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Wie lange werde ich Unterhalt zahlen müssen?


11.07.2006 15:36 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



ich bin 44 jahre,wie meine exfrau.wir waren kinderlos und haben beide immer gearbeitet.sie verdient 1000 euro,ich 3000 euro.
ich werde unterhalt an sie zahlen müssen .3/7 berechnung.
wir waren fast genau 14 jahre verheiratet.wie lange werde ich unterhalt zahlen müssen?ich möchte wieder heiraten im gegensatz
zu ihr.wie sind die erfahrungswerte? 5 jahre,10 jahre,immer?

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Sehr geehrter Fragesteller.

Es gibt keine feste Regelung die die Dauer des Unterhaltes festlegt.
Zu beachten ist, dass zunächst die Ehegatten nach der Scheidung für ihren Unterhalt in Eigenverantwortung stehen.
Der nacheheliche Unterhalt ist nicht die Regel sondern eher die Ausnahme.
Der nacheheliche Unterhalt wird nur gewährt, wenn ein nachehelicher Unterhaltsanspruch eingreift. Diese Unterhaltsansprüche sind in den §§1570ff. BGB abschließend geregelt, soweit nicht §1576 BGB als Billigkeitsklausel zur Anwendung kommt.
Das Maß des Unterhalts, d.h. der Unterhaltsbedarf, bestimmt sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen.
Sollte Ihre gesch. Frau nicht in der Lage sein ausreichend zu verdienen um den bisherigen Lebensstandard zu sichern, so sind Sie Ihr zum Unterhalt verpflichtet.

Für Sie könnten u.U. folgende Anspruchsgrundlagen relevant sein da es keine zeitliche Befristung gibt:

- Unterhalt wegen Alters wenn der geschiedene Ehegatte aufgrund des Alters nicht mehr einer Erwerbstätigkeit nachgehen kann
- Unterhalt wegen Krankheit oder gebrechen wenn hierdurch eine Erwerbstätigkeit nicht mehr verlangt werden kann
- Unterhalt wegen Erwerbslosigkeit sofern diese nicht absichtlich herbeigeführt wurde
- Aufstockungsunterhalt um die Differenz von dem Erwirtschafteten zum berechneten Unterhaltsanspruch auszugleichen.

Bei einer kurzen Ehe (etwa bis zu 4 Jahren) kann es unbillig sein Unterhalt zu verlangen.
Es gibt Tendenzen die Unterhaltsdauer entsprechend der Dauer der Ehe zu Regeln. Dies ist aber keineswegs in der Rechtsprechung verfestigt.

Der gesch. Ehegatte hat die Obliegenheit den anderen von Unterhaltszahlungen soweit wie möglich frei zu halten. Unterlässt er dies (z.B. Arbeitslosigkeit trotz angemessenem Jobangebot, geringer dotierter Job als nachweislich möglich, …) so wird ihm der Betrag aus der Obliegenheitsverletzung zum Einkommen hinzugerechnet.

Sollte Ihre gesch. Ehefrau sich wiederverheiraten, so würde der Unterhaltsanspruch gegen Sie entfallen. Ähnliches (je nach den Umständen) kann bei einer verfestigten Beziehung (mehrjähriges eheähnliches Zusammenleben) gelten.
Bereits zuvor kann sich der Unterhaltsanspruch reduzieren wenn
a) der gesch. Ehegatte sich durch das Zusammenleben mit einem neuen Partner etwas spart (Miete, ...) oder
b) der neue Partner durch die Leistung des gesch. Ehepartners (Haushalt, Unterstützung im Betrieb, …) sich etwas spart.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Gegebenenfalls können Sie gerne die kostenneutrale Nachfragefunktion verwenden.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -
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