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Wie sieht die finanzielle Zukunft aus?

24.11.2019 08:46 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Wir sind seit 2007 ein Paar. 2010 hat mein Partner ein Haus gekauft, er steht allein im Grundbuch 230.000 damals. Ich habe 2010 meine Eigentumswohnung verkauft 80.000. 2011 wurde unsere erste Tochter geboren, 2013 das zweite Kind. 2015 haben wir geheiratet.
Ich war jeweils ein Jahr in Elternzeit und bin seit dem 50% in meinem Beruf tätig.
Mein Mann hat all sein Geld in das Haus und die Tilgung investiert. Ich habe all mein Geld in den Alltag, Wohneinrichtung, Kleidung für uns, Lebensmittel ausgegeben.
Somit habe ich aufgrund meines geringeren Gehalts keine Ersparnisse und mein Mann das Haus, das schätzungsweise 500.000 heute wert ist.
Sein Gehalt ist 4x höher als meins.
Was würde mir finanziell zugesprochen, wenn wir uns trennen/scheiden?
Wie kann ich verhindern, dass ich am Ende nichts habe, obwohl ich alles was ich hatte und habe in unser Leben investiert habe? Sollte er mich mit einem Anteil ins Grundbuch eintragen lassen?

Vielen Dank für Ihre Beratung im voraus
24.11.2019 | 09:32

Antwort

von


(1216)
Karolinenstr. 8
33609 Bielefeld
Tel: 0521/178960
Web: https://www.reinhard-otto.de
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Guten Morgen,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Da Sie nichts davon schreiben, gehe ich davon aus, dass ein Ehevertrag zwischen Ihnen und Ihrem Mann nicht geschlossen worden ist.

In diesem Fall wird bei einer Scheidung auf Antrag der Zugewinnausgleich durchgeführt.
Dabei werden für jeden Ehepartner sowohl das Anfangsvermögen (Stichtag Hochzeit) und das Endvermögen (Stichtag Zustellung des Scheidungsantrages) ermittelt und saldiert.
Hat ein Ehepartner einen höheren Zugewinn erzielt, ist er verpflichtet, von der Differenz 50 % an den anderen zu zahlen.

In Ihrem Fall besaß Ihr Mann die Immobilie bereits zu Beginn der Ehe, allerdings wohl noch mit erheblichen Schulden belastet. Mit dem damaligen Wert wird sie zu seinem Anfangsvermögen gerechnet.
Da er während der Ehe getilgt hat, und zudem die Immobilie im Wert gestiegen ist, ist davon auszugehen, dass sein Endvermögen über seinem Anfangsvermögen liegt, so dass Sie aus dieser Richtung mit einem Zugewinnausgleich rechnen können.

Darüber hinaus schuldet Ihr Mann Ihnen während der Trennungszeit den Trennungsunterhalt, dessen Höhe sich an den ehelichen Lebensverhältnissen orientiert und, bei beiderseitigem Verdienst, dadurch berechnet wird, dass die beiden um Kosten bereinigte Einkünfte addiert und dann dieser Betrag hälftig geteilt wird, was dann Ihrem Bedarf entspricht.

Erreichen Sie den so berechneten Bedarf nicht durch eigenes Einkommen, haben Sie insoweit Unterhaltsansprüche gegen Ihren Mann.
Angesichts der von Ihnen dargestellten erheblichen Einkommensdifferenz stehen Ihnen hier ziemlich zuverlässig Ansprüche zu.

Nach der Scheidung steht Ihnen ein nachehelicher Unterhalt nur unter bestimmten Umständen zu, die sich aus §§ 1569 ff BGB ergeben. Ob solche Gründe vorliegen, kann ich hier nicht abschließend prüfen.

Im Falle einer Scheidung wird zudem der Versorgungsausgleich durchgeführt, bei dem die jeweilig während der Ehe erzielten Versorgungsanwartschaften miteinander verglichen und dann ausgegelichen werden. Auch hier werden Sie angesichts des erheblichen Mehrverdienstes Ihres Mannes mit dem Erhalt von Rentenanwartschaften rechnen können.

Insgesamt sieht Ihre Situation also nicht so schlecht aus.

Sie sollten auf jeden Fall vor Unterzeichnung irgendwelcher Verträge anwaltlichen Rat suchen, um Ihre aktuelle Position nicht zu verschlechtern.

Mit freundlichen Grüßen


ANTWORT VON

(1216)

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