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Wie sieht ein einfaches Arbeitszeugnis aus?


08.08.2007 10:20 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Trettin



Ich habe am 1.4.07 eine Stelle als Niederlassungsleiter (Aufbau einer neuen Niederlassung) angetreten.
Ich mußte schnell feststellen, dass der Inhaber kaum Hilfsmittel bzw. und gar kein Personal zur Verfügung stellte, die Arbeitsmittel einfach und nicht modern sind und darüberhinaus jede Möglichkeit genutzt wurde, selbst im privaten Bereich Mittel der Miarbeiter zu nutzen und abzuverlangen, um den eigenen Profit zu erhöhen.
Gute und erfolgreiche Arbeit wurde nur genutzt, um anzumerken, dass die erbrachte Arbeitsleistung bei Weitem nicht auslangt und die Arbeitzzeit erheblich zu verlängern ist.
Nach 4 Monaten habe ich nun die Stelle gekündigt und mitgeteilt, dass ich von meinem Arbeitgeber ein einfaches Zeugnis haben möchte.
Hintergrund: ich erwarte bei einem normalen Arbeitszeugnis entsprechende Negativformulierungen und langwierige Kämpfe, bis ich ein adäquates Zeugnis in den Händen halte.
Was muss/darf/sollte in einem einfachen Zeugnis aufgelistet sein?
Klar: gearbeitet von ..bis als...
"..Kündigung erfolgte durch Mitarbeiter"?
Sind Abschlussformulierungen auch in einfachen Zeugnissen wie "Verhältnis zu Vorgesetzten, Kollegen" oder "wir wünschen ihm für die Zukunft.." üblich und wichtig?

Danke im Voraus für die Beantwortung.

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Anfrage und beantworte diese auf der Grundlage Ihrer Schilderung und Ihres Einsatzes gerne wie folgt:

Nach § 109 Abs. 1 GewO i. V. mit § 630 Satz 4 BGB hat ein Arbeitnehmer bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses
Ergänzung vom Anwalt 08.08.2007 | 12:31

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Anfrage und beantworte diese auf der Grundlage Ihrer Schilderung und Ihres Einsatzes gerne wie folgt:

Nach § 109 Abs. 1 GewO (i. V. mit § 630 Satz 4 BGB) hat ein Arbeitnehmer bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis. Dieses muß - i. S. eines einfachen Zeugnisses - mindestens Angaben zu Art und Dauer der Tätigkeit enthalten. Erforderlich, aber auch ausreichend ist also zum einen eine bloße Tätigkeitsbeschreibung, die allerdings so vollständig und genau sein muß, daß sich künftige Arbeitgeber ein klares Bild machen können. Deshalb sind etwa auch spezielle Aufgaben, die dem Arbeitnehmer zeitweise übertragen worden waren, aufzuführen.

Zum anderen ist mit genauen Daten die Dauer des rechtlichen Bestandes des Arbeitsverhältnisses anzugeben. Auf eine evtl. kürze Dauer der tatsächlichen Beschäftigung kommt es nicht an.

Der Grund und die Art des Ausscheidens dürfen ohne Zustimmung des Arbeitnehmers in dem Zeugnis nicht erwähnt werden (vgl. LArbG Berlin-Brandenburg, Urt. v. 25.01.2007 - 5 Sa 1442/06; LArbG Hamm, Urt. v. 17.06.1999 - 4 Sa 309/98). Auf Verlangen des Arbeitnehmers sind jedoch Angaben darüber zu machen, warum und wie das Arbeitsverhältnis gelöst wurde.

Eine Verhaltensbeurteilung des Arbeitnehmers schuldet der Arbeitgeber im Rahmen eines einfachen Zeugnisses nicht, entsprechende Beurteilungen können aber mit Einverständnis des Arbeitnehmers selbstverständlich in das Zeugnis aufgenommen werden.

Im übrigen besteht keine Verpflichtung des Arbeitgebers, das Zeugnis mit Formulierungen abzuschließen, in denen er dem Arbeitnehmer für die gute Zusammenarbeit dankt und ihm für die Zukunft alles Gute wünscht (BAG, Urt. v. 20.02.2001 - 9 AZR 44/00).

Ich hoffe, Ihre Frage ist damit zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet, und stehe Ihnen gerne weiter zur Verfügung, insbesondere im Rahmen einer kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt

fea@trettin-rechtsanwaelte.de
www.trettin-rechtsanwaelte.de
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