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Wie schreibt man ein Gnadengesuch?

| 26.03.2008 14:31 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Guten Tag!
Mein Verlobter ist seit Anfang März in der JVA Moers/Kapellen wegen einer 9-Monatigen Haftstrafe inhaftiert (u.a.wegen fahren ohne Fahrerlaubnis). Die Staatsanwaltschaft Aachen hat parallel einen Bewährungswiederspruch ( aus einem anderen Verfahren, Betrug) eingelegt. Der Einspruch seitens seines Anwaltes wurde abgelehnt. Nun soll er zusätzlich die zwei Jahre in einem geschlossenen Vollzug verbüßen. Seit Juni 2006 sind wir zusammen und er ist seitdem Straffrei geblieben. Wir haben vor dieses Jahr zu heiraten. Ich habe einen behinderten Sohn aus erster Ehe, der eine sehr große Bindung zu meinem Verlobten aufgebaut hat. Nach Gestiger Rücksprache mit seinem Bewährungshelfer bleibt uns nur die Möglichkeit eines Gnadengesuches. Ich weiß zwar was es alles Beinhalten soll, aber nicht wie man es Anfängt.
Für Ihre Hilfe wäre ich Ihnen sehr dankbar, da ich auch nicht mehr weiß an wen ich mich wenden soll, und mir die Zeit wegläuft, da das Schreiben Montag weggeschickt werden muß.
Vielen Dank im Voraus

Sehr geehrte Fragestellerin,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Zunächst ist zu sagen, dass Ihr Gnadengesuch keine bestimmt Form enthalten muss. Es sollte sich jedoch im Briefkopf das Aktenzeichen bzw. die Aktenzeichen der betreffenden Urteile befinden. So kann das Gnadengesuch schneller zugeordnet werden und somit ist auf eine schnellere Bearbeitung zu hoffen.

An den Anfang des Gnadengesuchs ist ein Antrag zu stellen, d.h. Sie sollten hier schreiben, was Sie mit diesem Gnadengesuch bezwecken. Dies wird hier wohl der Antrag sein, dass die Strafe Ihres zukünftigen Mannes zur Bewährung ausgesetzt wird.
Ein Antrag auf Erlass der Freiheitsstrafe, den Sie auch stellen könnten, wird wohl wenig Aussicht auf Erfolg haben.

Nachdem Sie nun die Anträge gestellt haben, müssen Sie diese Anträge begründen. Jetzt sollten Sie so detailliert wie möglich auf Ihre momentane Lebenssituation eingehen und schildern, aus welchen Gründen eine Begnadigung erfolgen soll.
Hier sollte auch darauf eingegangen werden, dass zu erwarten ist, dass Ihr zukünftiger Mann gerade aufgrund der neuen Familiengründung keine Straftaten mehr begehen wird und dass sich die Verbüßung der vollständigen Freiheitsstrafe nachteilig insbesondere auf das Wohlergehen Ihres behinderten Kindes auswirken kann.

Das fertige Gnadengesuch schicken Sie dann an die in Ihrem Landgerichtsbezirk zuständige Gnadenstelle.

Sollte Ihr Gnadengesuch abgelehnt werden und eine Verlegung in den geschlossenen Vollzug stattfinden, dann kann ein Antrag auf Rückverlegung in den offenen Vollzug gestellt werden.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

Nachfrage vom Fragesteller 26.03.2008 | 15:38

Erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort.
Leider muss ich nochmal nach dem "wie fange ich an" fragen.
Schreibt man: Hiermit stelle ich einen Antrag auf ein Gnadengesuch, oder wie fängt man so was an??
Wie gesagt, das was es beinhalten muss, wusste ich ja bereits.
Trotzdem erstmal danke.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.03.2008 | 15:51

Sehr geehrte Fragestellerin,

wie ich bereits geschrieben habe, bestehen keine besonderen Formvorschriften bezüglich des Gnadengesuchs. An einer „ungeschickten“ Formulierung wird das Gnadengesuch auch nicht scheitern, wenn es inhaltlich begründet ist.

Ein Anfang könnte z. B lauten: „Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit beantrage ich auf dem Gnadenwege in den Verfahren: (Aktenzeichen einsetzen) die Strafe von (Name des Betroffenen) auf Bewährung auszusetzen.“

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

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