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Wie überzeugen wir den Verkäufer von einem Mietkauf?

27.08.2008 11:28 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Wir sind eine junge Familie: Papa:25, Rettungsassistent beim DRK, unbefristet; Mama: 21, ab April Hebammenschülerin in Ausbildung beim städtischen Krankenhaus; Sohn, 4 Jahre.
Wir haben in unserem Ort ein Haus besichtigt, was unser Traum ist - KP 196.000,00 €.
NUn gibt die Bank uns ohne Eigenkaptital keinen Kredit, da ich in der Ausbildung bin.
Der Verkäufer ist 78 und schwer krank - will also schnell verkaufen.
Nun unsere Idee: die drei Jahre die ich in der Ausbildung bin - Reten bei dem verkäufer zahlen und im Anschluss einen Kredit in der Resthöhe nehmen und den Verkäufer ausbezahlen.
Gibt es da, um den Mann von unserem Plan zu überzeugen, eine Rechtsgrundlage die ihn als Verkäufer absichert?
Es ist wirklich unser Traumhaus und ich möchte ihn unbedingt überzeugen.
Wollte ihn heute noch anrufen - hoffe auf Ihren Tipp!!!

Herzlichen Dank -

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Die von Ihnen angesprochene Überlegung kann im Prinzip als Mietkauf ausgestaltet werden. Nach Ablauf der 3 Jahren, würden Sie das Haus käuflich erwerben. Rechtlich stellt dies grundsätzlich kein Problem dar, allerdings wird dies voraussichtlich nicht den Interessen des Verkäufers gerecht.

Gleich verhält es sich, wenn Sie zum jetzigen Zeitpunkt einen notariellen Kaufvertrag abschließen. Hier könnte grundsätzlich bei der Kaufpreiszahlung vereinbart werden, dass Sie die ersten 3 Jahren Betrag X als Raten bezahlen und nach Ablauf der Zeit die restlichen Summe ablösen.
Das Risiko trägt in diesem Fall aber immer der Verkäufer, da er nicht sicher sein kann, ob Sie im Ergebnis den Kaufpreis tatsächlich finanzieren können. Die Hoffnung auf den Kredit nach Ende der Ausbildung ist für den Verkäufer ein hohes Risiko.

Der Verkäufer kann also vorliegend rechtlich nicht abgesichert werden, da sein Risiko Ihre finanzielle Leistungsfähigkeit ist.
Auch die notarielle Verpflichtung den Kaufpreis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu entrichten, ist für den Verkäufer dann wertlos, wenn Sie es finanziell nicht stemmen können.

Insofern müssten Sie dem Verkäufer- ebenso wie der Bank - Sicherheiten anbieten können.

Ich bedaure, Ihnen keine positivere Mitteilung machen zu können, hoffe aber, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.08.2008 | 11:52

Sehr geehrter Herr Günther,

sehen Sie eine andere Möglichkeit oder können Sie mir sagen, wie ich die Frage ob vorerst ein Mietkauf in Frage käme, am besten formuliere ?

Herzlichen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.08.2008 | 12:06

Sehr geehrte Fragestellerin,

der Verkäufer wird sich auf einen Mietkauf oder einen Verkauf mit Ratenzahlung nur einlassen, wenn er keine anderen Optionen hat. In der Regel liegt das Interesse des Verkäufers darin, möglchst schnell - vor Übertragung des Eigentums - sein Geld zu bekommen. Diesem können Sie derzeit nicht gerecht werden.
Selbstverständlich können Sie dem Verkäufer die Möglichkeit des Mietkaufs anbieten. Hier wird in der Regel allerdings ein Aufschlag auf den Kaufpreis gemacht. Der Verkäufer müsste damit einverstanden sein, dass er die nächsten drei Jahren nur geringe monatliche Raten erhält und der tatsächliche Verkauf mit Ablauf der 3 Jahren und Ablösung der Gesamtsumme stattfindet. Insbesondere im Hinblick auf das Alter des Verkäufer wird fraglich sein, ob er sich hierauf einlässt.


Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

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