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Wie können wir mein Wohnrecht auf Lebenszeit absichern?


15.08.2007 09:20 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Guten Tag!
Ich bin die 2.Ehefrau meines Mannes, die 1.Frau verstarb. Sie vererbte ihm ihren Anteil am Haus und Grundstück. Die Kinder verzichteten auf die Auszahlung ihres Pflichtteils. Wenn er stirbt, möchte er, dass ich ein Wohnrecht auf Lebenszeit bekomme. Wie können wir das absichern? Ich möchte nicht, dass die Kinder, es sind zwei, mit ins Haus ziehen, oder es so umbauen, dass noch eine Mietwohnung entsteht.
Habe ich überhaupt einen Erbanspruch? Wir haben in den Jahren, die ich hier lebe, viel Geld in Umbauten und Renovierung gesteckt, so dass alles an Wert zunahm. Wir haben es aber vorher nicht schätzen lassen. Vergleichbare Häuser werden um die 140 000 Euro gehandelt. Kann ich, falls ich das Wohnrecht nicht in Anspruche nehme, von den Kindern eine Art Ausgleichszahlung dafür verlangen?
Vielen Dank!

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Ein lebenslanges Wohnrecht kann dinglich abgesichert werden durch Einigung zwischen Ihnen und Ihrem Mann und Eintragung ins Grundbuch.

Als Ehegattin steht Ihnen ein Erbrecht aus § 1931 BGB zu. Nach § 1931 BGB erbt der Ehegatte neben Erben erster Ordnung (Abkömmlinge des Erblassers) zu 1/4 und neben den Erben zweiter Ordnung (Eltern und Geschwister des Erblassers) zu 1/2.
Wenn Sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft verheiratet sind, erhöht sich die Erbquote des Längstlebenden um ein weiteres 1/4 auf 1/2 gegenüber den Erben 1. Ordnung und auf 3/4 gegenüber Erben 2. Ordnung.

Nach dem Ableben Ihres Mannes besteht zwischen Ihnen und den Kindern eine Erbengemeinschaft.
Hinsichtlich des Grundstücks wären Sie - nach Eintragung im Grundbuch - Miteigentümer zu 1/2.

Für den Fall, dass Sie von dem Wohnrecht keinen Gebrauch machen wollen, könnte das eingetragene Wohnrecht durch eine entsprechende Abfindungszahlung an Sie abgelöst und aus dem Grundbuch gelöscht werden.
Hierauf werden sich die Kinder aber nur einlassen, wenn Sie auch
Ihren hälftigen Miteigentumsanteil von Ihnen abkaufen.

Erfolgt zwischen Ihnen und den Kindern als Miterben keine Einigung hinsichtlich der Aufteilung des Nachlasses, so können die Kinder die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft verlangen mit der Folge, dass das Grundstück im Wege der Zwangsversteigerung veräußert und der dabei erzielte Erlös entsprechend der jeweiligen Erbanteile geteilt werden würde.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2007
info@kanzlei-roth.de

Nachfrage vom Fragesteller 15.08.2007 | 17:58

Hallo, ich hatte vergessen zu erwähnen, dass die Kinder aus erster Ehe meines Mannes sind. Ändert sich dadurch etwas?
Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.08.2007 | 11:03

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Nein, dadurch ändert sich nichts.



Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

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