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Wie legt man was aus ?


| 09.05.2006 22:05 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Aufgrund der Anonymität des Internets und der daraus resutierenden Gefahren möchte ich mich vorab informieren, was mir passieren kann, wenn ich aufgrund der falschen Altersangabe des Opfers Cybersex habe.
Können sie mir nochmal die Funktion des § 176 Abs.6 verdeutlichen, mich würde hier interessieren, was als Beispiel zu § 176 Abs.4 Nr. 3 und 4 ein Versuch darstellt.
Der Absatz 4 Nr. 1, 2, 4 bezieht sich ja auf den einfachen Missbrauch.
Nr. 3 bezieht sich auf den Missbrauch durch elektronische Medien (§ 11Abs.3)
wobei hier das stimulieren des Kindes vorausgesetzt wird.
Wie wäre hier ein nach Absatz 6 bezeichneter straffreier Versuch anhand eines Beispieles zu beziffern ?
Vielen Dank.
Eingrenzung vom Fragesteller
09.05.2006 | 22:25

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und kann Ihnen diesbezüglich folgendes mitteilen:

§ 176 Abs. 6 StGB bestimmt, dass der Versuch eines sexuellen Missbrauchs an Kindern strafbar ist. Ein Versuch ist jedoch nicht strafbar nach § 176 Abs.4 Nr.3 StGB. Ein Versuch liegt in diesem Fall vor, wenn versucht wird, auf ein Kind einzuwirken, um es zu sexuellen Handlungen zu bringen. Es kommt in diesem Fall aber nicht dazu, daher ist es nur ein Versuch.
EIn Versuch gem. § 176 Abs.4 Nr. 4 StGB liegt vor, wenn dem Kind z.B. pornographische Abbildungen vorgelegt werden, um auf dieses einzuwirken, dies jedoch nicht in der gewünschten Art und Weise gelingt.

In Nr.3 geht es nicht darum, ein Kind zu stimlulieren, sondern es zu sexuellen Handlungen zu zwingen, die es eigentlich gar nicht möchte, aber unter dem Druck entweder vornimmt oder über sich ergehen läßt. Als eine Stimulation an sich würde ich das nicht bezeichnen.

Sie hatten angesprochen ,dass es Ihnen um die Klärung in bezug auf Cybersex geht. Ob Schriften in diesem Sinne durch ein Chat vorliegen, wage ich zu bezweifeln. In diesem Fall liegt aber bei Vorspiegelung falscher Tatsachen durch den Minderjährigen bezüglich des Alters kein Vorsatz bezüglich des "Partners" vor. Bei den in § 176 StGB genannten Straftaten geht es ja darum, dass ein Kind fremdbestimmt wird, gegen seinen eigenen Willen zu handeln, indem man auf es einwirkt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung auf Grund Ihrer Angaben eine erste rechtliche Orientierung geben konnte.Bitte bedenken Sie jedoch, dass auf Grund von Umständen, die in einem Fall dazukommen können ( Sie hatten ja vorab gefragt, ohne dass ein konkreter Fall vorliegt)eine andere Beurteilung vorzunehmen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 09.05.2006 | 23:07

Sie meinen also, dass ein Chat für diesen Paragraphen nicht ausreicht und nicht unter der Definition des § 11 Abs. 3 fällt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.05.2006 | 16:50

Sehr geehrter Fragesteller,

das kommt ganz darauf an, in welchem Chat Sie sich genau befinden. Wenn Sie z.B. sich auf einen Chat einlassen, dessen Sinn und Zweck es ist, Kinder zu sexuellen Kontakten zu überreden oder Treffen, wird § 176 Abs.4 Nr.3 StGB erfüllt sein, da Sie ja bewußt davon ausgegangen sind, dass Sie ein Kind durch Ihre Email sexuell "fordern".

Wenn ich Sie aber richtig verstanden habe, haben Sie die Erkundigung eingezogen in der Angst, unbewußt mit einem Kind über einen Chat zu kommunizieren.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin

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