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Wie lange muss die BG Therapien bezahlen

| 14.09.2016 17:53 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Meine Frau hat vor 5 Jahren einen Arbeitsunfall (selbständige Malermeisterin) erlitten (rechtes oberes Sprunggelenk, Syndesmoseriss, Aussenbandriss, Wadenbeinbruch). Im April 2016 wurde im Auftrag der BG BAU ein erstes Rentengutachten erstellt, das ihr eine Erwerbsminderung von 25 % für die nächsten 3 Jahre bescheinigt (BG hat aber noch nicht akzeptiert).

Nun sieht es so aus, wie wenn die BG die bis jetzt relativ problemlos rezeptierten Therapien (KG, Manuelle Therapie, Ergo usw.) nicht mehr bezahlen möchte und spricht von einer "Abschluss"-Untersuchung.

Meine Frage ist nun: ist die BG BAU verpflichtet, auch nach 5 Jahren diese für die weitere Genesung erforderlichen Therapieren weiter zu verordnen ?

Für Ihre rasche Antwort im voraus vielen herzlichen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die BG muss die Therapien bezahlen, wenn es sich bei der Grunderkrankung um Folgen eines Arbeitsunfalles handelt, was vorliegend der Fall ist.

Weiterhin müssen die Therapien bezahlt werden, wenn die Folgen noch nicht ausgeheilt sind.

Das ist eine medizinische Frage, die die BG nun geklärt wissen möchte.

Allerdings findet grundsätzlich keine Abwägung bezüglich Dauer und Kosten statt, wie die rechtswissenschaftliche Kommentarliteratur zu § 26 SGB VII erläutert:"Es findet kein Kosten-Nutzen-Vergleich statt, so dass einerseits auch außergewöhnlich hohe finanzielle Aufwendungen in Kauf zu nehmen sind, wenn das Ziel der Heilbehandlung oder der Rehabilitation sonst nicht zu erreichen ist (Bereiter-Hahn/Mehrtens § 26 Rdn 6; Wannagat/Jung § 26 Rdn 11) und andererseits auf der Nutzenseite Dauer und Nachhaltigkeit des Heilerfolges nicht zu berücksichtigen sind (Kater in: Kater/Leube § 26 Rdn 5)."

Das bedeutet, dass, so lange keine Ausheilung vorliegt, die Kosten der Therapie weiter zu übernehmen sind.

Das aber wird die BG mit der sogenannten "Abschlussuntersuchung" für sich klären wollen.

Hiergegen sind das Rechtmittel Widerspruch ung Klage möglich.

Hier wird es dann um die medizinische Frage der Ausheilung gehen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 15.09.2016 | 10:34

Sehr geehrter Herr Grübnau-Rieken,

vielen Dank für Ihre sehr schnelle und klar verständliche Antwort.

Es würde mich noch interessieren: der Chefarzt in dieser Besprechung ist meines Erachtens kein Spezialist für Sprunggelenk, aber der Arzt (in einer anderen Klinik), der das Rentengutachten gemacht hat, ist das sehr wohl. Kann ich daher die Meinung des Chefarztes ablehnen oder geht das nur bei einem Widerspruch bzw. Klage ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.09.2016 | 11:32

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Ablehnung eines Gutachtens geht nur im Rahmen des Widerspruchs/Klage, da die Behörde selbst ihren Gutachter bestimmen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Grübnau-Rieken
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 15.09.2016 | 10:35

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