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Wie muss hoch der Kindesunterhalt sein und was muss ich berücksichtigen?

31.03.2009 23:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
Aufgrund einer Erschöpfungsdepression muss ich demnächst für mehrere Wochen einen Klinikaufenthalt antreten. Ich weiß nicht genau wann ich aufgenommen werden kann und nicht genau für wie lange - das hängt von der Eingangsdiagnose und vom Fortschreiten der Therapie ab, es wird sich um ca 5 bis 8 Wochen handeln. 2 meiner 4 Kinder ( geb. 98 und 2000 ) leben normalerweise in meinem Haushalt und wechseln für die Dauer des Klinikaufenthaltes in den Haushalt ihres Vaters. Ich bin Vollzeit beschäftigt und als Lehrerin verbeamtet mit einem Nettoverdienst von 3.500 Netto. Der Vater meiner Kinder gibt einen Nettoverdienst von ca. 1100 € an. Ich denke, dass ich für die Zeit, die die Kinder vollständig im väterlichen Haushalt verbringen Unterhalt zahlen muss, weiß aber nicht, mittels welcher Kriterien ich die Höhe der Zahlungen, die ich leisten muss, ermitteln kann. Die Kinder verbringen regelmäßig jedes 2. Wochenende beim Vater und übernachten einmal wöchentlich bei ihm, daher haben sie in seinem Haushalt Zimmer und es muss nichts neu angeschafft oder eingerichtet werden. Er wird während dieser Zeit auch keinerlei Kleidung anschaffen müssen, ebenso laufen Zahlungen an Musikschule und Sportverein regulär weiter von meinem Konto. Deshalb scheint es mir nicht sinnvoll einfach in den Düsseldorfer Tabellen nachzuschauen. Ich hätte gern einen Rat, wie hoch die Zahlungen sein müssen und was ich berücksichtigen muss.
Der Vater der Kinder wird für diese Zeit eine Haushaltshilfe über meine Krankenkasse ( Beihilfe ) beantragen, da er die Betreuung der Kinder nicht vollständig leisten kann aufgrund seiner Berufstätigkeit. Muss ich, wenn ich Unterhaltszahlungen leiste, dafür eventuell zusätzlich zum Unterhalt in Vorleistung gehen ?
Vielen Dank!

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich möchte Ihre Frage auf Grund des dargelegten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich weise darauf hin, dass dies einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient und ein ggf. persönliches Beratungsgespräch bei einem Anwalt Ihrer Wahl nicht ersetzt.

Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann die rechtliche Beurteilung beeinflussen.

Dies vorangestellt beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Bei umfangreichem Aufenthalt des Kindes beim barunterhaltspflichtigen Elternteil (Kindesvater) kann eine anteilige Barunterhaltspflicht Ihrerseits in Betracht kommen.

Der Bedarf des Kindes bestimmt sich nun mal an Hand der Düsseldorfer Tabelle, so dass danach die dort genannten Beträge zum Lebensunterhalt des Kindes zu zahlen sind.

Die Kosten für Musikschule und Sportverein, die auch weiterhin von Ihnen gezahlt werden spielen insofern keine Rolle, als dass es sich hierbei um einen Mehrbedarf handeln dürfte, der nicht durch die Bedarfssätze der Düsseldorfer Tabelle zum Lebensunterhalt gedeckt wird, sondern durch Sie zusätzlich zu gewähren ist.

Für eine Haushaltshilfe müssen Sie nicht in Vorleistung gehen, da es sich hier regelmäßig nicht um den Bedarf des Kindes handelt, sondern als Betreuungsaufwand des berufstätigen Elternteils gilt und von dessen Einkommen abzusetzen ist.

Diese Kosten werden nur bzw. überwiegend deshalb aufgewendet, damit der betreuende Elternteil berufstätig sein kann. Die effektiven Betreuungskosten sind in diesem Fall vom Einkommen des betreuenden Elternteils abzuziehen (BGH FamRZ 2007, 882; OLG Karlsruhe NJW-RR 1999, 4).

Für die Zeit des Betreuens durch den Kindesvater fällt dessen Barunterhaltspflicht weg, so dass dieser den Unterhalt durch die Betreuung, Pflege und Erziehung erbringt.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Bestehende Unklarheiten beantworte ich Ihnen gern innerhalb der kostenlosen Nachfragefunktion, wobei ich darum bitte, die Vorgaben dieses Forums zu beachten.

Darüber hinausgehende Fragen beantworte ich Ihnen gern im Rahmen einer Mandatserteilung.
Durch eine Mandatserteilung besteht auch die Möglichkeit einer weiterführenden Vertretung.
Die Kommunikation bei größerer Entfernung kann via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen und steht einer Mandatsausführung nicht entgegen.


Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

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