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Wie kann ich meinen Mann zwingen, das Haus zu reparieren?

| 13.07.2009 13:51 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


18:04
Mein Mann überzeugte mich (betrügend), sich von Amerika nach Deutschland (2004) zu bewegen. Wir verkauften unser Haus in Amerika.
In Deutschland überzeugte er mich, ein 3 Familienhaus zu kaufen, welche viel Reparatur braucht, versprechend, dieses Haus in 3 Jahren zu reparieren.
Nur unter diese Bedingungen wollten wir das Haus kaufen.
Nach dem Kaufen des Hauses arbeitete er sehr selten im Haus, den größten Teil der Zeit arbeitete ich im Haus während des Tages (ich habe keinen Job).
Ich bin mit meinem Mann seit drei Jahren getrennt.
Das Haus wird noch immer nicht beendet. Ich kann nicht alles tun, weil es viel Kraft erfordert. Mein Mann arbeitet gar nicht mehr im Haus. Ich will meinen Mann scheiden und
dann nach Amerika mit meiner Tochter (14) zurück kehren, aber ich kann das Haus noch nicht verkaufen.
Jedes Jahr verspricht mein Mann, das Reparieren im Haus fertig zu machen, er schrieb sogar einen Plan
(das war in 2008 ), aber er arbeitet im Haus nicht. Unsere Tochter will in Deutschland nicht leben. Wir sind Geiseln ähnlich.
Kann ich gegen meinen Mann einen Klage erheben, wegen Betrugs oder kann ich ihn ( gesetzlich ) dazu zwingen, das Haus zu reparieren?
Und, wenn ich das Haus jetzt verkaufe, bekomme ich den vollen Preis ( wie am Anfang ) zurück und ich würde damit viel Geld verlieren.
Ich habe Angst davor, dass, wenn ich ihn scheide, ich Deutschland verlassen muss und ich nicht im Stande sein würde, das Haus zu verkaufen.
13.07.2009 | 14:14

Antwort

von


(933)
Golmsdorfer Str. 11
07749 Jena
Tel: 036412692037
Web: http://www.jena-rechtsberatung.de
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

die von Ihnen gestellte Frage beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Eine Möglichkeit, Ihren Mann dazu zu zwingen, das Haus zu reparieren, gibt es nicht. Hier haben Sie das Haus während der Ehe und der bestehenden Lebensgemeinschaft erworben.

Derzeit besteht die Ehe zwar noch fort, aber die eheliche Lebensgemeinschaft besteht nicht mehr, da Sie sich getrennt haben.

Wenn das Haus im Eigentum Ihres Mannes steht, können Sie keine Ansprüche gegen ihn geltend machen und das Haus auch nicht verkaufen.

Wenn das Haus im gemeinsamen Eigentum von Ihnen beiden – also Ihnen und Ihrem Mann – steht, müssen Sie sich gemeinsam darüber verständigen, was mit dem Haus geschehen soll. Hier sollte eine Einigung darüber erzielt werden, wer das Haus verkauft und wie der Erlös aufgeteilt wird.

Sollte keine Einigung erzielt werden, muss das Gericht im Rahmen der Folgesachen zur Scheidung darüber entscheiden, was mit dem Haus geschehen soll.

Wenn das Haus allein in Ihrem Eigentum steht, können Sie Ihren Mann grundsätzlich auch nicht zwingen, das Haus zu reparieren. Dies wäre nur dann möglich, wenn es eine schriftliche Vereinbarung darüber gibt, dass Ihr Mann das Haus repariert.

Hier ist also zwingend eine vertragliche Vereinbarung notwendig, aus der hervorgeht, dass Ihr Mann sich verpflichtet, das Haus zu reparieren.

Allerdings könnte diese Vereinbarung vor dem Hintergrund der Trennung unwirksam sein.

Das bloße mündliche Versprechen Ihres Mannes, dass er das Haus reparieren wird, ist hier nicht ausreichend, um daraus einen Anspruch abzuleiten.

Es besteht hier also kein Anspruch Ihrerseits gegen Ihren Mann darauf, dass dieser das Haus repariert. Sie können sich hier nur einvernehmlich mit ihm einigen, dass er die notwendigen Reparaturarbeiten durchführt.

Auch eine Anzeige wegen Betrug gemäß § 263 StGB kommt nicht in Betracht. Hier sind durch das Handeln Ihres Mannes die Tatbestandsvoraussetzungen des Betruges nicht erfüllt.

Auch sonstige strafrechtliche Delikte kommen nicht in Betracht.

Ob Sie bei einem Verkauf des Hauses den gleichen Preis erzielen, wie beim Kauf des Hauses hängt unter anderem davon ab, inwieweit Veränderungen am Haus vorgenommen worden sind.

Hier sind insgesamt eine Menge Faktoren zu berücksichtigen. Sie sollten das Haus zum Verkauf anbieten. Dies durch ein Inserat oder den Auftrag an einen Makler. Ein Makler kann auch im Vorfeld schon den Wert des Hauses ermitteln.

Es ist nicht davon auszugehen, dass es Probleme hinsichtlich der Scheidung, des Verkaufs des Hauses und der Rückkehr in die USA geben wird.

Da Sie von Ihrem Mann bereits 3 Jahre getrennt sind, kann zeitnah auch eine Scheidung der Ehe erfolgen. Gleichzeitig sollten Sie sich auch bemühen, das Haus zu verkaufen.

Hier kann aber unter Umständen ein finanzieller Ausgleichsanspruch Ihres Mannes gegen Sie bestehen.

Zumindest hinsichtlich der Scheidung sollte ein Rechtsanwalt vor Ort beauftragt werden, um die Scheidung einzureichen und über mögliche Unterhaltsansprüche sowie einen finanziellen Ausgleich hinsichtlich des Hauses zu beraten und zu verhandeln.


Rechtsanwalt Steffan Schwerin

Rückfrage vom Fragesteller 14.07.2009 | 17:51

Wir haben eine schriftliche Abmachung, dass mein Mann nur 1/3 vom Preis des Hauses bekommen wird.
Auch ich habe von ihm einen schriftlichen Plan, wo er schrieb, was er tagtäglich machen wird.
Könnte es als eine Versprechung betrachtet werden?
Kann ich meinen Mann verklagen, nachdem wir für Schäden scheiden?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.07.2009 | 18:04

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

Ihre Nachfrage beantworte ich gern wie folgt:

Die schriftliche Abmachung hinsichtlich des Preises spielt hier keine Rolle. Daraus kann keine Verpflichtung zur Reparatur erfolgen. Hier ist lediglich geregelt, dass Ihr Mann im Falle des Verkaufes nur 1/ 3 des Kaufpreises erhalten wird.

Hier könnte unter Umständen aus dem schriftlichen Plan der Reparatur-Maßnahmen eine Verpflichtung zur Reparatur hergeleitet werden.

Dazu muss diese allerdings eingesehen werden. Um abschließend beurteilen zu könne, ob sich hier insgesamt ein Versprechen bzw. eine vertragliche Vereinbarung konstruieren lassen, hängt insbesondere von der Ausgestaltung des schriftlichen Planes ab.

Auch kann dann erst entschieden werden, ob eine Klage Aussicht auf Erfolg hat.

Gern können Sie mir im Rahmen einer Folgemandatierung die Unterlagen zukommen lassen. Dann kann geprüft werden, ob und wie hier weiter vorgegangen werden kann.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen vorerst weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen


Steffan Schwerin
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 14.07.2009 | 18:41

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