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Wie kan ich den Umzug meiner Exfrau mit unseren Kindern verhindern?


12.08.2005 20:58 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Meine Frau und ich leben seit 3 Jahren (10/2002)in Trennung. Wir haben 2 Kinder, 6 und 8 Jahre alt. Meine Frau und ich haben beide "neue" Partner. Wir haben seit unserer Trennung ein gutes bis sehr gutes Verhältnis miteinander. Unsere Kinder leiden deshalb auch nur wenig unter der Trennung. Unsere Kinder sind jeden Donnerstag und jedes zweite Wochenende bei mir. Ich bringe sie sowohl Freitag früh als auch Montag früh in die Schule bzw. in den Kindergarten. Mit anderen Worten, ich bin sehr Zufrieden mit dem Istzustand. Ich denke auch unsere Kinder sind sehr Zufrieden. Wir verdienen beide nicht schlecht und ich bezahle regelmäßig Unterhalt für sie und die Kinder.

Heute kam nun, die Schreckensbotschaft. Meine Frau möchte zu ihrem neuen Partner ziehen. Würde ich sogar gut finden, denn er ist sehr nett, wenn er nicht 300 km entfernt wohnen würde. Das kann ich nicht akzeptieren. Ich habe unsere Kinder sehr lieb und das wäre für mich unerträglich.

Meine Fragen:
Ich möchte im Vorfeld verhindern, dass meine "noch" Frau einfach zu ihm zieht und mich dann vor vollendete Tatsachen stellt.

1) Gibt es die Möglichkeit, im Vorfeld, den Umzug mit einer einstweiligen Verfügung oder so etwas ähnlichem zu verhindern?

2) Da ich sicher bin das wir das gemeinsame Sorgerecht bekommen werden, interessiert es mich, was meine Frau für rechtliche Möglichkeite hat den Umzug auch gegen meinen Willen zu erzwingen?


Vielen Dank im Vorfeld

Papi97

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage. Auf Grundlage Ihrer Angaben möchte ich Ihr Anliegen gerne wie folgt beantworten:


1.

Ihre „Noch“-Ehefrau hat innerhalb des gegenwärtig gemeinsamen Sorgerechts sicherlich ein gewisses Recht, im Rahmen ihrer eigenen Lebensplanung einen etwas entfernteren Wohnsitz zu nehmen.

Grundsätzlich gilt zwar: Die gemeinsame elterliche Sorge umfasst auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Die Grundentscheidung, bei wem und in welchem Umfeld das Kind lebt, kann von beiden Eltern gem. § 1687 Abs. 1 S. 1 BGB nur gemeinsam getroffen werden. Kommt es darüber zum Streit und können sich die Eltern nicht einigen, entscheidet das Familiengericht gem. § 1628 BGB auf Antrag. Äusserstenfalls ist auch an einen Rückführungsanspruch nach § 1632 BGB zu denken.


Solange aber IHR Sorgerecht nicht wirklich tangiert wird, wofür ich auf Grundlage Ihres Sachverhaltsberichts keinen Anhaltspunkt sehe, halte ich ein einstweiliges Rechtsschutzverfahren für eher wenig aussichtsreich. Denn eine solches ist nur bei einer ernsthaften Gefährdung des Kindeswohles von einer Aussicht. Die rein räumliche Entfernung bedingt zwar eine gewisse Anfahrzeiten, welche aber hinzunehmen sind, Ihr Aufenthaltsbestimmungsrecht wird dadurch m.E. aber nicht unzulässig tangiert.


2.

Die Frage der Rechtsschutzmöglichkeiten Ihrer „Noch“-Frau stellt sich m.E. nach Antwort 1 nicht, da mangels Rechtsschutzmöglichkeiten Ihrerseits Ihre „Noch“-Frau
hiergegen nicht vorgehen muss.


Schlussendlich meine ich, Sie sollten zunächst versuchen, mit der „Noch“-Frau eine gemeinsame Regelung zu finden; zumal dies ja nach Ihrem Bericht auch bislang möglich war.


Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben, auch wenn sie wohl nicht ganz Ihren inhaltlichen Erwartungen entsprechen dürfte. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf
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