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Wie kann ich einen Erbanspruch/Pflichtteil feststellen?


17.09.2005 11:46 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Situation:
Durch Zufall habe ich vom Ableben meines Vaters am 08.10.2004
durch seine 2. Ehefrau erfahren, nachdem ich 13 Jahre keinen Kontakt mehr zu ihm hatte.

Familiäre Situation:
Aus 1. Ehe: 2 Kinder (auch ich), ein Kind lebt in USA (Adresse unbekannt)
Aus 2. Ehe: keine eigenen Kinder, allerdings 2 Kinder der 2. Ehefrau

Frage:
Wie kann ich einen evtl. Erbanspruch (auch aus Pflichtteil) feststellen?
Woher erhalte ich Informationen über Vermögen und Erbfolge?
Wie kann es sein, dass ich in keiner Form über den Tod des Vaters unterrichtet wurde?

Besten Dank im Voraus.
17.09.2005 | 13:12

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

1.Zunächst richtet sich Ihr Erbteil danach, ob der Erblasser (Ihr Vater) ein Testament hinterlassen hat, oder ob die gesetzliche Erbfolge eintritt.

Wenn kein Testament existiert, sind Sie ein sogenannter Erbe erster Ordnung. Zusammen mit Ihrem Geschwister erben Sie neben der zweiten Ehefrau.Wenn Ihr Vater in Zugewinngemeinschaft gelebt hat, erbt die Ehefrau ½ (§ 1931 Abs. 1, 1371 Abs. 1 BGB) und Sie ¼ . Wenn keine Zugewinngemeinschaft vorliegt, erbt die Ehefrau ¼ und Sie und Ihr Geschwister 0,375. Die Kinder der zweiten Ehefrau erben nichts, es sei denn, dass sie adoptiert wurden.

2.Gibt es ein Testament und sind Sie darin von der Erbfolge ausgeschlossen, erhalten Sie den Pflichtteil. Diese beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils (s.o.).

3.Die Informationen, ob es ein Testament gibt, Sie Erbe geworden sind etc. Erhalten Sie im Rahmen einer Auskunftsklage gegen die Ehefrau. Natürlich wäre es günstiger, wenn Sie diese Informationen freiwillig von der Ehefrau erhalten. Sonst bleibt eben nur der Klageweg.

Daneben können Sie sich beim zuständigen Nachlaßgericht als Erbe melden und Information bzw Akteneinsicht beantragen. Dafür müssen Sie voraussichtlich nachweisen durch Geburtsurkunde, dass Sie tatsächlich der Sohn des Erblassers sind.

4.Zuständig für die Nachlaßangelegenheit ist das Amtsgericht(Nachlaßgericht) am Wohnsitz des Erblassers. Wenn ein Testament vorliegen würde, indem Sie als Erbe benannt sind, wären Sie vom Gericht darüber informiert worden.

Ob eine amtliche Erbenermittlung hätte erfolgen müssen, hängt von der Regelung im einzelnen Bundesland ab. In Bayern müssen die Erben ermittelt werden (Art 37 Abs. 1 AGGVG). Wenn es eine solche Pflicht in Ihrem Bundesland nicht gibt, müssen Sie auch ermittelt werden bzw. Über Ihre Erbrecht informiert werden.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

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