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Wie können wir das Aufenthaltsbestimmungsrecht bekommen, wenn wir uns Sorgen um eine Kindeswohlgefäh


01.04.2006 11:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Mein Freund (geschieden) hat eine 7-jährige Tochter - bei der Mutter lebend.

Die Mutter ist in die spirituelle Richtung gewechselt.
Sie komuniziert mit Toten und glaubt fest daran diese zu sehen und mit ihnen zu reden.
(Beispiel: Mooshammer kam zu IHR und es waren zwei Mörder nicht einer. Sie saß einmal in tränen aufgelöst da und meinte/glaubte ein Engel kam und sagte sie müsse sterben??)

Die Tochter wird von ihr gefördert, da sie angeblich auch solche tollen Fähigkeiten besitze und die Begabung hätte und alle (Lebensgefährte der Mutter und die anderen Kinder-nicht von meinem Freund) glauben daran.

Das Jugendamt hat mich vor ein paar Monaten schon weggeschickt mit der Begründung es ginge mich nichts an, als NUR Lebensgefährtin des Vaters. Glaube ich rechtlich auch.
Mein Freund war beim Jugendamt und bekam wieder nicht die Unterstützung, die er sich erhoffte.

Mein Freund hat Angst, dass seine Tochter einen Schaden bekommt durch diese Erziehung.

Die Mutter hatte mit ihren anderen Kindern (ich glaube 4 sind es noch) alle Probleme. Jedes ist oder war schon ausgezogen, weil sie mit sich selbst und mit den Kindern nicht klar gekommen ist.
Sie hat sich durch diese spirituellen (keine Ahnung was sie genau tut) selbst gefunden??? Hat sehr viele teure Seminare besucht und tut es immer noch, so weit ich informiert bin. Sie ist abends oft nicht zu Hause.

Die Tochter sieht mit 7 ihre Tode Katze auf dem Schreibtisch bei sich sitzen?????

MEINE FRAGE:
Ist es auch in so einem Fall schwierig an das Sorgerecht zu kommen???

Ich mache mir Sorgen.

Vielen Dank für ihre Zeit.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich gehe davon aus, dass Ihr Freund nicht das Sorgerecht für die Tochter besitzt. In so einem Fall ist es sehr schwierig, das Sorgerecht zu erhalten, da Voraussetzung dafür entweder die Zustimmung der Kindesmutter ist oder eine Kindeswohlgefährdung. Letzteres ist, auch wenn eine solche vorhanden ist, vorweggeschickt, ein sehr langwieriger Prozeß.

Sie müssen, bzw. der Vater, eine Kindeswohlgefährdung vor Gericht geltend machen und dabei darauf abzielen, der Kindesmutter das Sorgerecht zu entziehen. U.U. kann auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht als Teil des Sorgerechts auf den Vater über das Jugendamt übertragen werden. D.h., der Vater kann bestimen, wo sich das Kind (i.e. bei ihm) aufhält.

Die Kindeswohlgefährdung muß nachgewiesen werden, und liegt vor, wenn die Erziehung und Entwicklung des Kindes ernsthaft gefährdet ist. Wenn die "spirituelle" Veranlagung so stark ist und eine Venachlässgung des Kindes dadurch entsteht, sollte hier ein entsprechendes Vorgehen erfolgreich sein.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben und wünsche Ihnen noch ein angenehmes Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen



Christian Joachim
-Rehtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 03.04.2006 | 09:35

Vielen Dank für Ihren Einsatz!

Das Sorgerecht haben beide Elternteile.
Ich glaube als Leihe habe ich mich falsch ausgedrückt.


Sie haben mir aber mit dem Wort "Aufenthaltsbestimmungsrecht" weiter geholfen.

Wir möchten garnicht das Sorgerecht wegnehmen, sondern einfach dass das Mädchen nicht mehr so stark diesem Spirituismus ausgesetzt ist und was schlimmer wird = die Eifersucht auf mich.

Meine Frage:

Habe ich richtig interpretiert, dass es das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist, welches wir auf dem "Jugendamt?" beantragen müssen, um das Mädchen zu uns holen zu dürfen?

Vielen Dank im vorraus

Gaaaanz liebe Grüße





Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.04.2006 | 10:09

Sehr geehrte Fragstellerin,

sofern das Sorgerecht bei beiden Eltern liegt, haben beide Eltern auch grds. die gleichen Rechte.

Das Aufenthaltsbestimmungsrecht dient alleine dazu, fetzulegen, bei welchem Elternteil sich das Kind aufhalten soll, bzw. wo sich das Kind insgesamt aufhalten soll. Sie sollten daher wie bereits angedacht, mit dem Jugendamt Verbindung aufnehmen. In praxi wird dieses allerdings auch nicht sehr viel Handhabe besitzen, da die Möglichkeiten des Jugendamtes auch eingeschränkt sind. Es wird daher m.E. eine gerichtliche Entscheidung nötig sein. So kann das Jugendamt das Aufenthaltsbestimungsrecht nicht entziehen oder zuweisen, das kann nur ein Gericht. Dabei wird dann zumeist eine Prognoseentscheidung gefällt, welcher Elternteil das Aufenthaltsbestimungsrecht zum Wohl des Kindes besser ausüben kann. Das Jugendamtkann lediglich vermittelnd tätig werden oder Erklärungen bei Zustimmung beider Elternteile beurkunden. Wenn keine Einsicht bei der Kindesmutter bestehen sollte, werden Sie um eine gerichtliche Auseinandersetzung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht herumkommen, um das Kind zu sich zu holen.

Ich hoffe, Ihnen eine weitere Orientierung zu haben uns stehe Ihnen auch weiterhin gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

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