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Wie können wir uns schützen dass wir doppelte Courtage zahlen müssen?


29.01.2007 20:17 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir möchten gerne ein Haus kaufen und haben jetzt ein Objekt gefunden, für das wir uns sehr interessieren. Wir haben bei einer Maklerin, Frau A, gefunden und sie kontaktiert.
Diese hat uns die Kontaktdaten der Besitzerin genannt, damit wir einen ersten Besichtigungstermin ausmachen konnten. Die Maklerin selbst war an diesem Wochenende nicht vor Ort.
Wir haben also das Haus besichtigt. Die Besitzerin hat uns gefragt, ob wir über Frau A kommen, was wir bejaht haben.
Wir haben die Maklerin in der folgenden Woche getroffen und mit ihr über weitere Modalitäten geredet.
Wenn es zum Kauf kommt, sind wir ihr gegenüber also provisionspflichtig.

Nach unserem ersten Telefonat mit Frau A, haben wir eine Email in unserem Emailaccount gefunden, die schon einige Tage alt war, in der ein anderer Makler, Herr B, uns das gleiche Haus anbietet (Expose mit Adresse, ohne Telefonnummer).
Bei diesem Makler haben wir einmal vor ca. 6 Monaten ein Expose angefragt. Seitdem sendet uns Herr B regelmäßig Exposes per Email zu, von denen wir keines angefordert haben. Da uns die Häuser auch nicht interessiert haben, haben wir das also ignoriert.
Wir haben den Makler nie gesehen und haben auch nichts unterschrieben.

Als wir nun dieses Expose in unserem Account vorgefunden haben, haben wir eine Email zurückgeschrieben, in der wir ihm mitteilen, dass wir das Objekt bereits über einen anderen kennen. Wir hatten gehört, dass man das machen muss.
Einige Tage später haben wir das Expose von Herrn B noch mal genau angeschaut und haben unten einen Zusatz gefunden, in dem es heißt:
„Es gilt ein vom Käufer zu entrichtendes Vermittlungs- bzw. Nachweishonorar bei Abschluss des Kaufvertrages in Höhe der ... Käufercourtage von 6 % ... auf den tatsächlichen Kaufpreis als vereinbart.
Unsere Angebote erfolgen freibleibend und unverbindlich.
Wurde der Nachweis der Abschlussgelegenheit durch Dritte erbracht, hat uns der Interessent dies unverzüglich, spätestens innerhalb von 5 Tagen durch eingeschriebenen Brief mitzuteilen, anderenfalls werden wir als ursächlich wirkender Makler gelten.“

Da uns dieser Satz erschreckt hat, haben wir Frau A darüber informiert. Sie hat uns beruhigt und gesagt, dass sie mittlerweile (also nach unserem Treffen) den Alleinauftrag von der Besitzerin erhalten hat. Das hat uns die Besitzerin telefonisch bestätigt.

Da wir keine Erfahrung in diesen Dingen haben, wissen wir nicht, ob im Falle eines Kaufs nicht doch Probleme mit Herrn B entstehen können.

Wie können wir uns absichern, bzw. davor schützen, daß wir doppelte Courtage zahlen müssen?
Oder sind unsere Bedenken unnötig?

Mit vielem Dank im Vorraus!
29.01.2007 | 22:04

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Wenn Sie auch von Herrn B die Kontaktdaten der Eigentümerin erhalten haben, hat er ebenfalls einen Provisionsanspruch gegen Sie. Ich verstehe Ihre Angaben aber so, daß Sie die Kontaktdaten ausschließlich von Frau A erhalten haben.

Anders ist es, wenn Sie sich die Kontaktdaten arglistig an Herrn B vorbei verschafft hätten. Dafür kann ich hier aber keine Anszeichen erkennen.

Daher bitte ich um eine kurze Mitteilung, ob Sie von Herrn B die Kontaktdaten der Eigentümerin erhalten haben. Auch bitte ich um Mitteilung, nach wievielen Tagen Sie diese Email geschrieben haben.

Bitte benutzen Sie hierfür die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

Das Zurückhalten von Informationen kann die Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung stellt lediglich eine erste rechtliche Orientierung dar.


Nachfrage vom Fragesteller 29.01.2007 | 22:43

Sehr geehrter Herr Weber,

Vom Makler B haben wir nur ein Expose erhalten, in dem die Adresse steht. Weder der Name, noch die Telefonnummer der Eigentümerin war dort aufgeführt.
Von der Maklerin A haben wir alle Kontaktdaten erhalten.

Unsere Antwortmail haben wir einige Tage nach Erhalt der Expose-Email des Maklers B geschrieben. Wir sind kurz zuvor aus dem Urlaub zurückgekommen und haben wegen der Fülle der Mails nicht auf das Datum geachtet und die Email des Maklers B leider auch im Anschluß an unsere Antwort gelöscht.
Es kann also sein, das wir die Email des Maklers B bereits mehr als 5 Tage im Postkasten hatten, vielleicht aber auch weniger.
Folgendes haben wir geschrieben:
"Sehr geehrte Damen und Herren,
während unserer Abwesenheit haben Sie uns ein Exposé zu xxxxxx zukommen lassen, welches wir erst heute (zurück aus dem Urlaub) zur Kenntnis nehmen konnten.
Wir möchten Sie darüber informieren, dass uns dieses Objekt bereits von einem weiteren Immobilienbüro angeboten wurde."

Ist es denn überhaupt möglich, dass man doppelt provisionspflichtig wird?
Oder müßten sich die beiden Makler die Provision teilen?

Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.01.2007 | 23:03

Sehr geehrte Ratsuchende,

es ist durchaus möglich, daß man doppelt provisionspflichtig wird. In dem Fall müßten zwei Provisionen gezahlt werden.

In Ihrem Fall ist das aber nicht gegeben, Sie sind nur eine Provision, und zwar an Frau A, schuldig.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

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