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Wie ist die gesetzliche Kündigungsfrist zu interpretieren?

07.08.2010 06:12 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo,

in meinem Arbeitsvertrag stehen die gesetzlichen Kündigungsfristen mit dem Zusatz, dass sie auch für mich steigen, wenn sie für den Arbeitgeber steigen. In den gesetlichen Kündigungsfristen steht, dass die Betriebszugehörigkeit erst ab dem 25. Lebensjahr zählt. da ich am 2. September 33 Jahre alt werde, erreiche ich damit die Stufe 8 Jahre = 3 Monate Kündigungsfrist. Ich wollte nun wissen, welches der "Stichtag" ist. Der 1. Juli, wo ich angefangen habe oder mein Geburtstag, der 2. September.

Vielen Dank.

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihre Frage lässt sich im Rahmen dieser Erstberatung anhand Ihrer Sachverhaltsangaben im Grunde kurz und einfach wie folgt beantworten.

Gemäß § 622 Abs.2 Satz 2 BGB werden bei der Berechnung der Beschäftigungsdauer Zeiten, die vor der Vollendung des 25. Lebensjahres des Arbeitnehmers liegen, nicht berücksichtigt. „Stichtag" für die Berechnung bzw. den Fristbeginn für die verlängerten Kündigungsfristen gemäß § 622 Abs. 2 Satz 1 BGB ist somit per Gesetz der 25.Geburtstag des Arbeitnehmers, bei Ihnen also der 2. September. Ab diesem Tag wird also praktisch erst die Betriebszugehörigkeit gerechnet, was praktisch dazu führt, dass die erste Verlängerung nicht vor Vollendung des 27. Lebensjahres eintritt. Wenn Sie also am 2.September dieses Jahres 33 Jahre alt werden und seit dem 25.Lebensjahr durchweg bei Ihrem Arbeitgeber beschäftigt waren, haben Sie erst dann die 8-jährige Stufe mit dreimonatiger Kündigungsfrist erreicht, bis zu Ihrem nächsten Geburtstag gilt insoweit noch die vorherige Stufe gemäß § 622 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BGB, also eine zweimonatige Kündigungsfrist zum Monatsende.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und meine Ausführungen helfen Ihnen weiter. Bei dennoch verbliebenen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Joschko
Rechtsanwalt

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