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Wie unterscheidet sich der Trennungsunterhalt vom nach ehelichen Unterhalt?


20.12.2004 15:43 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Wie unterscheidet sich der Trennungsunterhalt vom Nachscheidungs-Unterhalt für fogenden Fall:
2 Kinder 12,15) leben beim Vater (44) (Beamter) mit neuer Partnerin. Beide gut verdienend (Netto Er 2800, Sie 2100 Euro.
Mutter (44) alleinlebend, 400 Euro-Job (netto 365), ansonsten arbeitssuchend, aber kaum Aussichten auf Vermittlung. Kein Arbeitslosengeld, Da sie mehr als 3 Jahre nicht mit Lohnsteuerkarte gearbeitet hat (nicht konnte).
Kann früheren Beruf (Frisörin)nicht mehr ausüben (lange stehende Tätigkeit)
Psychisch auf Dauer krank, halbwegs stabiler Zustand nur mit Medikamenten und Psychotherapie. Immer wieder Rückfälle.
Können Sie mir eine ungefähre Höhe vorrechnen?

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Sehr geehrter Anfragender,

zunächst kann ich Ihnen mitteilen, dass im Rahmen des Trennungsunterhaltes ein geringeres Maß an Verantwortlichkeit an die eigene Erwerbstätigkeit des Unterhaltsberechtigten gesetzt wird. Da - zumindest theoretisch - die Ehe wieder gerettet werden kann, muss Unterhalt im Rahmen der ehelichen Lebensverhältnisse gewährt werden.

Das Einkommen Ihrer Partnerin könnte - wenn Sie heiraten - in der Weise angerechnet werden, dass Ihr Selbstbehalt sich senkt; ggf. bis auf einen Wert EUR 0,00.

Ausgehend von Ihren Angaben würde ich von einem Trennungsunterhalt in folgener Höhe als ungefähre Näherung ausgehen:

Einkommen € 2.800
Abzgl. Selbstbehalt €920
Abzgl. geschuldeten und nicht gezahlten Kindesunterhalt 2x € 284 = € 568
Abzgl. Berufsaufwendungen / Fahrten zur Arbeit = € 90
= 1204
Abzgl. Einkommen EF = 365
Anrechenbares Einkommen= 839

Davon 3/7 (Erwerbstätigen Bonus)= EUR 359,57

Wenn man argumentiert, dass Sie den Kindesunterhalt faktisch in der Höhe leisten, die sich aus Ihrem Einkommen ergibt, könnte man in entsprechender Anwendung der Düsseldorfer Tabelle wie folgt rechnen:

Einkommen € 2.800
Abzgl. Selbstbehalt 920
Abzgl. geschuldeten und nicht gezahlten Kindesunterhalt 2x € 426= € 852
Abzgl. Berufsaufwendungen / Fahrten zur Arbeit = € 90
= 1204
Abzgl. Einkommen EF = 365
Anrechenbares Einkommen= 573

Davon 3/7 = EUR 245,57

Ob Sie damit jedoch vor Gericht Bestand hätten, kann auf der Grundlage der in diesem Medium übermittelbaren Fakten nicht abschließend beurteilt werden.

Der nacheheliche Unterhalt berechnet sich dem Grunde nach ähnlich. Nur hat der berechtigte Ehegatte hier eine höhere Erwerbspflicht. Ob diese Pflicht sich im konkreten FAll jedoch bedarfsmindernd auswirkt ist vor dem Hintergrund des Krankheitsbildes nicht sicher. Auf die Folgen einer etwaigen Heirat hatte ich hingewiesen. Im schlimmsten Fall wäre die Rechnung wie folgt:

Einkommen € 2.800
Abzgl. Selbstbehalt € 0,00
Abzgl. geschuldeten und nicht gezahlten Kindesunterhalt 2x € 284 = € 568
Abzgl. Berufsaufwendungen / Fahrten zur Arbeit = € 90
= 1204
Abzgl. Einkommen EF = 365
Anrechenbares Einkommen= 1777

Davon 3/7 (Erwerbstätigen Bonus)= EUR 761,57

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -


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