern entstanden sein, zu dem die Vorlage nur eine Anregung gegeben hat. (vgl. Fromm/Nordemann, Urheberrecht §24 Rdnr 2). Ein selbständiges Werk liegt beispielsweise meist bei Collagen oder Fotomontagen vor, bei denen der Künstler nur Teile anderer Werke zu einer völlig anderen aussagekräftigen Bildidee zusammenfügt. Ob dies der Fall ist, kann nur anhand einer Einzelfallwürdigung beurteilt werden.

Anderenfalls liegt nur eine sog. "Bearbeitung" vor, bei der das Urheberrecht der Fotografen der verwendeten Fotografien bestehen bleibt. (Dies ist regelmäßig bei einer elektronischen Bildbearbeitung der Fall, bei der - zumindest Teile - anderer Fotografien im Original übernommen werden und keine völlige Loslösung von der Vorlage erfolgt.) In diesem Fall müssen die Fotografen des/der ursprünglichen Fotoografie/n ihre Einwilligung für eine Veröffentlichung, Vervielfäligung oder Verwertung erteilen. Eine bloße Namensnennung reicht nicht aus.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Carsten Neumann, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Carsten Neumann

Bewertung des Fragestellers 29.07.2013 | 06:02

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