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Wie lange hat ein Makler Vermittlungsrechte?


| 06.04.2006 14:49 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von



Wir haben vor etwa 2 Wochen im immobilienscout24 ein interessantes Objekt gefunden. Wir nahmen telefonischen Kontakt zum Maklerbüro auf. Die Sekretärin sagte uns, das der betreffende Makler im Urlaub ist und sie keinen Besichtigungstermin mit uns ausmachen könne. Wir baten um die üblichen unverbindlichen Unterlagen für dieses Objekt. Diese Unterlagen wurden uns am folgenden Tag geschickt.
Wir machten uns nun selbst auf den Weg, der Ort ist nicht sehr groß. Wir fanden die Immobilie. Der Besitzer öffnete uns sehr verwundert. Der Vertrag mit dem Maklerbüro ist seit dem 31.01.2006 abgelaufen. Die Klausel der automatischen Verlängerung hat der Besitzer bei Vertragsabschluss streichen lassen.
Wir besichtigten das Objekt und einigten uns mit dem Verkäufer. Morgen soll der Kaufvertrag beim Notar unterzeichnet werden. Heute kam ein Schreiben vom Makler, mit der Forderung auf Zahlung der Provision.
Hat der Makler trotzdem Anspruch auf die Zahlung- sein Vertrag war schon lange abgelaufen. Hat er nun lebenslange Rechte????
Wir konnten seine AGB´s doch erst einsehen, als wir die Unterlagen zugesand bekamen. Zustimmen oder ablehnen konnten wir jedenfalls nicht.
Für eine schnelle Antwort wäre ich sehr dankbar.
06.04.2006 | 16:35

Antwort

von


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Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
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Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Ein Mäklerlohn gilt als stillschweigend vereinbart, wenn die dem Mäkler übertragene Leistung den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist, § 653 BGB.
2. Es ist also möglich, dass Sie durch Annahme des Expose und Abschluß des Kaufvertrages in die Verpflichtung kommen, eine angemessene Maklerprovision zu bezahlen. Sie haben für das Objekt die Unterlagen angefordert und sind erst dann auf den Eigentümer direkt zugegangen. Daraus kann sich durchaus ein Mäklerlohnanspruch ergeben für den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluß des Kaufs.
3. ABER: gegen einen Anspruch sprich, dass der Makler nach Ablauf des Vertrags mit dem Vermieter eventuell gar nicht mehr das Recht hatte, für das Haus Maklertätigkeiten wahrzunehmen. Hier ist der Vertrag zu prüfen und was genau zwischen den Parteien besprochen wurde. Ebenso ist nicht klar, in welcher Höhe Sie gegebenenfalls eine Provision schulden.
4. Einfach hinnehmen sollten Sie die Forderung nicht. Es bedarf hier einer umfassenden Prüfung, um zu einer verbindlichen Aussage zu kommen.



Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

Weiler Rechtsanwälte
Sonnenstr. 2
80331 München

Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de

Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen: Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind. Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


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