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Wie kann ich einen Schuldschein richtig formulieren

| 19.07.2017 18:33 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Ich möchte einen Schuldschein ausstellen. Ist folgender Schuldschein rechtlich in Ordnung? Könnte ich damit später mein Geld einfordern?



Abstraktes Schuldanerkenntnis

zwischen



A im folgenden Gläubiger genannt



und


B im folgenden Schuldner genannt




Der Schuldner erkennt an, dem Gläubiger einen Betrag in Höhe von 20000 Euro zu schulden.
Der Schuldner verpflichtet sich den Schuldbetrag bis zum 2.1.2028 mit einer jährlichen Verzinsung von 2 Prozent auf das Konto des Gläubigers zurückzuzahlen.
Der Schuldner hat die Möglichkeit den Schuldbetrag einmalig oder in Raten zurückzuzahlen.
Höhe der Raten und Zeitpunkt der Raten sind dem Schuldner freigestellt.

Das Schuldanerkenntnis erfolgt in der Weise, dass es die Verbindlichkeit selbständig begründen soll. Alle bekannten und unbekannten Einwendungen, die sich nicht aus der Urkunde selbst ergeben, sind ausgeschlossen.


St, den 20.7.2017 St, den 20.7. 2017



Unterschrift A Unterschrift B

Sehr geehrter Ratsuchender,


zwar ist der Text so schon fast zutreffend entworfen worden - gleichwohl ist dringend davor zu warnen, nur mit diesem Schriftstück das Darlehen in einer solchen Höhe zu gewähren.


Denn der Schuldner kann zwar aufgefordert werden, Zahlungen zu leisten, aber viel mehr werden Sie mit diesem Schriftstück problemlos micht machen können.

Denn weigert der Schuldner sich, Zahlungen zu leisten, müssen Sie ihn trotz dieses Anerkennisses "ganz normal" verklagen, müssen also ein Urteil erzwingen, mit dem Sie dann ggfs. die Zwangsvollstreckung betreiben können.

Das alles kostet zunächst Ihr Geld, da Sie als Kläger vorleistungspflichtig sind, Zeit und Nerven. Der Ausgang ist auch mit dem Entwurf keineswegs sicher, denn Sie werden Einwendungen nicht ausschließen können (z.B. Erfüllungseinrede).


Daher kann man wirklich nur dringend raten, ein notarielles Schuldanerkenntnis mit Unterwerfungsklausel einer sofortigen Zwangsvollstreckung anfertigen zu lassen.

Nur ein solches Anerkenntnis ersetzt schon jetzt dann ein entsprechendes Urteil gegen den Schuldner und Sie könnten im Falle der Nichtzahlung dann mit dem notariellen Schuldanerkenntnis sofort und ohne weiteres Gerichtsverfahren vollstrecken.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 19.07.2017 | 19:48

Vielen Dank für Ihre Antwort. Sie hilft mir weiter.
Sie schreiben, dass der Text so schon fast (!) zutreffend entworfen wurde. Welche Formulierung erscheint in Ihren Augen problematisch und müsste noch verbessert werden?

mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 19.07.2017 | 19:57

Vielen Dank für Ihre Antwort. Sie hilft mir weiter.
Sie schreiben, dass der Text so schon fast (!) zutreffend entworfen wurde. Welche Formulierung erscheint in Ihren Augen problematisch und müsste noch verbessert werden?

mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.07.2017 | 20:50

Sehr geehrter Ratsuchender,


da Sie klagen müssten, kann der Schuldner Einwendungen erheben, sei es Erfüllung, sei es ein Vorwurf zur Urkunde selbst, wie Täuschung, Drohung, Geschäftsunfähigkeit.

All dieses werden Sie nicht mit dieser Privaturkunde (anders als beim notariellen Schuldanerkenntnis) ausschließen können.


Daher sollten Sie auf das notarielle Schuldanerkenntnis in Ihrem eigenen Interesse zurückgreifen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 19.07.2017 | 19:45

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FRAGESTELLER 19.07.2017 5/5,0
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