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Wie kranke und evtl. kranke Welpen sicher vermitteln.

17.07.2012 08:57 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


So erstmal zur Vorgeschichte. Ich hoffe es liest sich nicht zu verwirrend.
Eine Freundin meiner Schwester kauft unbeabsichtigt trächtige Hündin ( Verkäufer hat falsche Adresse und Tel. bei ihr gelassen) war dann mit dem Wurf ( 4 Stück)überfordert und da ich früher mal, selbst 2 Würfe gehabt hatte, wurde ich gefragt, ob ich die Hündin und die Welpen aufnehmen würde und mich um alles weiter kümmern könnte. Da ich davon ausgegangen bin, das alles " normal" verläuft sagte ich zu. Nun haben 2 Welpen nach ein paar Tagen angefangen Auffälligkeiten zu zeigen. Ich zum Tierarzt und dieser dachte an Vitamin Mangel, also gespritzt. Nach ein paar Tagen keine Besserung, Blutabnahme, beim Welpen mit den schlimmsten Symtomen. Untersucht auf Staupe etc. Ergebnis nichts! Diagnose= verdacht auf neurologische Störungen evtl. durch Inzucht oder sonstigen Gendefekt. Prognose= ? . Dieser Welpe musste inzwischen eingeschläfert werden, da auf einmal innerhalb von 2 Tage plötzlich massive Verschlechterungen aufgetreten sind so das der Kleine beim laufen nur noch weg driftete und nicht mehr richtig fressen konnte. Tierarzt sagt man kann momentan nicht mehr machen ausser Kernspint und selbst dann wüßte man evtl nur was er genau hat und könnte sehr wahrscheinlich auch nicht helfen. Also abwarten, ob die Störungen beim anderen Welpen auch schlimmer werden oder nicht und ob bei den bisher gesunden Welpen noch was kommt oder auch nicht.

So jetzt sitze ich hier mit 3 Welpen und einer Hündin. Ich weiß nicht wie ich die Hunde weiter vermitteln kann, ohne das die neuen Besitzer evtl. kosten, die ja noch entstehen können, ( falls sie den Kernspin etc, machen lassen wollen oder was der neue Tierarzt vielleicht noch versuchen möchte) auf mich abschieben können. Ich möchte den neuen Besitzern gerne alles ganz ehrlich sagen, und hoffe das ich solche Leute überhaupt finde, aber ich möchte nicht für weitere Behandlungen der Welpen oder neu hinzugekommen Symtome/ Krankheiten haftbar sein.

Da ich ja aber wie ich das verstanden habe so etwas wie ne Garantie als Verkäufer/ Verschenker geben muß, bin ich jetzt wirklich sehr ratlos wie ich hier weiter machen soll. Ich kann ja nicht einmal bei den momentan gesunden Welpen sagen, ob sie nicht in 2 Wochen auch Symtome zeigen und dann vielleicht in 6 Wochen eingeschläfert werden müssen. Gibt es irgendein Schriftstück das ich aufsetzen kann und in dem alles ( siehe oben) drin steht und ich ab Übergabe Termin nicht mehr verantwortlich bin. Also einen bestimmten Satz oder Gesetzestext der mich von den normalen Vertragsgarantien befreit, oder ist das wenn ich die Kleinen verschenke und schriftlich festhalte = verschenkt und krank bzw evtl. krank auch in Ordnung. Ich will einfach nicht in 8 Wochen oder 6 Monaten Tierarztrechnungen in meinem Briefkasten finden, obwohl ich die neuen Halter auf genau das aufmerksam gemacht habe. Die Kleinen haben ja bis jetzt schon ziemlich viel gekostet und ich habe es auch gern bezahlt, aber bei ca 600 Euro je Welpe (lt. Tierarzt) für Kernspint etc sind meine finanziellen Möglichkeiten für immerhin "nur" genau wissen warum sie die Symtome haben und sehr, sehr wahrscheinlich trotzdem nicht helfen können einfach gesprengt.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage beantworte ich Ihnen anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt:

Als Verkäufer/Schenker haften Sie dem Käufer gegenüber dafür, daß die Hunde im Zeitpunkt der Übergabe mangelfrei, also gesund sind. Das bedeutet also, daß der Käufer keine Ansprüche Ihnen gegenüber geltend machen kann, wenn der Hund im Zeitpunkt des Kaufs gesund ist. Um diesen Nachweis zu erbringen, würde ich Ihnen raten, vor dem Verkauf eine tierärztliche Untersuchung eines jeden Hundes vornehmen zu lassen und diese Bescheinigung dem Käufer mitzugeben.
Denn wenn ein gesundheitliches Problem bei den Hundne innerhalb der ersten 6 Monate nach dem Kauf von einem gewerblichen Händler auftritt,(als solcher sind Sie vermutlich anzusehen, wenn Sie mehr als 2-3 Hunde verkaufen,)wird vermutet, daß dieser Mangel bereits bei Übergabe des Hundes an den Käufer vorgelegen hat. Können Sie jedoch durch eine tierärztliche Bescheinigung nachweisen, daß der Hund gesund war, haften Sie nicht.

Sollte der Tierarzt bereits jetzt gesundheitliche Probleme bei den Hunden feststellen, bzw. die Prognose aufgrund der von Ihnen geschilderten Probleme schlecht sein, würde ich Ihnen raten, dem Verkäufer diese Probleme ausdrücklich ebenfalls durch Vorlage einer entsprechenden tierärztlichen Bescheinigung mitzuteilen.
Denn kauft ein Käufer eine Sache (ein Hund stellt nach dem Gesetz eine Sache dar) in Kenntnis der Tatsache, daß dieser ein gesundheitliches Problem hat oder daß in Kürze gesundheitliche Probleme auftreten können, kann er sich dem. § 442 BGB nicht auf diese Mängel berufen.
Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie daher alle gesundheitlichen Mängel in einem schrift-lichen Vertrag festhalten.
Dasselbe gilt für den Fall, sollten Sie die Hunde verschenken. Denn der Schenker haftet gm. §§ 523,524 nur dann, wenn er einen Fehler arglistig verschweigt. Sofern Sie also denjenigen, dem Sie einen Hund schenken wollen, auf die evtl. auftretenden gesundheitlichen Probleme hinweisen, haften Sie ihm gegenüber nicht. Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie dies schriftlich machen, um im Streitfall einen Nachweis dafür zu haben, daß Sie den Beschenkten im vorhinein ausführlich aufgeklärt haben,

Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie sich jederzeit an mich wenden. Ich darf Sie an dieser Stelle darauf hinweisen, daß sich eine andere rechtliche Beurteilung ergeben kann, sollten sich wichtige Details ändern.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Bertram

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